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Oberverwaltungsgericht Lüneburg kippt 2G-Regel auf Sportplätzen

Nach Beschwerde über späte Alarmierung
Was passiert, wenn eine Person verschwindet?

Polizeisprecher Jan Krüger
  • Polizeisprecher Jan Krüger
  • Foto: Polizei
  • hochgeladen von Oliver Sander
Panorama
Viele Pflegekräfte arbeiten am Rande ihrer Kräfte. Ab Mitte März gilt eine Impfpflicht - zunächst in Gesundheits- und Pflegeberufen

Dramatischeren Pflegenotstand suggerieren
Fake-Annoncen gegen die Impfpflicht

(bim). Bundesweit werden aktuell Anzeigenblätter mit Stellengesuchen von Pflegekräften überschüttet, die ungeimpft sind und ab Mitte März - dann soll die Impfpflicht für Gesundheits- und Pflegepersonal gelten - angeblich nach neuen "Wirkungskreisen" und "Herausforderungen" suchen. So auch das WOCHENBLATT. Allerdings handelt es sich dabei offenbar um eine Kampagne von Impfgegnern. "Keine seriöse Krankenschwester würde eine solche Stellenanzeige schalten", erklärte eine medizinische Fachkraft dem...

Blaulicht

Hinterhältige Attacke in Buxtehude
Brutalo-Gang schlägt jungen Mann zusammen

tk. Buxtehude Eine Brutalo-Gang hat am Montagabend in Buxtehude einen jungen Mann (22) zusammengeschlagen und schwer verletzt.  Er war ging gegen 22 Uhr zu Fuß auf dem Ottensener Weg entlang. Mehrere Unbekannte versperrten ihm den Weg. Es handelt sich vermutlich um fünf bis sechs jüngere Leute. Die Gruppe ließ ihn dann doch weitergehen, doch nach wenigen Metern fielen die Schläger von hinten über ihn her. Der 22-Jährige wurde zu Boden gebracht. Die Täter traten und prügelten auf ihn ein. Dabei...

Service

2.000 akut Infizierte am 25. Januar
Landkreis Stade meldet einen weiteren Corona-Toten

jd. Stade. Es ist wieder Dienstag – und der Inzidenzwert im Landkreis Stade steigt wieder. Nachdem am Wochenende keine Fälle gemeldet wurden, treibt die Nachmeldung wie immer dienstags die Sieben-Tage-Inzidenz in die Höhe. Aber am heutigen Dienstag, 25. Januar schlagen die Zahlen voll ins Kontor: Die Inzidenz im Landkreis Stade hat erstmals die 700er-Marke überschritten und liegt jetzt bei 725 am gestrigen Montag waren es noch 514. Eine glatte Zahl gibt es bei den aktuell Infizierten: Am...

Blaulicht
Auch über die Drehleiter löschte die Feuerwehr die brennende Wohnung
2 Bilder

Zwei Katzen sterben bei Wohnungsbrand in Winsen

thl. Winsen. Aus noch ungeklärter Ursache kam es am Montagvormittag gegen 11.15 Uhr zu einem Wohnungsbrand im zweiten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses in der Straße Garthof in Winsen. Ölheizung fängt während Wartungsarbeiten Feuer Als mehrere Feuerwehren der Stadt Winsen anrückten, stand die Wohnung mit dem ausgebauten Dachgeschoss in Vollbrand. Die Bewohner hatten sich unverletzt ins Freie gerettet. Zwei Katzen wurden von der Feuerwehr aus der Wohnung geholt. Für die Tiere kam aber leider...

Panorama
3 Bilder

Corona-Zahlen im Landkreis Harburg am 24. Januar
Nur noch vier Kommunen mit einer Inzidenz unter 1.000

(lm). Der Landkreis Harburg vermeldet für den heutigen Montag, 24. Januar, 474 neue Corona-Fälle. 3.379 Fälle wurden in den vergangenen sieben Tagen registriert (+315 im Vergleich zum Vortag). Die Inzidenz im Landkreis Harburg ist am heutigen Montag von 1.196,8 auf 1.319,8 gestiegen.  In nur noch vier Kommunen liegt die Sieben-Tage-Inzidenz aktuell unter 1.000. Das sind Hanstedt, Hollenstedt, Rosengarten und Salzhausen. Die landesweite Hospitalisierungsinzidenz ist von 6,5 auf 6,6 gestiegen. In...

