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"Trend darf sich nicht fortsetzen": Mehr Betriebe, aber weniger Arbeitnehmer bei den Friseuren

Innungs-Obermeister Jens Bahlburg (Foto: archiv/ah)
ce. Winsen. "Wir haben zurzeit 70 Mitglieder, davon drei Neuzugänge in diesem Jahr. Die Zahl der Friseurbetriebe ist im Jahr 2014 weiter leicht angestiegen, aber die Zahl der Arbeitnehmer um zwei Prozent zurückgegangen. Wir hoffen, dass sich dieser Trend in Zukunft nicht fortsetzt." Das betonte Jens Bahlburg, Obermeister der Friseur-Innung des Kreises Harburg, auf deren jüngster Versammlung in Winsen.
Die vom Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks beim "Sozialen Dialog" in Brüssel eingebrachte Resolution "Beschäftigung im Friseurhandwerk" liege - so Bahlburg - den zuständigen EU-Generaldirektionen "Beschäftigung" und "Wachstum" vor. Die Resolution wende sich gegen eine weitere Marginalisierung dieses Handwerks in Europa. Ziel sei es, der von der EU hier angestrebten völligen Marktliberalisierung starke Argumente entgegenzusetzen. "Nachweislich haben die EU-Mitgliedsnationen, die einen Marktzugang der Friseure ohne Qualitätsnachweis durch die Meisterprüfung ermöglichen, gravierende Beschäftigungsprobleme und eine markante Jugendarbeitslosigkeit", gab Bahlburg zu bedenken.
Der Obermeister wies darauf hin, dass bundesweit 40 Prozent der Auszubildenden im Handwerk ihre Lehre abbrechen. Diese Zahl solle gesenkt werden, indem der Lehrlingswart der Innung häufiger in Schulen das Gespräch mit Schülern suche. So könnten Probleme frühzeitig erkannt und behoben werden. "Wir wollen dazu auch die Ausbildungsberater der Handwerkskammer stärker aktivieren", kündigte Jens Bahlburg an.