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"Handwerk ist keine Melkkuh"

Innungs-Obermeister Walter Ließke
ce. Winsen. "Wohin geht der Trend bis 2020 für Mittelstand, Einzelhandel und Handwerk?" Einige Antworten auf diese Frage gab Walter Ließke, Obermeister der Innung der Bekleidungshandwerke der Kreise Harburg und Lüneburg, jetzt auf der Frühjahrs-Innungsversammlung in Winsen.
Auch die Unternehmer in der Modebranche müssten sich - so Ließke - auf weitere Veränderungen auf dem Markt einstellen, wollten sie weiterhin wettbewerbsfähig bleiben. Der Innungschef verwies auf aktuelle Analysen von Trendforschern, wonach vermehrt Geschäftsstandorte angenommen werden, die in der Nähe der Verbraucher liegen und für diese schnell zu erreichen sind.
Beim Konsumverhalten werde es nicht so sehr um die Masse im Sortiment gehen, sondern darum, für den unterschiedlichen Lebensstil der Kunden die passenden Angebote parat zu haben. "Wenn wir uns danach richten, haben wir mit unseren Fachgeschäften die größten Chancen zu bestehen", betonte Ließke. Dafür seien aber auch die Gewinnung neuer Kunden und eine fachliche Beratung unerlässlich.
Kritik übte Ließke an der Bundesregierung, die den Bürgern immer höhere Steuern aufbürde, obwohl die Wirtschaft anziehe und die Arbeitslosigkeit sinke. Steigende Steuern bedeuteten fast immer sinkende Umsätze für die Gewerbetreibenden, weil dadurch die Kaufkraft gedämpft werde. "Damit muss Schluss sein, denn unser Mittelstand und Handwerk sind nicht die Melkkuh für unsere Regierung!", mahnte Walter Ließke. Die Rentenerhöhung von 0,25 Prozent verurteilte er als "unverschämt, wenn im Vergleich dazu die Erhöhung für Pensionäre sechs Prozent beträgt."