Der SV Beckdorf ist nicht zu stoppen

Grippekrank ins "Rennen" - und trotzdem fünf Treffer: Vito Clemens
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Beckdorf sorgt für eine schöne Bescherung und die Herbstmeisterschaft

ig. Beckdorf. Der SV Beckdorf ist in der Oberliga nicht zu stoppen, strebt mit aller Macht den Wiederaufstieg in die Dritte Liga an. Im letzten Spiel des Jahres bezwang das Team von Trainer Daniel Untermann die HSG Schwanewede/Neuenkirchen mit 28:24, bleibt mit 24:0 verlustpunktfreier Herbstmeister und hat auch im Pokal am 9. Januar die Gelegenheit, nach den Sternen zu greifen. Mit einem Sieg in der dritten Runde des Landespokals wäre die Qualifikation für das Final Four perfekt.
Zur Partie: Der SV Beckdorf trat mit einigen Ausfällen zum letzten Spiel bei der HSG an. Und diese wollte es dem Ligaprimus so schwer wie möglich machen. Besonders HSG-Keeper Daniel Sommerfeld gelang es in der ersten Halbzeit, den Beckdorfern den Zahn zu ziehen. Mit teils artistischen Einlagen kratzte er jeden möglichen Ball aus den Ecken. „Nichts deutete darauf hin, dass der Tabellenführer nach der desolaten ersten Hälfte das Spiel drehen würde“, so SV-Pressesprecher Jörg Neumann.
Doch Trainer Daniel Untermann rüttelte seine Mannen in der Kabine wach, stellte eine für Außenstehende kuriose Aufstellung auf das Feld: mit den grippekranken Henning Scholz und Vito Clemens auf der linken Seite, Michael Schmidt auf der Mitte, Tobias Hesslein auf der rechten Rückraumposition, Juzups und Bowe auf ihren gewohnten Positionen. Die Taktik ging auf. Schmidt zog die Fäden, Hesslein und Clemens nutzten jede noch so kleine Lücke. Beim 23:23 war die Partie wieder in der Hand des SV. Als beim 28:24 der Schlusspfiff ertönte, kannte der Jubel keine Grenzen. Fans, Spieler und Trainer feierten das Ende eines grandiosen ersten Halbjahres. „Zunächst muss ich meinen Spielern ein großes Kompliment machen. Die Ausfälle im vergangenen halben Jahr hätten andere Teams völlig aus der Bahn geworfen. Wir haben uns nicht verunsichern lassen, sind mental gewachsen“, so Trainer Untermann.
Seinen Spielern gab Untermann bis Neujahr frei. Dann startet das Team mit einem Kurztrainingslager in die zweite Hälfte der Saison. Von einer Herbstmeisterschaft könne man sich nichts kaufen. „Deshalb heißt es dann im neuen Jahr weiter hart arbeiten, um das eigene Ziel zu erreichen“, so der Coach. Und das heißt: „Lass mal Meister werden.“

Autor:

Dirk Ludewig aus Stade

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