Sauensiek wehrt sich gegen geplanten Windkraftanlage

Rolf Suhr auf dem Aussichtsturm am Litberg - mit der guten Sicht könnte es bald vorbei sein: Die geplanten Windräder würden etwa auf Höhe der gelben Rapsfelder stehen und doppelt so hoch sein, wie die Windanlagen rechts im Bild
2Bilder
  • Rolf Suhr auf dem Aussichtsturm am Litberg - mit der guten Sicht könnte es bald vorbei sein: Die geplanten Windräder würden etwa auf Höhe der gelben Rapsfelder stehen und doppelt so hoch sein, wie die Windanlagen rechts im Bild
  • hochgeladen von Nicola Dultz-Klüver

Ein herrliches Sauensieker Ausflugsziel ist in Gefahr: Der Landkreis Harburg plant, bei Regesbostel direkt an der Kreisgrenze einen Windpark zu errichten. Etwa zehn rund 200 Meter hohe Windkrafträder sollen dann von Regesbostel in Richtung Goldbeck bis zum Goldbecker Weg aufgestellt werden. Das Kuriose an dem Plan: In direkter Nachbarschaft zum geplanten Windpark befindet sich in Sauensiek der Litberg, mit 65 Metern über dem Meeresspiegel die höchste Erhebung im Landkreis Stade. Aufgrund der traumhaften Sicht in alle Himmelsrichtungen wurde dort vor sechs Jahren mit EU-Fördermitteln ein Aussichtsturm, der sogenannte Gaußturm, errichtet. Bei guter Sicht können die Besucher von dort bis nach Hamburg blicken. Das wäre mit dem Bau der Windanlage vorbei. "Wir brauchen keinen Aussichtsturm, um auf Windräder zu schauen", sagt Sabine Benden, Vize-Verwaltungschefin der Samtgemeinde Apensen. Und auch Rolf Suhr, Bürgermeister von Sauensiek, spricht sich vehement gegen die Errichtung der Windkraftanlage aus. "Wir erwarten, dass uns die Samtgemeinde Apensen und auch der Landkreis Stade unterstützen", sagt er. Der Windpark sei zudem aufgrund des Schattenwurfs der Windräder, der roten Blinklichter und des Geräuschspegels eine massive Beeinträchtigung für Mensch und Tier. "Das Gebiet hier ist ein beliebtes und sehr gut besuchtes Naherholungsgebiet", so Rolf Suhr. Darüber hinaus hat der Litberg historische Bedeutung: In den Jahren 1822 bis 1825 führte der Physiker Carl Friedrich Gauß aufgrund der erwähnten guten Sicht nach Hamburg-Altona, Elmshorn und zum Wilseder Berg von dort aus seine Vermessungsarbeiten durch.
Anfang Mai soll der erste Entwurf des regionalen Raumordnungsprogramms für den Landkreis Harburg ins Verfahren gehen. Dann werden die Sauensiker offiziell Stellungnahmen abgeben. "Aber wir weisen schon jetzt darauf hin, dass wir durch die Windparkanlage massiv betroffen sind", so Rolf Suhr.

Rolf Suhr auf dem Aussichtsturm am Litberg - mit der guten Sicht könnte es bald vorbei sein: Die geplanten Windräder würden etwa auf Höhe der gelben Rapsfelder stehen und doppelt so hoch sein, wie die Windanlagen rechts im Bild
Ein beliebtes Ausflugsziel: Der Gaußturm am Litberg wurde vor sechs Jahren mit EU-Fördermitteln gebaut
Autor:

Nicola Dultz-Klüver aus Buxtehude

Blaulicht
Auf einem Feldrand in Seevetal-Glüsingen wurden mehrere vergrabene Schafskadaver entdeckt
3 Bilder

Lebenshof am Mühlenbach
Schafskadaver auf Feld entdeckt

as. Glüsingen/Winsen. Auf einem Feld in Glüsingen (Gemeinde Seevetal) hat das Veterinäramt des Landkreises Harburg am Montag mehrere vergrabene Schafkadaver entdeckt. Das Grundstück gehört zum Lebenshof am Mühlenbach. Das Veterinäramt hatte zuvor einen Hinweis vom Tierschutzverein Hamburg erhalten: Tierschützer hätten auf dem Lebenshof-Gelände unter aufgeschütteten Hügeln Tierkadaver und Schädel gefunden.  Wie Landkreis-Sprecher Bernhard Frosdorfer mitteilt, hat man bei zwei der bisher sieben...

