Exklusiver Einblick in die Intensivstationen
Die Krankenhäusern Buchholz und Winsen sind gut auf Corona-Patienten vorbereitet

In den Krankenhäusern Buchholz und Winsen stehen ausreichend Beatmungsgeräte bereit
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In den Krankenhäusern bekommt weiterhin jeder Patient die Therapie, die er braucht

(nw). "Wir können der Bevölkerung des Landkreises Harburg versichern, dass derzeit definitiv ausreichend Beatmungsplätze zur Verfügung stehen", das sagen Dr. Maike Höltje, Chefärztin der Anästhesie und Intensivmedizin, und Dr. Wolfgang Wedel, Chefarzt der Medizinischen Klinik in Winsen.
„Rund 80 Prozent aller Covid-19-Infektionen verlaufen mild. Die Betroffenen sind in häuslicher Isolation gut aufgehoben. Knapp 20 Prozent der Infizierten entwickeln schwerere Symptome. Patienten mit akutem Krankheitsgefühl, hohem Fieber, Atemwegsproblem, Hals- und Gliederschmerzen behandeln wir stationär in den Krankenhäusern. Sie kommen zu uns durch die Zentrale Notaufnahme (ZNA) oder durch Einweisung des Hausarztes.
Etwa fünf Prozent der Erkrankten werden intensivbehandlungs- oder beatmungspflichtig, das heißt, sie benötigen maschinelle Unterstützung beim Atmen. Viele eigentlich Schwerkranke fühlen sich lange relativ gut, man sieht ihnen nichts an. Sie kommen vielleicht sogar noch zu Fuß in die Klinik. Doch dann verschlechtert sich ihr Zustand rapide. In den Krankenhäusern röntgen wir jeden Patienten, bei dem eine Covid-19-Infektion vermutet oder bestätigt wird. Wir führen Ultraschalluntersuchungen und Computertomographien der Lunge sowie Blutgasanalysen durch. Die Blutgasanalyse zeigt oft, dass die Patienten zu wenig Sauerstoff im Blut haben. Organsysteme, die vorher schon eingeschränkt gearbeitet haben, können das nicht kompensieren und kollabieren. Es kommt zum Beispiel zum Nierenversagen, auch ist die Entwicklung einer schweren Herzmuskelentzündung mit Herzversagen möglich. Schwerkranke Patienten werden deshalb auf der Intensivstation behandelt, teilweise auch beatmet. Da diese Patienten viele Krankheitserreger an die Raumluft abgeben, verwenden wir zur Beatmung einen speziellen Helm (siehe Foto) oder wir intubieren. Dabei wird dem Patienten in Narkose oder künstlichem Koma durch den Mund ein Beatmungsschlauch eingeführt. Außerdem werden die Patienten mit erhöhtem Oberkörper und auch für Stunden auf den Bauch gelagert.
Unabhängig vom Alter und von Vorerkrankungen bekommt jeder in den Krankenhäusern Buchholz und Winsen die Therapie, die er braucht.“

1.000 Betten für die stationäre Versorgung

Norbert Böttcher, Geschäftsführer der Krankenhäuser Buchholz und Winsen: „Die Krankenhäuser haben sich sehr gewissenhaft und sorgfältig auf ein erhöhtes Patientenaufkommen durch Covid-19-Patienten vorbereitet. Alle nicht so dringenden Ambulanztermine wurden abgesagt, alle nicht notwendigen Operationen verschoben. Dadurch ist ein großer Teil unserer Betten frei und steht für Notfälle zur Verfügung.
Die Zahl der Beatmungsbetten wurde verdreifacht. Sowohl in Buchholz als auch in Winsen wurden Isolierstationen geschaffen. Die Waldklinik Jesteburg übernimmt aus unseren Krankenhäusern nicht infizierte Patienten zur Behandlung. Dadurch werden weitere Bettenkapazitäten frei.
Insgesamt können 1.000 Betten für die stationäre Versorgung im Landkreis zur Verfügung gestellt werden. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Krankenhäusern agieren extrem motiviert und verantwortungsbewusst, die Zusammenarbeit mit dem Landkreis klappt ausgezeichnet.
Zum jetzigen Zeitpunkt haben wir aus unserer Sicht alles getan, um für die Bürgerinnen und Bürger ein Höchstmaß an Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Wie gut sich diese Vorbereitungen bewähren, muss die Zukunft zeigen."

Autor:

Anke Settekorn aus Rosengarten

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