Stets den Blick nach vorn - Musiker sind seine Leidenschaft
Der Winsener Künstler Ole Ohlendorff blickt auf 30 Jahre Selbstständigkeit zurück

Der Maler Ole Ohlendorff(li.)  traf auch Billy Gibbons von der US-Kultband "ZZ Top" in Hamburg. Billy Gibbons signierte eine frühe Zeichnung aus der Serie "Easyrider Drawings" von Ole Ohlendorff, die für einen karitativen Zweck versteigert werden soll
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  • Der Maler Ole Ohlendorff(li.) traf auch Billy Gibbons von der US-Kultband "ZZ Top" in Hamburg. Billy Gibbons signierte eine frühe Zeichnung aus der Serie "Easyrider Drawings" von Ole Ohlendorff, die für einen karitativen Zweck versteigert werden soll
  • Foto: Ole Ohlendorff
  • hochgeladen von Axel-Holger Haase

Zunächst war es nicht abzusehen, dass Andreas Ohlendorf (Künstlername Ole Ohlendorff) ein Dritteljahrhundert als bildender Künstler tätig sein würde und seine Bilder Anerkennung in der ganzen Welt finden. Seine Serie "DEAD ROCK HEADS", die er 1996 begann, zeigt Portraits verstorbener Musiker. 150 Portraits, alle im Format 80 mal 130 Zentimeter, die von Duane Allman über John Lennon (dem Beginn der Serie) bis zu Frank Zappa reichen. "Der Tod ist das letzte Mysterium, das es auf Erden gibt", sagt Ole Ohlendorff, der als Künstler sowohl Licht- als auch Schattenseiten kennengelernt hat. Ein besonderes strahlendes Ereignis war die Heirat mit Martina im Juni dieses Jahres, eine Lebensgemeinschaft, die vor 25 Jahren begann.
Ole Ohlendorff, geboren 1958 in Winsen/Luhe, war zunächst von 1975 bis 1981 Polizeibeamter im Hamburg, verließ die sichere Beamtenlaufbahn und übte dann zahlreiche Jobs aus, um seinen Lebensunterhalt und seine Malleidenschaft zu finanzieren. Die ersten Zeichnungen "Easyrider Drawings" entstanden von 1982 bis 1986, danach stieg Ohlendorff auf Ölmalerei um. "1990 erfolgte der wohl wichtigste Schritt, ich nabelte mich von der bürgerlichen Arbeitswelt ab und machte mich als Künstler selbstständig", so Ohlendorff. Im Rückblick ein richtiger Weg, denn Ole Ohlendorff wurde national und international für seine Gemälde geehrt. 2009 wurde er Kulturpreisträger des Landkreises Harburg und erhielt den "Blauen Löwen". Seine Bilder befinden sich in privaten wie öffentlichen Sammlungen, sind zum Beispiel im Rolling Stones Museum in Lüchow (Wendland), im Kunstarchiv Lüneburg, in der Kultkneipe "Zwick" am Hamburger Millerntor und sogar im Trophäensaal des brasilianischen Fußballverbandes in Rio de Janeiro zu sehen. In mehr als 200 Ausstellungen weltweit präsentierte Ole Ohlendorff seine Gemälde.
Durch seine Motivauswahl entstanden zahlreiche Kontakte zu Musikern in aller Welt. Im vergangenen Jahr traf Ohlendorff in Hamburg auf Billy Gibbons von der amerikanischen Kult-Band ZZ Top. "Billy lud mich zur International Guitar Show Dallas ein. Doch diese wurde im Frühjahr wegen des Coronavirus abgesagt", so Ohlendorff.
Doch nun gibt es für den Künstler eine Premiere: "Ich war noch nie auf Helgoland. Jetzt wurde ich gefragt, ob ich auf der Ausstellung 'Anna's Art Affair - Helgoland Goes Popstreet' ausstellen möchte", sagt der Maler. Vom 2. Juli bis 2. August sind einige seiner Gemälde auf Helgoland zu sehen. Die Werke werden den Besuchern in einem 130 Meter langen Tunnel präsentiert. Ferner zeigen internationale und nationale Künstler ihre Bilder, zu denen sie sich von Helgoland inspirieren ließen. "Das ist etwas Einzigartiges. Ich freue mich bereits auf diese Ausstellung", so Ohlendorff.
Unter anderem erstellte Ole Ohlendorff ein Gemälde von dem Sänger Paul Botter (Elephant), der gebürtiger Helgoländer ist.
• Weitere Infos über das Schaffen von Ole Ohlendorff unter www.ohlendorff-art.de

Autor:

Axel-Holger Haase aus Buchholz

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