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Millionenschaden: Villa brennt komplett aus

Das reetgedeckte Dach der Villa brannte in voller Ausdehnung (Foto: Feuerwehr)

Mehr als 100 Einsatzkräfte waren in der Nacht zu Freitag in Holm-Seppensen im Einsatz.

mum. Holm-Seppensen. Ein spektakuläres Großfeuer hat in der Nacht von Donnerstag auf Freitag mehr als 100 Feuerwehrmänner in Atem gehalten. Im Hindenburgweg in Holm-Seppensen brannte eine Villa komplett aus. Laut ersten Schätzungen soll der Schaden mindestens eine Million Euro betragen.
Der Notruf ging um 0.40 Uhr bei der Feuerwehr ein. Wenige Minuten später waren die Einsatzkräfte aus Buchholz, Holm und Sprötze vor Ort. "Da stand das mit Reet gedeckte Dach des Hauses bereits in Flammen", so Feuerwehrsprecher Oliver Weiß. Zu diesem Zeitpunkt konnten die Retter eine Gefahr für die Bewohner ausschließen. "Die Familie hatte mit ihrem Hund das Haus eigenständig verlassen." Auch die Fahrzeuge sowie einige Wertgegenstände konnten in Sicherheit gebracht werden. Aufgrund der Größe des Grundstücks bestand zudem keine Gefahr für benachbarte Häuser.
Sofort nach Eintreffen der Kameraden wurden erste Löschmaßnahmen von innen und außen durchgeführt. Da der Brand sich schnell ausbreitete, musste der Innenangriff zum Schutz der Einsatzkräfte wieder beendet werden. Zeitgleich wurde die Ortsfeuerwehr Trelde nachalarmiert. "Die Löschmaßnahmen konnten nun primär nur noch von außen erfolgen", so Weiß. Im Verlauf des Einsatzes zogen die Retter das Reet vom Dach, um den Dachstuhl löschen zu können. Die Feuerwehren Schierhorn und Handeloh sowie der Gerätewagen "Atemschutz" wurden im Verlauf des Einsatzes ebenfalls hinzugezogen, um den hohen Bedarf an Atemschutzgeräten zu decken.
Trotz der schnell eingeleiteten Maßnahmen war die Feuerwehr nicht in der Lage, die rasche Ausbreitung des Brandes zu verhindern. "Gerade Reetdächer sind kaum zu löschen", so Weiß. Zudem habe die anhaltende Trockenheit den Brand begünstigt. Warum das Feuer ausgebrochen ist, steht noch nicht fest. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.
Erst am frühen Morgen waren die Löscharbeiten abgeschlossen. Einige Kameraden waren zu diesem Zeitpunkt bereits mehr als sieben Stunden im Einsatz. Für die Ortswehr Holm war der Einsatz auch am Freitag nicht abgeschlossen. Sie übernahmen die Brandwache.