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Hoverboards: Neuer Freizeitspaß kann teuer werden

thl. Landkreis. Womit Michael J. Fox als Marty McFly bereits Ende der 1990er Jahre im Film "Zurück in die Zukunft" seinen Verfolgern entkommt, entpuppt sich heute hier vor allem bei der Jugend immer größerer Beliebtheit. Die Rede ist von den sogenannten Hoverboards. Die "Self Balancing Boards" sind auf dem besten Weg, der Hit des Sommers 2016 zu werden. Ab 200 Euro werden die Geräte, die durch die Verlagerung des Körpergewichtes in Bewegung gebracht werden, im Internet angeboten.
Doch wie so oft, steckt die Tücke im Detail. Denn die Boards dürfen auf öffentlichen Straßen überhaupt nicht gefahren werden. Begründung: "Die Hoverboards fahren mehr als 6 km/h und sind deshalb zumindest versicherungspflichtig", sagt Dirk Poppinga, Verkehrssicherheitsberater bei der Polizeiinspektion Harburg. Das Problem: Die Versicherer bieten entsprechende Policen nicht an. Zudem besteht beim Hoverbaord keine Möglichkeit, das dann vorgeschriebene Versicherungskennzeichen anzubringen.
Die Hoverboards erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 15 km/h. Von daher dürfen sie rein rechtlich nur auf Privatgrundstücken bewegt werden. Unglaublich: Auf die Geschwindigkeit weisen die Anbieter zwar hin, auf die fehlenden Zulassungsmöglichkeiten und die rechtlichen Konsequenzen allerdings nicht. Und die Konsequenzen sind nicht ohne: Mindestens 50 Euro Bußgeld und Einzug des Boardes drohen. Im Einzelfall kann sogar ein Führerschein entzogen werden.
Und auch im Punkto Sicherheit haben die Boards offenbar noch erheblichen Verbesserungsbedarf. Bei mehreren Tests löste nach einer Fahrzeit von etwa 20 Minuten eine Not-Aus-Funktion zum Schutz vor Überhitzung aus, die abrupt die Räder blockierte. Nicht zuletzt deshalb rät Poppinga: "Beim Fahren mit solchen Boards ist unbedingt eine Schutzausrüstung, mindestens wie beim Skateboard fahren, zu tragen."