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9:0 - HSV "vermöbelt" den TSV Winsen

thl. Winsen. "Die ersten 20 Sekunden des Spiels hatten wir 100 Prozent Ballbesitz. Und zur Halbzeit wussten wir, dass wir heute nicht mehr so hoch gewinnen." Gunnar Sellmer, Trainer des Fußball-Landesligisten TSV Winsen, nahm die 0:9-Klatsche gegen den Bundesligisten Hamburger SV mit Humor. "Gegen so eine Mannschaft hängen die Trauben eben doch höher", so Sellmer weiter. Nachdem der TSV vor gut zwei Jahren aber "nur" 3:1 gegen die Hamburger Profis verloren hatten, hatten sich einige zumindest im Stillen doch etwas mehr erhofft. "Es ist für jeden Amateur-Fußballer ein Reiz, mal gegen Profis zu kicken", sagte TSV-Fußballobmann Gerald Pentz, der von HSV-Sportchef Frank Arnesen ein dickes Lob für den "guten und gepflegten Platz" bekam.
Sportlich war es für den TSV Winsen, der im gesamten Spiel nur eine echte Torchance hatte, nicht so erfolgreich. Und auch die Zuschauerzahlen dürften hinter den Erwartungen geblieben sein. Rund 1.200 Karten wurden laut Organisator Peter Rohde im Vorverkauf angesetzt. Beim Spiel säumten dann geschätzte 1.600 Besucher die Tribünen. Doch waren bester Stimmung. Vor allem die Kinder und Jugendlichen, die nach Spielende auf Autogramm-Jagd bei den Profis gingen. "Auf meiner HSV-Fahne hat Ivo Ilicevic unterschrieben", freute sich Jannik (12) von der JSG Roddau, der sich das Spiel mit seiner gesamten Mannschaft anguckte.
Freude herrschte auch bei den jüngsten Kickern des TSV WInsen der Jahrgänge 2005 und 2006. Sie durften zusammen mit den großen Fußballern vor Spielbeginn auf den Platz auflaufen. Ein echtes Erlebnis, auch wenn einige es schade fanden, dass beim HSV die ganz großen Namen wie Rafael van der Vaart, Heung Min Son, Marcell Jansen oder Heiko Westermann fehlten. Auch Torwart René Adler war "nur" in Zivil da, gab aber, wie die anderen Spieler auch, fleißig Autogramme und ließ sich mit den Fans fotografieren.