Erwachsenenwindeln und Gartenabfälle: Britta Buchholz in Apensen ärgert sich über Müllsünder

Laminatreste, ein Farbeimer und eine verschmutzte Matratze: Dieser Müllhaufen liegt in der Nähe der Waldorfschule
6Bilder
  • Laminatreste, ein Farbeimer und eine verschmutzte Matratze: Dieser Müllhaufen liegt in der Nähe der Waldorfschule
  • hochgeladen von Nicola Dultz-Klüver
Panorama

Corona-Geschehen im Landkreis Harburg
Zwei weitere Tote im Seniorenheim

(os). Der Landkreis Harburg meldete am Montag, 19. Oktober, zwei weitere Corona-Tote. Sie waren Bewohner des Seniorenheims "Haus an den Moorlanden" in Neu Wulmstorf, in dem sich Ende September zahlreiche Bewohner und Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert hatten (das WOCHENBLATT berichtete). Damit wurden im Zusammenhang mit dem COVID-19-Ausbruch in dem Seniorenheim bislang zehn Todesfälle gemeldet. Insgesamt wurden dem Landkreis Harburg am Montag exakt 1.000 bestätigte Corona-Fälle...

Britta Buchholz aus Apensen hat die Faxen dicke: Sie ist es leid, den Müll ihrer Mitbürger von landwirtschaftlich genutzten Wegen und Straßen wegzuräumen. Von Gartenabfällen über Erwachsenenwindeln bis zur schweren Schrankwand ist alles dabei, was Menschen so wegschmeißen. Wie so viele andere Mitbürger einfach an den Abfallhaufen vorbeigehen kann die Laborangestellte und zweifache Mutter nicht. Denn die Straßen und Wege gehören dem Realverband, dessen Mitglieder zuständig sind, sie in Ordnung zu halten. Britta Buchholz ist die Ehefrau des ersten Vorsitzenden, Frank Buchholz. "Regelmäßig die Hecken schneiden und auch mal eine Plastiktüte aufsammeln machen wir ja gerne", sagt Britta Buchholz. "Aber es bringt keinen Spaß, ganze Müllberge zu entsorgen und in fremdem Abfall wühlen zu müssen." Oft rufen Spaziergänger bei der Gemeinde Apensen an, wenn sie Unrat entdecken. Die Gemeinde gibt die Info an den Realverband weiter. Und weil Landwirt Frank Buchholz oft bis in den späten Abend im Stall ist, um seine Milchkühe zu versorgen, macht sich seine Ehefrau am Feierabend auf den Weg. Oft wird sie dabei von ihrer Nachbarin Nicole Pfeiffer begleitet, die ihr beim Sortieren und Transportieren der zum Teil schweren Teile hilft.
"Wer kommt bloß auf solche Ideen, seinen Abfall in der vermeintlichen Natur auf fremden Grundstücken zu entsorgen", fragt sich Britta Buchholz, während sie den neuen Müllberg an der früheren Kreisstraße K49 in der Nähe der Waldorfschule inspiziert: Laminat, ein Farbeimer, jede Menge Holz und eine schmutzige Matratze türmen sich auf dem Haufen. "Da laden die Leute ihren Müll auf einen Hänger, und anstatt damit gleich zur Deponie zu fahren, schmeißen sie den Kram in die Natur, wo wir ihn dann wieder einsammeln müssen", wundert sich auch Nicole Pfeiffer über ihre rücksichtslosen Mitmenschen. "Jeder solle sich darüber klar sein: Was er achtlos weg wirft, müssen andere wegräumen. "
Die beiden Frauen haben keinen Hänger, sondern transportieren den Müll mit ihren eigenen Pkws zur Deponie in Ketzendorf. "Ich kann mir wirklich eine schönere Feierabendbeschäftigung vorstellen", ist Britta Buchholz genervt.

