Das war der Sommer seines Lebens: Matthias Henseler ist von Mexiko nach Kanada gewandert

Er durchquerte staubige Wüsten und badete auf schneebedeckten Gipfeln in eiskalten Gebirgsseen: Matthias Henseler (21) aus Buchholz ist den „Pacific Crest Trail“ gewandert, der im Westen der USA von der mexikanischen Grenze im Süden bis zur kanadischen Grenze im Norden verläuft
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  • Er durchquerte staubige Wüsten und badete auf schneebedeckten Gipfeln in eiskalten Gebirgsseen: Matthias Henseler (21) aus Buchholz ist den „Pacific Crest Trail“ gewandert, der im Westen der USA von der mexikanischen Grenze im Süden bis zur kanadischen Grenze im Norden verläuft
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as. Buchholz. 143 Tage, 4.268 Kilometer und drei Paar durchgelaufene Schuhe: Matthias Henseler lief im vergangenen Jahr entlang des „Pacific Crest Trail“ von der mexikanischen bis zur kanadischen Grenze quer durch die USA. „Das war der aufregendste Sommer meines Lebens“, ist der 21-jährige Buchholzer überzeugt.
Die Idee zu seiner Wanderung kam ihm während des Films „Into the Wild“ (Regie: Sean Penn, mit Christopher McCandless). Ein junger Mann aus einer wohlhabenden Familie lässt alles hinter sich und reist in die Wildnis Alaskas, um dort ein einfaches, naturverbundenes Leben zu leben.
Viel Erfahrung im Wandern hatte Matthias Henseler vor seiner Reise nicht. „Ich war als Kind mal bei den Rangers der Friedenskirche, das war es aber auch schon“, sagt Henseler. Freunde und Familie waren anfangs skeptisch: „Ich wurde zunächst für verrückt erklärt, aber als es ernst wurde, haben mich alle unterstützt“, so der abenteuerlustige Buchholzer. Matthias Henseler informierte sich online, sparte für die Reise, besorgte sich die nötige Ausrüstung und dann war es soweit: Nachdem er seine Ausbildung zum Industriemecha­troniker erfolgreich abgeschlossen hatte, startete er seine Reise. Am 19. April machte er den ersten Schritt auf dem Wanderweg, der in Südkalifornien in der Nähe von San Diego beginnt und durch die Bundesstaaten Kalifornien, Oregon und Washington führt. Der nördliche Endpunkt des Fernwanderwegs liegt an der Grenze zu Kanada am Rande von Manning Park in British Columbia.
Auf seiner Reise durchquerte Henseler die staubige Mojave-Wüste, erklomm die schneebedeckten Berge des Sierra Nevada-Gebirges und wanderte entlang der Kaskadenkette. „Ich bin auch mal mittags bei 30 Grad gestartet und habe dann am Abend auf dem Berg im Schnee gecampt“, berichtet Henseler. Er wanderte entlang erloschener Vulkane und badete in einem Gletschersee. „Wenn man den ganzen Tag gewandert ist, ist das eine willkommene Abkühlung“, schmunzelt Henseler. Unterwegs sah er Schlangen, Bären, Elche und Murmeltiere und konnte sie aus nächster Nähe beobachten. Sein Höhepunkt: ein Abstecher zum Gipfel des höchsten Bergs der Sierra Nevada, dem Mount Whitney (4.421 Meter).
Seine gesamte Ausrüstung, Zelt, Schlafsack, Kleidung, trug er auf dem Rücken. Er lief bis zu 14 Stunden am Tag. „Das war durchweg schön, die Natur ist einfach unbeschreiblich. Aber es war auch super anstrengend“, gibt Henseler zu. Er sei an körperliche und geistige Grenzen gestoßen, berichtet der junge Erwachsene. „Manchmal habe ich mich schon gefragt, was ich hier mache. Aber ich habe nie aufgegeben!“ Es gab durchaus Momente, in denen ihm mulmig wurde: Er durchquerte eine hüfthohe reißende Strömung und kam auf einem steilen Pass ins Rutschen. „Das Wasser kommt aus den Bergen, es sind reißende, eiskalte Flüsse. Man sieht nicht, wohin man tritt. Es ist rutschig und sehr tief“, beschreibt Henseler. Einige Wanderer bilden Menschenketten und versuchen so, gemeinsam über die Flüsse zu gelangen, um zu verhindern, dass sie wegrutschen und ertrinken.
Und auch die Einsamkeit auszuhalten, war nicht leicht. Henseler kam nur alle drei bis vier Tage in einen Ort, mal hatte er Mitreisende, häufig wanderte er aber allein. „Das längste waren drei Tage ohne menschlichen Kontakt. Drei Tage allein zu sein, das ist schon schwer“, sagt Henseler. Matthias Henseler erfährt, wie es ist, zu hungern, als er nicht genug zu essen eingeplant hat, oder wie es ist, plötzlich kein Trinkwasser zu haben, weil die in der Karte eingezeichnete Wasserstelle ausgetrocknet ist. „Das ganze Sein wird in diesen Momenten auf die Grundbedürfnisse runtergebrochen“, berichtet Henseler. Trotzdem hat er nicht aufgegeben. „Durch diese Erfahrungen bin ich erwachsener geworden“, sagt der 21-Jährige. Bei Konflikten bleibe er jetzt gelassen. „Wo ich früher hitzig reagiert hätte, denke mir jetzt, was soll‘s, das ist doch alles gar nicht wichtig“, sagt Matthias Henseler.
• Am Samstag, 12. August, berichtet er um 16 Uhr in der Friedenskirche Buchholz (Soltauer Str. 77) von seiner Reise.

Autor:

Anke Settekorn aus Rosengarten

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