Rücksicht mit Rückblick
Der "Holländische Griff" rettet Leben: Präventionsaktion von Polizei und Verein Buchholz fährt Rad

Machen auf den "Holländischen Griff" aufmerksam: Dirk Poppinga (li.) und Peter Eckhoff
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sv. Buchholz. In den letzten Jahren hat der Trend, in urbanen Gegenden mit dem Fahrrad zu fahren, merklich zugenommen. Mehr Radfahrer auf den Straßen bedeuten aber auch ein höheres Unfallrisiko. Der Verkehrsraum werde für Fahrradfahrer zwar weiterentwickelt, doch die Sicherheit der Radler sei damit nicht immer gewährleistet, betonen Peter Eckhoff, Vorsitzender des Vereins Buchholz fährt Rad, und Dirk Poppinga, Verkehrssicherheitsberater der Polizeiinspektion Harburg. Um das zu ändern und gerade die Gefahren durch achtlos geöffnete Autotüren für Radfahrer zu minimieren, machen sie jetzt im Namen der Initiative "Buchholz nimmt Rücksicht" gemeinsam auf den sogenannten "Holländischen Griff" aufmerksam.
Bei dieser Technik, auch "Dutch Reach" genannt, öffnet der Autofahrer die Fahrertür mit der rechten Hand. Dafür muss er den Oberkörper zur Seite drehen, wodurch sein Blick automatisch nach hinten geht und er herannahende Radfahrer früh sieht. Der "Holländische Griff" funktioniere auch auf dem Beifahrersitz mit der linken Hand, wenn das Auto in einer Bucht geparkt wird und der Radweg an der rechten Seite vorbeiführt, erklären Eckhoff und Poppinga. Auf diese Weise ließen sich sogenannte "Dooring"-Unfälle mit sich schnell öffnenden Autotüren verhindern, die oft zu schweren Verletzungen führen.
Peter Eckhoff und Dirk Poppinga haben sich für ihre Präventionsarbeit von einer Initiative in Berlin inspirieren lassen. Dort unterstützt die Unfallkasse Berlin die Aktion "Rücksicht mit Rückblick", die bereits seit 2012 über den "Holländischen Griff" aufklärt. Vor allem für die ältere Generation von Autofahrern sei die spezielle Technik ein probates Mittel, um Unfälle zu vermeiden, erklärt Poppinga. Der Schulterblick falle den meisten Menschen mit zunehmendem Alter schwer, sodass sich viele Senioren lieber mit einem kurzen Blick in den Seitenspiegel begnügten.
In Fahrschulen werde der "Holländische Griff" vereinzelt gelehrt, erklärt Christian Grau, Inhaber der Fahrschule Fahrwerk in Buchholz. Bei ihm lernten Fahrschüler das bewusste Aussteigen mit Oberkörperdrehen und zusätzlichem Schulterblick.
Damit die Bewegung schnell zur Routine wird, hat der Verein Buchholz fährt Rad kleine Aufkleber gedruckt, die Autofahrer innen am Fenster anbringen können, sodass sie beim Aussteigen immer an die potenzielle Gefahr des Zusammenstoßes mit Passanten erinnert werden. Erhältlich sind diese Aufkleber sowie informative Postkarten mit einer Zusammenfassung der Initiative im Bürgerservice im Rathaus der Stadt Buchholz (Rathausplatz 1), auf allen Veranstaltungen und Aktionen des Vereins oder auf Anfrage per E-Mail an info@buchholz-faehrt-rad.de.

Machen auf den "Holländischen Griff" aufmerksam: Dirk Poppinga (li.) und Peter Eckhoff
Diese Aufkleber sollen an Autofahrer verteilt werden
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WOCHENBLATT Praktikant aus Buchholz

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