Wirtschaft
Beim umstrittenen Thema Surfpark hielten sich die Stimmen von Befürwortern und Gegnern die Waage

Online-Voting im WOCHENBLATT
Leser-Umfrage zum Surfpark Stade: Fast ein Patt

jd. Stade. Dieses Bauprojekt bietet offenbar reichlich Diskussionsstoff: Beim geplanten Surfpark in Stade gehen die Meinungen auseinander. Das WOCHENBLATT wollte ein Stimmungsbild bei den Leserinnen und Lesern einfangen und richtete daher ein Online-Voting aus. Das brachte folgendes Ergebnis: 49 Prozent sprechen sich für einen Surfpark aus, 46 Prozent positionieren sich ganz klar dagegen. Der Aussage, dass der Surfpark nur gebaut werden soll, wenn bestimmte ökologische Kriterien eingehalten...

Politik
Die Tücken des Internet bremsten die Politiker aus: Offenbar war die Bandbreite zu gering für eine Videokonferenz

Schlechtes Internet: Sitzung abgebrochen
Bandbreiten-Debakel beim Stader Kreistag: Leitung zu lahm für Videoschalte

jd. Stade/Himmelpforten. Was für ein Debakel: Die erste "Hybridsitzung" des Stader Kreistages ging am Montag gründlich daneben. 20 der 65 Kreistagsabgeordneten hatten sich in der Eulsete-Halle in Himmelpforten versammelt. Die übrigen sollten online zugeschaltet werden. Doch die Internetleitung war zu lahm. Das Bild ruckelte, der Ton war nicht zu verstehen. Eine Stunde lang versuchten Techniker fieberhaft, den Draht nach draußen zu den vor ihren Monitoren sitzenden Kreistags-Politiker wieder auf...

Sport
Wenke (9) hat das Hobby-Horsing für sich entdeckt
2 Bilder

Beim Todtglüsinger Sportverein
Hobby Horsing - die neue Trendsportart

bim. Tostedt. In vielen Kinderzimmern war früher ein Schaukel- oder Steckenpferd zuhause. Letzteres erlebt jetzt eine Renaissance - als Trendsportart Hobby Horsing. Ganz ohne unwillige Pferde über halsbrecherische Hindernisse zu jagen, gehen bei dieser Sportart die "Reiter" selbst in den Parcours und übernehmen auf dem Pferd am Stock die Bewegungsabläufe in Springreiten oder Dressur. Beim Todtglüsinger Sportverein (TSV, Landkreis Harburg) wird jetzt auf Initiative der neunjährigen Wenke Thies...

Panorama

Tiere aus dem Ausland
Veterinäramt Stade warnt vor Tollwut-Einschleppung

sv/nw. Landkreis Stade. Vor einer Einschleppung der Tollwut warnt das Veterinäramt des Landkreises Stade. Hunde und Katzen, die aus Polen und anderen osteuropäischen Ländern stammen, können mit dem Tollwutvirus infiziert sein. Käuferinnen und Käufer dieser Tiere können – zunächst unerkannt – das Virus mit nach Deutschland bringen. Die Einschleppungsgefahr ist groß, so Dr. Mareke Claußen vom Veterinäramt: „Es ist zu befürchten, dass nicht geimpfte Hunde und Katzen die Krankheit nach Deutschland...

Panorama

Ministerpräsidentenkonferenz: Keine Lockerungen
PCR-Tests vorrangig für medizinisches Personal und Risikopatienten

(as). Die Winterruhe in Niedersachsen geht in die dritte Runde. Seit Mitte Dezember gilt im gesamten Land die Warnstufe drei, das wird auch in den nächsten Wochen weiter notwendig bleiben. Das teilt die Presse- und Informationsstelle der Niedersächsischen Landesregierung jetzt mit.  Laut Pressemitteilung sind derzeit weder Lockerungen noch weitere Verschärfungen der Corona-Maßnahmen geplant. Allerdings haben sich die Länderchefs bei der Ministerpräsidentenkonferenz darauf geeinigt, eine...

