St. Johannis voller Tatkraft
Buchholz: Kirchengemeinde mit vielen Plänen

Bei der Eröffnung der Ausstellung "Verlorenes Land": Kirchenvorstandsmitglied Klaus Skulimma (li.) und Künstler Hermann Buß
  • Bei der Eröffnung der Ausstellung "Verlorenes Land": Kirchenvorstandsmitglied Klaus Skulimma (li.) und Künstler Hermann Buß
  • Foto: St.-Johannis-Kirchengemeinde
  • hochgeladen von Oliver Sander

os. Buchholz. "2019 war ein schmerzliches Jahr. Wir schauen jetzt aber nach vorn - voller Zuversicht, Gottvertrauen und Tatkraft setzen wir alle unsere Aktivitäten fort. Das große Engagement der Gemeinde und das gute Miteinander tragen uns." Das sagt Klaus Skulimma, stv. Vorsitzender des Kirchenvorstands der St.-Johannis-Kirchengemeinde Buchholz (Wiesenstr. 25). In schwierigen Zeiten sind die Gemeindeglieder noch enger zusammengerückt und halten das Kirchenleben so aktiv wie eh und je.
Im vergangenen Jahr musste die Kirchengemeinde zwei Tiefschläge verdauen: Der langjährige Vorsitzende des Kirchenvorstands, Rainer Rucks, verstarb völlig unerwartet. Zudem wechselte Pastor Jürgen Stahlhut nach zehn Jahren von Buchholz nach Lüneburg. Seine Stelle ist bis heute nicht besetzt, obwohl sie durchfinanziert ist (das WOCHENBLATT berichtete). Trotz dieser Widrigkeiten hat es die Gemeinde geschafft, sämtliche Angebote fortzuführen - durch breite Unterstützung innerhalb der Gemeinde und durch tatkräftige Unterstützung der anderen Kirchengemeinden in der Nachbarschaft Buchholz.
Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen bleibe in diesem Jahr ein wichtiger Schwerpunktbereich der Gemeindearbeit, betont Klaus Skulimma. So werde gemeinsam mit Nachbargemeinden das Konfi-Camp für Konfirmanden durchgeführt, zudem organisierten die Diakone vielfältige Angebote für Kinder und Jugendliche, z. B. Übernachtungen in Kirchen, Jugendandachten und Krippenspiele.
Die Ziele von St. Johannis beschreibt Klaus Skulimma so: "Wir wollen mit Menschen ins Gespräch kommen und unseren Glauben fröhlich und offen leben." Dazu trage in besonderem Maße das Profil "Kulturkirche" bei. Im vergangenen Jahr fanden 49 Kulturveranstaltungen mit rd. 3.500 Besuchern in St. Johannis statt. Auch in diesem Jahr gebe es attraktive Veranstaltungen. Jüngst wurde eine Ausstellung von Hermann Buß mit Motiven aus der Sperrzone rund um Tschernobyl - dem "Verlorenen Land" - eröffnet. Sie ist bis zum 8. Februar in St. Johannis und im Kunstverein Buchholz (Kirchenstr. 6) zu sehen. Weiter geplant sind u. a. ein partizipatives Kunstprojekt in Kooperation mit den BBS Buchholz zum Thema "Beziehungen und Isolation" mit den Künstlern Davis Nebel und Saeed Foroghi im Februar, eine John-Lennon-Ausstellung mit der Ernst-Barlach-Gesellschaft vom 9. August bis 11. Oktober sowie zahlreiche Konzerte und Lesungen.
Neben diesen Schwerpunktthemen dürften die diversen regelmäßigen Angebote nicht vergessen werden. "Sie sind ein Kernelement der aktiven Gemeindearbeit", betont Klaus Skulimma. Das Programm in St. Johannis reicht von der Eltern-Kind-Gruppe über den Kirchenchor und den Frühstückstreff bis zu Kinderandacht und Treffen von Selbsthilfegruppen wie Al Anon (Angehörige von Alkoholkranken).
Parallel setzen Klaus Skulimma und seine Mitstreiter mit Unterstützung von Superintendent Dirk Jäger alles daran, die vakante Pfarrstelle nachzubesetzen. "Wir sind davon überzeugt, dass das Aufgabenprofil von St. Johannis für Bewerber höchst interessant und zukunftsfähig ist. Es bietet sehr viel Gestaltungsraum", so Skulimma. Im Kirchenvorstand sei man offen für neue Ideen und Schwerpunktsetzungen. Man freue sich auf eine kooperative Zusammenarbeit.

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