Autor:

Nicola Dultz-Klüver aus Buxtehude

Panorama
Auch in Straßennähe sind Wölfe unterwegs - oft mit fatalen Folgen

Weil verbindliche Regelungen fehlen
Angefahrener Wolf wurde erst nach Stunden erlöst

ce. Landkreis. "Es müssen endlich klare Anweisungen her, wie mit Wölfen - vor allem, wenn sie verwundet sind - umzugehen ist! Sonst bleibt das Tierwohl auf der Strecke." Das fordert Horst Günter Jagau, Vorsitzender der Jägerschaft Landkreis Harburg (JLH), nach dem jüngsten Vorfall mit einem Wolf in der Region. Am Wochenende war Autofahrern an der Landstraße zwischen Toppenstedt und Garlstorf (Landkreis Harburg) ein Tier aufgefallen, das sich apathisch, weil offensichtlich schwer verletzt, am...

Service

Infektions-Zahlen in einer Woche verdoppelt
Landkreis Stade: Der höchste Wert an aktuell Corona-Infizierten seit einem halben Jahr

jd. Stade. Der Landkreis Stade meldet am Dienstagmorgen 30 aktuell mit dem Coronavirus infizierte Personen. Das ist eine Verdoppelung im Vergleich zur Vorwoche und der höchste Wert seit einem halben Jahr. So viel Fälle gab es zuletzt am 15. April, also mitten in der ersten Corona-Welle. Damit ist aber noch längst nicht der Höchststand seit Beginn der Pandemie erreicht: Der war am 28. März mit damals 76 aktuellen Fällen. Entsprechend hat sich auch die 7-Tage-Inzidenz für den Landkreis Stade...

Panorama

Corona-Geschehen im Landkreis Harburg
Zwei weitere Tote im Seniorenheim

(os). Der Landkreis Harburg meldete am Montag, 19. Oktober, zwei weitere Corona-Tote. Sie waren Bewohner des Seniorenheims "Haus an den Moorlanden" in Neu Wulmstorf, in dem sich Ende September zahlreiche Bewohner und Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert hatten (das WOCHENBLATT berichtete). Damit wurden im Zusammenhang mit dem COVID-19-Ausbruch in dem Seniorenheim bislang zehn Todesfälle gemeldet. Insgesamt wurden dem Landkreis Harburg am Montag exakt 1.000 bestätigte Corona-Fälle...

Panorama
Einer krebskranken Frau aus Winsen wurde mit dem Trip an die Elbe ein Herzenswunsch erfüllt 
Fotos: Malteser
2 Bilder

Herzenswunsch-Krankenwagen der Malteser Buxtehude
Als letzter Wunsch noch einmal an die Elbe

tk. Buxtehude. Das neue Fahrzeug der Malteser aus Buxtehude sieht wie ein ganz normaler Rettungswagen aus - Blaulicht inklusive. Es ist aber sehr viel mehr: nämlich ein Herzenswunsch-Krankenwagen. Die Malteser in der Estestadt beteiligen sich damit künftig an einem bundesweiten Projekt der Ehrenamtlichen: Sie erfüllen letzte Wünsche von Menschen, die sehr bald sterben werden. Seit dreieinhalb Jahren erfüllen die Malteser in Niedersachsen die Wünsche von Todkranken. Ein Sterbenskranker wollte...

Wirtschaft
Freude bei der Fahrzeugübergabe (v.li.): Olaf Langer (Kuhn+Witte), Ole Bernatzki (Inhaber AHD), Oliver Bohn (Geschäftsführer Kuhn+Witte) und Lescek Malski (AHD)

Ein Unternehmen steht unter Strom
Der Ambulante Hauspflege Dienst (AHD) erweitert seine E-Auto-Flotte

"Ein tolles Fahrzeug. Der VW ID.3 fährt sich ausgezeichnet. Es war eine gute Entscheidung, diese beiden E-Fahrzeuge zu unserer Fahrzeugflotte hinzuzufügen", sagte Ole Bernatzki, Inhaber des Jesteburger Hauspflege Dienstes (AHD). Oliver Bohn (Geschäftsführer des Autohauses Kuhn+Witte) und Verkaufsberater Olaf Lange übergaben die beiden neuen E-Fahrzeuge am AHD-Firmensitz in Jesteburg. Der AHD verfügt bereits über vier VW E-Golf, die problemlos den Alltag im Pflegedienst absolvieren. "Unsere...

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen