Alarmübung: Forstunfall in Wiegersen

Mit Hebekissen wurde der Baum angehoben

(wd). Ein Glück, dass es nur eine Übung war, doch die Freiwilligen Feuerwehren Sauensiek und Wiegersen wären auch im Ernstfall gut gerüstet. Das zeigte eine Einsatzübung im Wiegerser Forst, bei der ein Unfall beim Baumfällen simuliert wurde. Ein Baum hatte drei Arbeiter unter sich begraben und klemmte sie ein. Neben den Freiwilligen Feuerwehren mit 33 Wehrleuten nahm auch der erste Technische Zug des THW Ortsverbandes Buxtehude an der Übung teil.
Mit Hilfe der Koordinaten auf ihren Waldbrandkarten konnten die Helfer den vermeintlichen Unglücksort schnell lokalisieren. Doch kurz vor der Einsatzstelle blockierten mehrere umgestürzte Bäume die einzige Zufahrt. Dort mussten sich Feuerwehr- und THW-Kräfte mit Motorsägen einen Weg zu den "Verletzten" bahnen.
Dort angegkommen begannen die Retter sofort mit den Rettungsmaßnahmen. Nach kurzer Zeit waren zwei Eingeklemmte, in diesem Fall Puppen, befreit und fachmännisch versorgt. Die Rettung des Dritten gestaltete sich etwas schwieriger. Erst als das THW den Baum mit Hebekissen vorsichtig angehoben hatte, konnte er behutsam unter dem Baum hervorgezogen werden.
Michael Haarhaus, Geschäftsführer der privaten Forstverwaltung Wiegersen, zeigte sich mit dem Ablauf der Übung sehr zufrieden. Im Gegensatz zum Staatsforst, wo es festgelegte Rettungspunkte gibt, die eine Orientierung erleichtern, arbeitet die private Forstwirtschaft mit den Waldbrandkarten der Feuerwehren und kann über Koordinaten genaue Standorte übermitteln. Eine Handy-Ortung zum Auffinden von Personen im Wald wäre nicht hilfreich gewesen, weil es um den angepeilten nächsten Sendemast herum eine Ungenauigkeit von etwa zwei bis fünf Kilometern gibt, was eine gezielte Rettung unmöglich macht.

Autor:

Nicola Dultz-Klüver aus Buxtehude

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