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WOCHENBLATT-Redakteur
Sascha Mummenhoff

Nun ist es also bittere Wahrheit: Der HSV wird auch in der kommenden Saison in der Zweiten Bundesliga kicken. Statt Bayern München, Werder Bremen und Borussia Dortmund geht es weiterhin gegen Erzgebirge Aue, Darmstadt 98 und Sandhausen. Stars - wenn man sie denn so nennen mag - wie Douglas Santos, Lewis Holtby, Pierre-Michel Lasogga, Hee-Chan Hwang und Orel Mangala sind dann nicht mehr dabei. Sportchef Ralf Becker (er wurde Freitagmorgen freigestellt und durch Jonas Boldt ersetzt) setzt auf Zweitliga-erfahre Spieler wie David Kinsombi, Jan Gyamerah und Jeremy Dudziak. Aus meiner Sicht ist das auch völlig in Ordnung. Der Verein ist gut beraten, dem Beispiel kleinerer Clubs zu folgen und die Konsolidierung fortzusetzen. Warum da nicht auf junge, hungrige Spieler mit Perspektive setzen. Einen Schritt in diese Richtung hat der HSV bereits in dieser Saison gemacht. Mit 22,6 Jahren stellten die Hamburger die jüngste Startelf in der Bundesliga.
Schade ist nur, dass der HSV-Vorstand offensichtlich wenig Herz für seine Fans hat. Die nun veröffentlichten Preise für die Dauerkarten bleiben auch weiterhin "erstklassig". Ein Saisonticket im "C"-Rank" - quasi unter dem Dach des Volkspark-Stadions - kostet wie schon im Vorjahr 425 Euro.
Vielleicht kommt der Club seinen Fans zumindest bei den Trikots entgegen? Ein Trikot-Set - bestehend aus Hemd, Hose und Stutzen mit DFB-Logo und Spieler-Beflockung in Größe 152 - kostete vor einem Jahr 135,35 Euro. Erstklassige Preise für einen Zweitligisten. Noch liegen die aktuellen Preise nicht vor.
Vielleicht sollte der HSV sich den Kommentar von Morgenpost-Redakteur Maik Koltermann zu Herzen nehmen. Er schrieb: "Es gibt nur eine personelle Konstante, die über die ganzen Jahre des Niedergangs gleich geblieben ist. Und das sind wir. Die Fans. Die, die immer erzählen, wie sie schon als kleiner Steppke mit ihrem Vater damals ins Stadion gegangen sind."
Sascha Mummenhoff

Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

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