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"Eine tolle Erfahrung!": Ministerin Frauke Heiligenstadt lobte "SPRINT Dual"-Ausbildung

Freude über das gelungene Projekt (v. li.): Markus Johannsen, Elrsheed Ball, Thomas Degen, Frauke Heiligenstadt, Thomas Siedschlag und Svenja Stadler
ce. Winsen. "Im Einzelhandel habe ich diese Ausbildung noch nicht erlebt. Das hier ist eine tolle Erfahrung." Das sagte Niedersachsens Kultusministerin Frauke Heiligenstadt, als sie am Donnerstag das renommierte Winsener Modehaus "Düsenberg & Harms" und den dort beschäftigten Elrsheed Ball (21) besuchte. In dem Unternehmen ist der Flüchtling aus dem Sudan im Rahmen des Projektes "SPRINT Dual" der örtlichen Berufsbildenden Schulen tätig. Die Tatsache, dass es niedersachsenweit die ersten BBS waren, die für das Integrations- und Ausbildungsprojekt gleich zwei Klassen einführten, hatte das Interesse der Ministerin geweckt.
"SPRINT" steht für das Sprach- und Integrationsprojekt für jugendliche Flüchtlinge an den BBS Winsen. An der im November 2016 gestarteten dualen Ausbildung nehmen derzeit 18 Männer teil. Sie werden an zwei Tagen pro Woche in der Schule unter anderem in Deutsch, Mathematik und PC-Kenntnissen unterrichtet, während sie an drei weiteren Wochentagen als Einstiegsqualifizierung in Betrieben arbeiten. Unternehmen, die diese Möglichkeit anbieten, werden von der Agentur für Arbeit oder vom Jobcenter finanziell unterstützt.
"Die Arbeit macht mir viel Spaß, und es gefällt mir, mit Menschen Umgang zu haben", ist Elrsheed Ball begeistert von seiner Qualifizierungstätigkeit in der Herrenabteilung von "Düsenberg & Harms". Angeleitet wird er von Abteilungsleiter Thomas Siedschlag. "Herr Ball engagiert sich sehr - sei es im Verkauf, bei der Kundenberatung oder auch in Dekorationsfragen", sind Siedschlag und Markus Johannsen von der Geschäftsleitung voll des Lobes. "Der menschliche wie auch der sprachliche Fortschritt hat uns sehr beeindruckt", so Johannsen. Als Anerkennung für den Einsatz wird Elrsheed Ball ab 1. August eine dreijährige Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann beginnen. Vorkenntnisse bringt er mit, denn bevor er vor 15 Monaten nach Deutschland kam, arbeitete er im Sudan drei Jahre als selbständiger Schuhverkäufer. Privat lebt der sich mit Gestattungsstatus in Deutschland aufhaltende junge Mann in Pattensen bei einer Familie, mit der er sich "sehr gut versteht".
"Es ist toll, dass Sie jungen Menschen eine so starke berufliche Perspektive bieten", bedankte sich Kultusministerin Frauke Heiligenstadt bei Markus Johannsen, der derzeit neben Elrsheed Ball fünf Auszubildende beschäftigt. Heiligenstadt war auf Einladung der Bundestagsabgeordneten Svenja Stadler nach Winsen gekommen, wo sie auch von BBS-Leiter Thomas Degen begleitet wurde. Alle waren mit Blick auf den Werdegang Elrsheed Balls "beeindruckt, wie gut hier Integration gelebt wird".