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Salzhäuser Schuhhaus macht dicht

Traurig über die anstehende Schließung: Andrea Küchenmeister und Ehemann Wolfgang vor dem Salzhäuser Schuhhaus

Geschäftsinhaberin hat wegen Straßensanierung "keine Planungssicherheit mehr"

ce. Salzhausen/Gödenstorf.
Die für 2018 geplante Sanierung der Ortsdurchfahrt in Gödenstorf, die aufgrund der zu erwartenden monatelangen Vollsperrungen äußerst umstritten ist, fordert schon vor dem ersten Spatenstich das nächste "Opfer": Nachdem kürzlich die Betreiber der Gödenstorfer Gaststätte "Zum alten Bahnhof" deren endgültige Schließung zum Jahresende bekanntgegeben hatten (das WOCHENBLATT berichtete), zieht nun das Salzhäuser Schuhhaus von Andrea Küchenmeister nach. Dort begann am Donnerstag der Räumungsverkauf wegen Geschäftsaufgabe, bevor voraussichtlich im Januar nach fünf Jahren zugemacht wird.
Viele der Kunden von Andrea Küchenmeister kommen aus Gödenstorf oder aus dem Raum Hanstedt und fahren über Gödenstorf nach Salzhausen. "Ich muss die Ware für die jeweilige Saison immer ein halbes bis ein Dreivierteljahr vor der jeweiligen Saison einkaufen. Da noch immer nicht genau feststeht, wann die Bauarbeiten in Gödenstorf im nächsten Jahr starten und wie lange sie tatsächlich dauern, habe ich aber keine Planungssicherheit mehr", bedauert Küchenmeister. Sie befürchtet, dass sie durch die Verkehrsbehinderungen und den damit verbundenen Kundenrückgang Umsatzeinbußen von bis zu 30 Prozent in Kauf nehmen müsste. Dies habe sie sich auch durch die Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg und durch den Schuhhändler-Fachverband bestätigen lassen. "Ein solches Minus würde mein Geschäft nicht verkraften", ist sie überzeugt.
Als Dankeschön für alle Kunden, die ihr über die Jahre die Treue gehalten haben, gewährt sie ab sofort starke Rabatte auf aktuell eingekaufte Ware. "Die Kunden können ja nichts für die chaotischen Verkehrsplanungen, die beim Landesstraßenbauamt gemacht werden", betont Andrea Küchenmeister, deren Ehemann Wolfgang die anstehende Geschäftsschließung ebenfalls bedauert.