Apensen: Ein Kandidat stellt sich vor

Tauscht Jan Gold bald sein Bürgermeisterzimmer im Beekhoff gegen ein Samtgemeinde-Bürgermeisterzimmer im Apenser Rathaus? Das werden die Wähler am 26. Mai entscheiden
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  • hochgeladen von Alexandra Bisping


Jan Gold, Bewerber um das Apenser Samtgemeinde-Bürgermeisteramt, im Interview

ab. Apensen. Vor einigen Wochen gab Jan Gold (CDU) seine Kandidatur zur Samtgemeinde-Bürgermeisterwahl in Apensen am 26. Mai bekannt. Viele Bürgerinnen und Bürger kennen den Beckdorfer Bürgermeister bereits durch seine politische Arbeit als Ratsherr. Das WOCHENBLATT hat ihm noch einmal auf "den Zahn gefühlt".

WOCHENBLATT: Wann sind Sie in die Politik eingestiegen?
Jan Gold: Politik hat mich immer interessiert und ich habe schon lange nach einer ehrenamtlichen Tätigkeit gesucht. Da ich CDU-Stammwähler bin, trat ich im Januar 2015 in die CDU ein. Als Belohnung für intensive Parteiarbeit hat man mir zur Kommunalwahl im September 2016 vordere Listenplätze zugebilligt. So wurde ich in den Rat der Samtgemeinde und in den Beckdorfer Rat gewählt.

WOCHENBLATT: Was hat Sie dazu bewogen, für den Posten des Samtgemeinde-Bürgermeisters zu kandidieren?
Gold: Ich habe mich schnell in die Bürgermeister-Aufgaben in Beckdorf eingearbeitet, bin erfolgreich und habe Spaß an der neuen Herausforderung. Dabei kommen mir meine langjährigen Erfahrungen in und mit Verwaltungen verschiedener Hamburger Justizvollzugsanstalten und der Aufsichtsbehörde zugute. Den umfassenderen Aufgaben des Samtgemeinde-Bürgermeisters sehe ich optimistisch entgegen.

WOCHENBLATT: Wie beurteilen Sie die politische Entwicklung in der Samtgemeinde?
Gold: Sehr positiv: Wir haben eine gut funktionierende, engagierte und erfolgreiche Verwaltung, die vertrauensvoll mit uns Mandatsträgern zusammenarbeitet. Vorhaben wie die Entwicklung von Neubaugebieten, An- und Neubauten an den Grundschulen in Apensen und Wiegersen, die Kita-Erweiterung in Beckdorf und der Radwegbau zwischen Nindorf und Goldbeck wurden auf den Weg gebracht.

WOCHENBLATT: Was würden Sie als Samtgemeinde-Bürgermeister bewegen, was sind Ihre Ziele?
Gold: Für die Bediensteten im Apensener Rathaus möchte ich ein guter Vorgesetzter sein und mit den Bürgern unserer Samtgemeinde sowie den Mandatsträgern in allen vier Räten vertrauensvoll und transparent zusammenarbeiten. Außerdem würde ich verschiedene Projekte angehen: In Nindorf sind das Dorfgemeinschaftshaus und der angeschlossene Raum der Ortsfeuerwehr in schlechtem baulichen Zustand. Die Garage ist zu klein, es fehlen Umkleideräume für die weiblichen und männlichen Feuerwehrleute. Das Projekt wird in Kürze in Angriff genommen werden.

WOCHENBLATT: Was war für Sie das Erschreckendste an der momentanen Situation (gemeint ist die Headhunter-Kandidatensuche und die Folgen)?
Gold: Wir stehen in der berechtigten Kritik unserer Aufsichtsbehörde, der Kommunalaufsicht beim Landkreis Stade. Die Einsicht dazu ist noch nicht bei allen Mitgliedern des Samtgemeinderates vorhanden. 

WOCHENBLATT: Sie haben den CDU-Fraktionsvorsitzenden Rolf Suhr öffentlich zum Rücktritt aufgefordert. Wie sehen Sie Ihre weitere Zusammenarbeit?
Gold: Er und ich sind professionell genug, unsere Auseinandersetzungen nicht in alle Ewigkeiten fortzutragen. Es geht uns beiden um die Sache. Wir müssen keine Freunde werden.

WOCHENBLATT: Die Nottulner Bürgermeisterin Manuela Mahnke hat ebenfalls ihre Kandidatur als Samtgemeinde-Bürgermeisterin in Apensen bekannt gegeben. 
Gold: Ich habe Manuela Mahnke noch nicht persönlich kennengelernt. Im Internet steht viel Kritisches über ihr Wirken: Sie ist seit 2015 Bürgermeisterin und dürfte Medienberichten zufolge auf ganzer Linie versagt haben. In einem Kommentar der "Westfälischen Nachrichten" wird sie als „Bürgermeisterin ohne Fortune“ bezeichnet. Es ist zu befürchten, dass sie in ähnlich negativer Art und Weise bei uns agieren würde, so sie die Wahl zur Samtgemeinde-Bürgermeisterin gewinnen sollte.

Jan Gold beruflich und privat
Tomáš Jan Gold wurde 1964 in Leipzig geboren. Nach seinem Abitur ließ man ihn aufgrund seiner Haltung nicht studieren. Er absolvierte eine Lehre zum Handelsfachpacker, arbeitete in dem Beruf und später als Hilfspfleger. Nach zwei Jahren Wartezeit und zwei Monate vor dem Mauerfall wurde seinem Ausreiseantrag im September 1989 stattgegeben. In Vechta studierte Jan Gold Soziale Arbeit. Nach seinem Diplom folgte sein Berufsanerkennungsjahr in der JVA Vechta. 1993 wurde Gold im Hamburgischen Justizvollzug eingestellt und ein Jahr später verbeamtet. Tätig war er in mehreren Haftanstalten und ist seit November 2005 in der Untersuchungshaftanstalt Hamburg Vollzugsabteilungsleiter.
Mit seiner Frau Catrin - sie ist Diplom-Bibliothekarin und Fachübersetzerin für Französisch - und seinen drei Kindern zog Gold 1998 von Buxtehude nach Goldbeck. Seine Kinder Alexander und Clara sind inzwischen erwachsen. Sein Sohn Maximilian starb im Dezember 2011 im Alter von 23 Jahren eines natürlichen Todes.

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