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"Die Lage bleibt schwierig": Mangelnder Nachwuchs bereitet Bäcker-Innung der Kreise Harburg und Lüneburg Sorgen

Innungs-Obermeister Karl-Heinz Wohlgemuth (Foto: archiv / sab)
ce. Landkreis. "Die Lage in unserem Handwerk ist und bleibt schwierig. Wir wollen und müssen weiterhin mit Qualität überzeugen." Das sagte Karl-Heinz Wohlgemuth, Obermeister der Bäcker-Innung der Kreise Harburg und Lüneburg, kürzlich auf der Innungs-Frühjahrsversammlung in Brietlingen.
Ein Problem - so Wohlgemuth - sei nach wie vor der Engpass beim Nachwuchs. "Wir haben es mit geburtenschwachen Jahrgängen zu tun. Zudem wollen viele Schulabgänger nicht Bäcker werden wegen der vermeintlich schlechten, auch am Wochenende erforderlichen Arbeitszeiten. Immer mehr junge Leute beginnen außerdem ein Studium, anstatt ein Handwerk zu erlernen", nannte der Obermeister die Ursachen der misslichen Situation.
Diesen Widrigkeiten zum Trotz gelte es für die Branche, sich auf ihre Trümpfe zu besinnen. "Wir behaupten uns am Markt gut mit der Frische und Vielfalt unserer Waren, auch wenn wir durch die abgelieferte Qualität im Preisgefüge des Lebensmitteleinzelhandels nicht mithalten können", erklärte der Innungs-Chef.
Deutschlandweit gebe es pro Jahr rund 500 Bäckerbetriebe weniger. Der Bäcker-Innung der Kreise Harburg und Lüneburg gehörten derzeit 28 Mitglieds-Unternehmen an. "Diese Zahl ist seit einigen Jahren recht stabil", so Karl-Heinz Wohlgemuth.