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"Austragslage ist gut": Schwache Lehrlingszahlen und neue Styropor-Regelung bereiten Dachdecker-Innung jedoch Kopfschmerzen

ce. Hoopte. "Die aktuelle Wirtschaftssituation ist in unserer Branche erfreulich", erklärte Marcus Marquardt, Obermeister der Dachdecker-Innung des Kreises Harburg, kürzlich auf der Herbst-Innungsversammlung im Hoopter Hofcafé Löscher. "Die Auftragslage ist gut, wir sind bis ins nächste Jahr ausgebucht", so Marquardt. Die Innung hat derzeit 27 Mitglieder.
Nicht ganz so erfreulich sind die Lehrlingszahlen. Derzeit gibt es im ersten Lehrjahr sechs, im zweiten acht und im dritten Jahr lediglich sieben Auszubildende. "Das Handwerk ist für viele junge Leute leider nicht so attraktiv wie die neuen Medien", bedauerte der Obermeister. Die Resonanz beim jüngsten Jobtreff in Buchholz sei hinter den Erwartungen zurückgeblieben. "Trotzdem sind die Dachdecker auch im nächsten Jahr dabei. Dann hoffen wir auf ein größeres Echo", betonte Marcus Marquardt.
Kopfzerbrechen bereitet den Dachdeckern und anderen Handwerkszweigen, die mit Styropor beispielsweise als Dämmstoff arbeiten, die neue Verordnung für Abfälle, die so genannte persistente-organische Schadstoffe enthalten. Sie klassifiziert Styropor mit dem Flammschutzmittel HBCD als "gefährlichen Abfall". Bundesweit gibt es derzeit kaum Entsorgungsanlagen, die derartigen Müll annehmen (das WOCHENBLATT berichtete). "Das stellt auch viele private und gewerbliche Kunden vor große Probleme, zumal die Entsorgung des Abfalls bis zu 7.000 Euro pro Tonne kostet", erklärte Marquardt.