ce. Landkreis. "Corona: So geht die Kultur vor die Hunde", titelte das WOCHENBLATT in seiner Mittwochsausgabe und berichtete darüber, wie hart Künstlerexistenzen von den Folgenden der Pandemie betroffen sind. Aber auch die Hoteliers und Gastronomen in der Region kämpfen mit den Corona-Folgen. "Wir brauchen endlich Regelungen, die am besten bundesweit einheitlich und auch praktikabel sind!" Das fordert Frank Lehmann (54), Vorsitzender des Bezirksverbandes Lüneburg des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA). Er spielt damit auf die nach wie vor regional weitgehend unterschiedlichen Corona-Regelungen bezüglich des Umgangs mit Gästen und Veranstaltungen in Gasthäusern und Hotels an.
"Wenn beispielsweise eine Gruppe von 16 Leuten in einem Restaurant feiern möchte, werden die Gäste mit Sicherheitsabstand an zwei Achtertische gesetzt und können kaum miteinander kommunizieren. Das machen die wenigsten mit", gab Frank Lehmann gegenüber dem WOCHENBLATT zu bedenken.
Olaf Wurm (54) Vorsitzender des DEHOGA-Bezirksverbandes Stade, stimmt Lehmann zu. "Es dürfen nicht länger jeder Landkreis und jedes Bundesland ihr eigenes Süppchen kochen", mahnt Wurm. Er betreibt ein Restaurant in Dorum an der Nordseeküste. "Bremen und Bremerhaven liegen quasi vor unserer Haustür, und dort steigen gerade wieder die Corona-Zahlen. Womöglich zieht das ja weitere - im besten Falle einheitliche - Einschränkungen nach sich."
Kopfzerbrechen bereitet den DEHOGA-Verbandschefs der durch das derzeit herrschende Regelungs-Chaos verursachte Veranstaltungstourismus. Wer ein Event plane und in einem Landkreis eine Absage bekomme, weiche in die Nachbarregion aus. "Dabei können beispielsweise potenzielle Gäste aus dem Kreis Stade in den Kreis Cuxhaven abwandern und so dessen Gastronomie bereichern, aber auch die umgekehrte Richtung ist natürlich denkbar", gibt Olaf Wurm zu bedenken. "Prekär wird die Lage, wenn die Veranstaltungen in den mehr oder weniger kontrollierbaren privaten oder sogar illegalen Bereich abdriften", warnt Lehmann.
Erleichtert sind die Gastronomen und Hoteliers darüber, dass der zu Beginn der Corona-Krise befürchtete Mitgliederrückgang um bis zu 40 Prozent infolge von Insolvenzen ausgeblieben ist. Niedersachsenweit habe die Pandemie bei 15 DEHOGA-Mitgliedsbetrieben zum Aus geführt. "Unter den momentan etwa 6.000 Mitgliedern in Niedersachsen sind aber auch viele Neuzugänge. Sie sind uns beigetreten, weil sie sehen, dass wir ihre Interessen engagiert vertreten", freut sich Frank Lehmann.

Autor:

Christoph Ehlermann aus Salzhausen

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