Der 25. November ist der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen
Für die Rechte von Frauen

Auch dieses Jahr hängt Elke Breucker-Fehring die Fahne am 25. November wieder hoch
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sla. Apensen. Im Landkreis Stade gibt es in den Gemeinden von Apensen bis Nordkehdingen insgesamt zwölf Gleichstellungsbeauftragte, die sich für die Gleichberechtigung von Frauen sowie gegen Gewalt an Frauen einsetzen. Sie bekommen allerdings je nach Gemeinde unterschiedliche Entlohnung für dieses Ehrenamt, weiß Elke Breucker-Fehring, die seit zehn Jahren Gleichstellungsbeauftragte in der Samtgemeinde Apensen ist. Als sie letztes Jahr einen Bericht über ihre Arbeit ablieferte, erhielt sie schließlich die von ihr geforderte Erhöhung und bekommt seitdem 250 Euro Aufwandsentschädigung. Andere Gleichstellungsbeauftragte erhalten höhere Beträge, sagt sie. Die Gemeinde Jork etwa, die lange vergeblich nach einer Gleichstellungsbeauftragten gesucht habe. Erst als die Gemeinde die Bezahlung auf 450 Euro anhob, kamen auch etliche Bewerbungen.
Bereits in jungen Jahren hat sich Elke Breucker-Fehring über die ungleiche Entlohnung von Männern und Frauen geärgert. Damals war sie Bauzeichnerin bei einem Architekten - und wurde schlechter bezahlt als ihr Kollege. Die Begründung ihres Chefs: Der Mann müsse schließlich das Einkommen der Familie sichern. Elke Breucker-Fehring war damals alleinerziehende Mutter mit zwei Kindern und musste ebenfalls den Lebensunterhalt alleine bestreiten. Nach ihrem Berufsleben wollte die heute 69-Jährige sich gegen Ungerechtigkeiten und Gewalt gegenüber Frauen einsetzen - und bewarb sich daher als Gleichstellungsbeauftragte in Apensen.
Im Apensener Rathaus haben mittlerweile eindeutig Frauen die Mehrheit: Mit der Samtgemeinde-Bürgermeisterin Petra Beckmann-Frelock gibt es 16 Frauen und lediglich zwei Männer.
Gewalt gegen Frauen gebe es in Apensen zum Glück nur selten. Doch was sie stört, sei der Umgangston bei den Samtgemeinderatssitzungen in Apensen, an denen sie regelmäßig teilnimmt. "Wie dort mit unserer Samtgemeinde-Bürgermeisterin umgegangen wird, das geht gar nicht", sagt die Gleichstellungsbeauftragte.
Im Hinblick auf Corona bemängelt Breucker-Fehring außerdem die ungleiche Verteilung zwischen Mann und Frau bei der Kinderbetreuung und den Haushaltsarbeiten, die meistens an den Frauen hängen bleiben, weiß sie aus dem näheren Umfeld. "Kinderbetreuung und Homeoffice ist eine Doppelbelastung und häufig sind vor allem Frauen dadurch benachteiligt."
Beim Kreis der Alleinstehenden, den Elke Breucker-Fehring ebenfalls seit vielen Jahren an jedem ersten Mittwoch im Monat veranstaltet, gibt es übrigens ebenfalls einen Frauenüberschuss mit 42 Frauen und drei Männern. Aufgrund von Corona muss sie jetzt alle Treffen bis einschließlich 31. Januar absagen. Um dennoch für ein bisschen weihnachtliches Gefühl zu sorgen, lädt sie zu einem kleinen Umtrunk mit Glühwein am 18. Dezember um 17 Uhr auf ihre Terrasse in Ottensen ein.
• Elke Breucker-Fehring bietet jeden Dienstag von 9 bis 12 Uhr und Donnerstag von 14 bis 17 Uhr eine Sprechstunde für Frauen, die Rat benötigen.
Der 25. November ist der „Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen“. Er markiert den Beginn der sogenannten "Orange Days", die bis 10. Dezember jedes Jahr weltweit ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen setzen. Die Farbe Orange wird dabei als Kennfarbe verwendet. Auch im Landkreis Stade wird mit unterschiedlichen Aktionen ein Zeichen gesetzt.

Auch dieses Jahr hängt Elke Breucker-Fehring die Fahne am 25. November wieder hoch
Die Apensener Gleichstellungsbeauftragte Elke Breucker-Fehring an ihrem Schreibtisch 
im Rathaus in Apensen
Autor:

Susanne Laudien aus Buxtehude

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