Zum Glück lief dort niemand
Riesiger Ast von Eiche stürzt in Rathauspark in Buchholz

Dieser mächtige Ast brach von einer mehrstämmigen Eiche ab
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  • Dieser mächtige Ast brach von einer mehrstämmigen Eiche ab
  • Foto: Forstunternehmen Sander
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os. Buchholz. Durch die Geräusche der Kettensäge angelockt, kamen am Sonntag zahlreiche Buchholzer in den Rathauspark. Dort war am Vormittag ein riesiger Ast mit einem Durchmesser von rund einem Meter von einer Eiche abgebrochen und zu Boden gestürzt. Zum Glück befand sich zu dem Zeitpunkt niemand in der Nähe des Baumes.
Nach Angaben der Feuerwehr hatte kurz zuvor die Hündin eines Passanten in der Nähe des mächtigen Baumes gespielt, als der Hundebesitzer ein Knacken wahrnahm. Der Mann brachte sich und das Tier in Sicherheit, kurze Zeit später krachte der Ast herunter. Die Freiwillige Feuerwehr Buchholz wurde gegen 10.30 Uhr alarmiert. Sie sicherte die unmittelbare Umgebung und informierte den Baubetriebshof. Das hinzugerufene Grünamt der Stadt beauftragte sofort ein Spezialunternehmen aus Sahrendorf, das die Eiche bis weit in den Nachmittag hinein zurückschnitt. Zudem wurden zwei benachbarte Bäume wegen der geänderten Windlasten beschnitten. Die weiteren Aufräum-#+arbeiten im Rathauspark zogen sich noch den ganzen Montag hin.
"Es hat geknallt, als wenn eine Bombe eingeschlagen wäre", berichtet Erdal Aslan. Der Gastronom, der das Restaurant "Duo Ccino" im Rathauspark betreibt, wurde aus rund 100 Metern Entfernung quasi "Ohrenzeuge" des Vorfalls. Er sei froh, dass am Sonntag an der Stelle, an der der Ast zu Boden krachte, nicht wie sonst Kinder spielten, erklärt Aslan.
Die Ursache für den Vorfall ist noch nicht geklärt. "Der plötzliche Abbruch des Stammes hat uns überrascht", erklärt Dirk Funck, Baumsachverständiger des städtischen Grünamts. Man werde die Ursache genau prüfen und gegebenenfalls weitere Maßnahmen ergreifen.
Erst vor einigen Wochen habe man sich die Bäume im Rathauspark angesehen und die notwendigen Pflegemaßnahmen besprochen, versichert Funck. An der betroffenen Eiche seien vor rund drei Jahren zwei große Äste aus statischen Gründen durch Seile gesichert worden. Das sei ein übliches Verfahren, um Bäume zu schützen.
Dem Rathauspark, der derzeit sowieso schon ein trauriges und schmutziges Bild abgibt (das WOCHENBLATT berichtete), drohen die großen, prägenden Bäume abhanden zu kommen. Erst im Mai musste eine mächtige Hängeweide am Rathauspark-See gefällt werden, nachdem der Stamm innerlich verfault war und sich ein großer Spalt gebildet hatte.

Autor:

Oliver Sander aus Buchholz

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