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Lohntarifvertrag ist das Ziel

Innungs-Obermeister Jens Bahlburg (Foto: Foto: archiv)
ce. Winsen. Gute Aussichten für Friseure: Die Dienstleistungsgewerkschaft verdi und der Landesinnungsverband des niedersächsischen Friseurhandwerks haben sich in einer gemeinsamen Tarifempfehlung auf den stufenweisen Anstieg des Stundenlohns von derzeit 7,51 auf 8,50 Euro und des Monatsverdienstes von 1.239 auf 1.402 Euro ab 1. Januar 2015 verständigt. "Diese Gespräche finden auch auf Bundesebene statt, um einen flächendeckenden Lohntarifvertrag zu bekommen", berichtete Jens Bahlburg, Obermeister der Friseur-Innung des Kreises Harburg, jetzt auf deren Frühjahrsversammlung in Winsen. "Wichtig ist hier nur, dass die Einhaltung der Tarife strenger kontrolliert wird", betonte er.
Bahlburg verwies auf eine Umfrage, die der Zentralverband der Friseure kürzlich startete. Dabei bewerteten 58,33 Prozent der Unternehmen das zweite Halbjahr 2012 mit "besser als im Vorjahreszeitraum", während 41,67 Prozent es als schlechter beurteilten. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2012 sei die Nachfrage nach professionellen Friseurdienstleistungen gleichwohl zurückgegangen.
Die Zahl der Friseursalons, die bundesweit in der Handwerksrolle eingetragen sind, stieg laut Bahlburg 2012 auf 79.889 Betriebe an. Dies seien lediglich 0,3 Prozent mehr als am Jahresbeginn. Damit habe die starke Gründungsdynamik der vergangenen Jahre deutlich nachgelassen. "Es sind immer noch gut 30 Prozent der Betriebe, die als 'Kleinunternehmer' keine Umsatzsteuer zahlen", beklagte der Obermeister.
Die Friseur-Innung des Kreises Harburg umfasst zur Zeit 76 Mitgliedsbetriebe, in denen 43 junge Leute ausgebildet werden.