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HNO-Abteilung in Winsen bietet neues OP-Verfahren für die Ohren

Der Ballonkatheter wird in die Ohrtrompete geschoben und aufgepumpt (Foto: Spggle & Theis Medizintechnik)

Endlich frei vom Druck

(nf). Mit einem neuen OP-Verfahren, dem „Bielefelder Ballonkatheter“, hilft die Abteilung für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde (HNO) im Krankenhaus Winsen unter der Leitung von Dr. Axel Pinkpank jetzt Patienten mit einer chronischen Verengung der Ohrtrompete.
Ein ständiger Druck auf den Ohren, wie er sich sonst nur beim Aufstieg auf hohe Berge oder beim Tauchen im Schwimmbad einstellt, quält die Betroffenen. Aufgrund einer Enge in der Ohrtrompete, die den Nasen-Rachen-Raum mit dem Mittelohr verbindet, funktioniert der natürliche Reinigungs- und Belüftungsmechanismus nicht mehr. Auf Dauer kann das Trommelfell Schaden nehmen und die Hörfähigkeit beeinträchtigt werden.
Ein Verfahren, das ursprünglich aus der Herzchirurgie stammt, bringt den Betroffenen schnell Erleichterung: Mithilfe eines Endoskops wird ein Ballonkatheter in die Ohrtrompete geschoben und aufgepumpt. Die Knorpelstrukturen in der Ohrtrompete werden geweitet und Verklebungen gelöst. Anschließend bleiben die Patienten für eine Nacht auf der Station.
Die Patienten, für die eine solche OP infrage kommt, werden von ihrem HNO-Arzt an das Krankenhaus überwiesen und dort vor dem Eingriff eingehend untersucht. Das Verfahren kommt erst dann zum Einsatz, wenn konservative Behandlungsmöglichkeiten versagt haben. Bei Bedarf können auch beide Ohren in einer Sitzung operiert werden. Zunehmend werden auch Kinder behandelt.