(thl). In Jesteburg verschwindet nachmittags ein 82-Jähriger aus einem Seniorenheim. Sofort beginnt eine große Suchaktion. Mit Unterstützung eines mit Wärmebildkamera ausgestatteten Hubschrauber wird der Senior kurz darauf gefunden. Er war auf einem Grundstück gestürzt und kam nicht ohne Hilfe wieder auf die Beine.
Szenenwechsel: In Winsen wird abends ein 84-jähriger Demenzkranker vermisst. Doch erst im Laufe des Vormittags des nächsten Tages werden Suchkräfte alarmiert. Diese finden den Mann auch wenig später, für ihn kommt aber leider jede Hilfe zu spät. Anschließend kam bei den Einsatzkräften die Frage auf: "Warum wurden wir so spät alarmiert? Hätte der Mann vielleicht gerettet werden können?"
Das WOCHENBLATT fragte bei der Polizei nach, wie Vermisstenmeldungen dort abgearbeitet werden und wie es in dem konkreten Fall in Winsen war.
"Wird eine Person als vermisst gemeldet, werden zunächst möglichst viele Faktoren ermittelt, um eine Einschätzung darüber treffen zu können, ob für die Person eine Gefahr bestehen könnte", erklärt Polizeisprecher Jan Krüger. "Bei Jugendlichen und Kindern ist das grundsätzlich anzunehmen, sobald Personensorgeberechtigte nicht wissen, wo sich die Vermissten befinden. Bei der Gefährdungsbeurteilung spielen allerdings Faktoren wie Alter, bisheriges Verhalten, konkrete Anlässe etc. eine wichtige Rolle und bestimmen über das weitere Vorgehen."
Werden Erwachsene als vermisst gemeldet, müsse zunächst abgewogen werden, ob es Hinweise auf eine konkrete Gefährdung gebe (z.B. Hinweise auf eine Straftat zum Nachteil des Vermissten, ein Gesundheitszustand, der sich ohne Betreuung stark verschlechtern könnte, Hinweise auf eine mögliche Eigengefährdung). Krüger: "Das alleinige Entfernen aus dem gewohnten Umfeld, ohne sich zuvor Angehörigen oder Bekannten zu erklären, steht einem Erwachsenen zu und führt nicht automatisch zur Annahme eines Vermisstenfalls." Aber: "Je mehr Anhaltspunkte dafür sprechen, dass für eine Person eine konkrete Gefahr besteht, desto umfangreicher werden Maßnahmen zum Wiederauffinden der Person ergriffen." Dazu gehöre auch das Anfordern von Unterstützungskräften, wie z.B. weiteren Kräften der Polizei, Rettungsdienst, Feuerwehr und Rettungshundestaffeln. Ist das Gelände unübersichtlich oder schwer begehbar, kommen auch Hubschrauber, Boote oder Drohnen zum Einsatz. Auch die Öffentlichkeitsfahndung sei ein gängiges Einsatzmittel in Vermisstenfällen.
Warum in Winsen die Maschinerie so spät anlief, erklärt Krüger wie folgt: "Nachts um 1.45 Uhr wurde den Kollegen telefonisch mitgeteilt, dass das Seniorenheim einen 84-jährigen Bewohner seit dem Vorabend vermisse. Man vermutete, er sei gegen 20 Uhr mit einem Pkw abgeholt worden, sorge sich nun aber wegen der fortgeschrittenen Uhrzeit. Zur Person wurde zunächst mitgeteilt, dass der 84-Jährige zwar nicht gut zu Fuß aber grundsätzlich sehr selbstständig sei, auch noch selbst Pkw fahre und keine lebenswichtigen Medikamente benötige."
Noch in der Nacht seien mehrere ermittelte Kontaktadressen überprüft worden. Auch die umliegenden Krankenhäuser seien informiert worden. "Zudem wurden Bild und Personendaten an alle Dienststellen im Landkreis übermittelt. Das Seniorenwohnheim wurde durch Kollegen abgesucht und mehrere Streifenwagen waren im Stadtgebiet mit der Suche nach dem 84-Jährigen befasst", so Krüger weiter.
Am nächsten Morgen bestand erstmals Kontakt zu Angehörigen, die in der Nacht nicht erreicht werden konnten. "Hieraus ergaben sich neue Erkenntnisse, wonach der 84-Jährige an beginnender Demenz erkrankt sei und keinesfalls von Familienangehörigen mit einem Pkw abgeholt worden sei. Aufgrund dieser neuen Hinweise musste nun eine konkrete Gefahrensituation für den 84-Jährigen angenommen werden", so der Polizeisprecher weiter. "Dies führte dazu, dass sofort weitere Polizeikräfte von verschiedenen Dienststellen in die Suche im Umfeld des Wohnheims eingebunden wurden. Im Verlauf des Vormittags kam auch eine Drohne des DRK zum Einsatz und es wurden mehrere Feuerwehren alarmiert. Ein Personenspürhund versuchte vergeblich, eine Fährte des Mannes aufzunehmen. Parallel wurde die Öffentlichkeitsfahndung durch Pressemitteilung, Rundfunkdurchsagen und via Social Media gestartet." Daraufhin wurde der Senior auch schnell im Bereich der Luhewiesen aufgefunden.

Autor:

Oliver Sander aus Buchholz

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