Panorama
Der Entwurf für das Hotel in Bassenfleth entstand in Anlehnung an die Altländer Baukultur - allerdings ohne Reetdach
3 Bilder

Gemeinde plant Feriendomizil am Deich - renommierte Hotelkette übernimmt den Betrieb
Neues Hotel in Bassenfleth

sla. Bassenfleth. Hollen-Twielenfleths Bürgermeister Timo Gerke enthüllt erstmals neue Pläne für die Urlaubsregion Bassenfleth, nachdem die Gerüchteküche im Ort bereits brodelt: Die Gemeinde plant den Bau eines Hotels und der Gemeinderat hat die Ausstellung eines Bebauungsplanes bereits einstimmig beschlossen. "Das einstige ObstArt-Hotel, das 2017 geschlossen wurde, hat mir gezeigt, dass der Bedarf für ein Hotel besteht", sagt Gerke. Seitdem war er auf der Suche nach einem geeigneten Platz und...

Panorama

"Magische" 35 rückt in weite Ferne
Landkreis Harburg: Inzidenzwert steigt wieder auf 66

(lm). Der Landkreis Harburg entfernt sich weiter von dem magischen Inzidenzwert von 35. Lag dieser gestern noch bei 58,9, ist er am heutigen Mittwoch, 24. Februar, auf 66,4 geklettert. Auch die Zahl der aktuell Infizierten geht wieder in die Höhe, 195 Fälle sind derzeit im Landkreis bekannt.  Die ersten Kommunen durchbrechen am heutigen Tag auch wieder die Inzidenz-Marke von 100. Hollenstedt (111) und Rosengarten (109,8) wechseln sich dabei an der Spitze wieder ab. Auch in Hanstedt steigt der...

Panorama
Landesbischof Ralf Meister (2.v.li.) übergibt 100 Osterkerzen an Superintendent Dirk Jäger, Pastorin Martina Wüstefeld (2. v. re.), Pastorin Christina Wolf (re.) und Finja Waack vor der Hittfelder Mauritiuskirche

Bischof verschenkt die Lichtbringer an Gemeinden
25.000 Osterkerzen als Hoffnungszeichen

(bim/nw). Landesbischof Ralf Meister hat am Dienstag 100 Osterkerzen nach Hittfeld gebracht. In den Wochen bis Ostern verschenkt der Landesbischof 25.000 Osterkerzen an rund 250 Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen in der Landeskirche Hannovers. „Manchmal braucht es außergewöhnliche Ideen, um Menschen zu ermutigen. Es ist toll, was die Gemeinden alles unternehmen, um trotz Corona die Menschen weiter zu erreichen. Die Kerzen sind eine Geste der Unterstützung von der Landeskirche“, sagte...

Service

Zahl der akut Infizierten fällt unter 100er-Marke
Corona im Landkreis Stade: Zehn Fälle pro Tag bedeuten eine Sieben-Tage-Inzidenz von 35

jd. Stade. Die Sieben-Tage-Inzidenz für den Landkreis Stade pendelt sich auf relativ niedrigem Niveau ein: Einige Tage lag der Inzidenzwert, bezogen auf die neuen Fälle innerhalb der vergangen sieben Tage (umgerechnet auf 100.000 Einwohner), über dem "Richtwert" von 35, jetzt ist er wieder unter diese Marke gefallen. Aktuell beträgt die Sieben-Tage-Inzidenz 24,9 (Stand 24.2.). Allerdings sind diese Schwankungen beim Inzidenzwert nicht ungewöhnlich. Bereits 20 zusätzliche Fälle in der Woche...

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen