Der Weihnachtspäckchen-Konvoi
"Das unglaubliche Funkeln in den Augen der Kinder"

Unbeschreibliche Momente: Einige Kinder haben noch nie ein Geschenk zu Weihnachten bekommen
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Round Table, Ladies' Circle, Tangent und Old Tablers bringen 173.161 Päckchen zu bedürftigen Kindern.

(mum). Er hat es schon wieder gemacht: Bereits zum dritten Mal nahm Florian Clever (38) von Round Table 28 Hamburg-Harburg am Weihnachtspäckchen-Konvoi von Round Table, Ladies' Circle, Tangent Club und Old Tablers teil. Gemeinsam mit fast 300 ehrenamtlichen Helfern brachte Clever 173.161 Weihnachtspäckchen nach Bulgarien, Moldawien, Rumänien und in die Ukraine - darunter fast 13.000 Päckchen aus den Landkreisen Harburg und Stade. Die Geschenke wurden in Kindergärten, Schulen, Kinderheimen, Waisenhäusern und Kliniken verteilt. Bereits seit 2001 organisieren die Service Clubs in der Vorweihnachtszeit den Geschenke-Konvoi. Im Gegensatz zu Clever ist Oliver Stein (40) ein "Greenhorn". Der Präsident von Round Table 165 Winsen begleitete den Konvoi zum ersten Mal. Während Stein etwa 5.000 Geschenke nach Deva und Alba Iulia in Rumänien brachte, ging es für Clever in die Region Leova im Süden von Moldawien.
"Ich bin immer noch sehr bewegt, wenn ich an die vergangenen Wochen denke", sagt Clever, obwohl er bereits zum dritten Mal die Tour nach Moldawien mitgemacht hat. "Ich wollte nicht nur die Pakete einsammeln, sondern sehen, wer sie später bekommt", beschreibt er seine Motivation. Bereits Mitte Oktober begannen die beteiligten Clubs, in Kindergärten und Schulen für die Aktion zu werben. Da die Mitglieder aus den Landkreisen Harburg und Stade stammen, beteiligten sich Einrichtungen von Apensen bis Welle an der Aktion. Anfang November sammelten die Helfer die Päckchen in den unterschiedlichen Einrichtungen ein. Da sich auch viele andere Clubs aus Harburg Stadt und Land beteiligten, kamen allein in der Nordheide fast 13.000 Geschenke zusammen.
Am 30. November begann für Clever, der selbst junger Familienvater ist, das Abenteuer. Gemeinsam mit den vielen weiteren Helfern ging es in einem riesigen Konvoi, zu dem 38 Lkw, sechs Reisebusse und neun Begleitfahrzeuge gehörten, in Richtung Osteuropa. "Ich hatte mich wieder für die Tour nach Moldawien entschieden", so Clever. Die Gastfreundschaft und Herzlichkeit der Menschen dort habe ihn gepackt. Über die Zwischenstationen Passau, Wien, Budapest und Brasov erreichte Clever nach 42 Stunden Fahrt am frühen Montagmorgen das Hotel in Chisinau (Hauptstadt von Moldawien). Dort teilte sich der Konvoi in einzelne Touren auf. Die folgenden drei Tage verbrachte Clever mit einem neunköpfigen Team in der Region Leova. "Wir besuchten viele Kindergärten, Grundschulen und Gymnasien", sagt der junge Mann. Die Freude, Fröhlichkeit, Herzlichkeit und Dankbarkeit der Kinder, Eltern und Betreuer sei überall deutlich spürbar gewesen. "Mir geht das sehr ans Herz."
Ein emotionaler Höhepunkt sei das gemeinsame Auspacken der Geschenke mit den Kindern. "Die unvermittelte und ungefilterte Reaktion ist überwältigend: Leuchtende, strahlende und auch manchmal vor Glück feuchte Augen lassen niemanden kalt", so Clever.
Am letzten Tag besuchten die Helfer einige Einrichtungen für behinderte Kinder. "Man sagte uns, diese Kinder hätten schon lange keine Geschenke mehr bekommen", so der Harburger Tabler. "Dementsprechend überwältigend war die Freude dieser Jungen und Mädchen." Insgesamt habe es unglaublich viele sehr emotionale Momente gegeben, so dass "ich auch mal schlucken und tief durchatmen musste".
Gerade diese Erlebnisse direkt vor Ort würden Florian Clever stets zeigen, "dass sich die Arbeit, der Stress und der Aufwand, sowohl vor dem Konvoi als auch währenddessen definitiv lohnen". Für ihn steht fest: "Die Hilfe ist dringend nötig und kommt dank des Konvois auch an. Die Rückmeldung, die man durch die ehrliche Freude, die Emotionen und die Dankbarkeit der Kinder erhält, ist unbezahlbar." Für ihn stehe fest, dass dies nicht sein letzter Konvoi gewesen ist. "Ich freue mich schon auf das nächste Jahr." Florian Clever zieht am Ende seiner Reise ein Fazit: "Wir können die Welt für die Kinder mit dem Weihnachtspäckchen-Konvoi nicht grundsätzlich verbessern. Aber wir können ihnen eine Freude bereiten, ein Lächeln ins Gesicht zaubern und hoffentlich auch ein bisschen Hoffnung geben."
• Weitere Informationen gibt es online unter www.round-table.de und www.weihnachtspaeckchenkonvoi.de.

Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

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