Besinnliche Feiertage und ein Haufen Abfall - NABU warnt vor Elektroschrott

Hier sammelt sich alles von altem Spielzeug bis hin zum Fernseher und Kühlschrank: Die Elektroschrottentsorgungsanlage Re-El in Buchholz sortiert den Müll für die Weiterverwertung
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(sv). Zur Weihnachtszeit verfallen die Deutschen jedes Jahr in einen exzessiven Konsumrausch. Der beglückt aber nicht nur Käufer, warnt der NABU, sondern verschärft ohnehin schon steigende Probleme: Es fallen Unmengen an Verpackungsmaterialien an und veraltete Haushaltsgeräte werden ausgetauscht und landen im Elektroschrott. Der ist der am schnellsten wachsende Abfallberg weltweit. So berichtet die UN, dass innerhalb der letzten fünf Jahre der Zuwachs bei Elektromüll um 21 Prozent gestiegen ist.
Im Landkreis Harburg kümmert sich der Buchholzer Entsorgungsfachbetrieb für Elektroschrott um die sichere Entsorgung des anfallenden E-Schrotts und mithilfe von Möbelscheunen um die Wiederverwertung noch gut erhaltener Möbel und Hausrat. Dafür sind täglich mehrere Lastwagen im Einsatz. Zum einen wird der Elektroschrott von den Annahmestellen des Landkreises eingesammelt, zum anderen werden Altmöbel und Hausrat von Privatpersonen abgeholt. Der gesammelte E-Schrott wird in Fraktionen unterteilt, teilweise zerlegt und danach an entsprechend spezialisierte Entsorgungsfachbetriebe weitergeleitet. Diese kümmern sich dann um das Recycling.
Laut dem Statistischen Bundesamt wurden 2018 in Deutschland von insgesamt 853.100 Tonnen Elektroschrott auch tatsächlich 715.700 Tonnen recycelt und 14.100 Tonnen wiederverwendet, 23.100 Tonnen mussten beseitigt werden. Somit scheint die Wiederverwertung immerhin zu funktionieren. Der Elektroschrott nimmt dennoch stetig zu und wird jährlich vom Black Friday Sale und den Weihnachtstagen in die Höhe getrieben.
Thorsten Hanke, Geschäftsführer von Re-El, bemerkt einen jährlichen E-Schrott-Zuwachs von fünf bis zehn Prozent im Landkreis. Gleichzeitig sei der Anteil höherwertigen E-Schrotts fallend, da Platinen zum Beispiel durch technische Innovationen kleiner werden und Gehäuse zunehmend aus Kunststoffen statt aus Metall bestehen.
In den vergangenen Wochen habe sich vor allem sogenannte Weißware angesammelt. Das sind Haushaltsgeräte wie Kühlschränke, Trockner und Waschmaschinen. Unmittelbar nach Weihnachten nehme die E-Schrott-Menge im Januar dann jedes Jahr merklich zu.
Kurzlebige Elektronikprodukte befeuern die Abfallproblematik enorm, warnt der NABU. Dennoch seien die Verbraucher nicht unbeteiligt daran, denn der steigende Konsum profitiere auch von deren Wunsch nach "immer mehr" und "immer neueren" Produkten und deren ausgeprägter Wegwerfmentalität. In Deutschland fielen im Jahr 2018 knapp 19 Millionen Tonnen Verpackungsabfälle an, 2010 waren es noch 16 Millionen Tonnen. Damit steht Deutschland EU-weit an der Spitze, Weltmeister in der Mülltrennung hin oder her.
Wer sich zu Weihnachten neue Geräte zugelegt hat, sollte noch funktionierende Altgeräte einer Weiternutzung zuführen und ausgediente Geräte und Verpackungen wie Styropor fachgerecht über die Sammelstellen des Landkreises und nicht im Hausmüll entsorgen.

So unmöglich benehmen sich Kunden im Einzelhandel
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E-Schrott-Tetris mit Weißware
Autor:

Svenja Adamski aus Buchholz

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