Die Zukunft hat begonnen: Future Day am ISI-Zentrum

Zukunftsforscher Oliver Leisse (li.) mit WLH-Geschäftsführer Wilfried Seyer und Anne Schneider, Projektleiterin der WLH
7Bilder
  • Zukunftsforscher Oliver Leisse (li.) mit WLH-Geschäftsführer Wilfried Seyer und Anne Schneider, Projektleiterin der WLH
  • hochgeladen von Katja Bendig

kb. Buchholz. Die Zukunft hat schon begonnen: Davon konnten sich die Besucher am Dienstag beim "Future Day" am ISI-Zentrum für Gründung, Business und Innovation in Buchholz überzeugen. Virtual Reality (VR), Robotik oder 3-D-Scan - Technologien wie diese sind längst keine Zukunftsmusik mehr, sondern Realität. Eine Wirklichkeit, die sich rasant verändert und von immer neuen Entwicklungen und Trends geprägt wird.
Am ISI-Zentrum präsentierten sich rund 40 Technologiepartner und Akteure mit ihren Produkten und Dienstleistungen. Einen Blick in die virtuelle Realität wagte auch Landrat Rainer Rempe bei einem Rundgang über das ISI-Gelände. Mit der HTC Vive auf der Nase, einer VR-Brille, wähnte Rempe sich in einer völlig anderen Umgebung, stieg in einen nicht vorhandenen Pkw ein. "Wir setzen diese Technik u.a. in der Marktforschung ein", berichtete Sven Samplatzki, Geschäftsführer der "nation d GmbH" in Hamburg. In der Kreisverwaltung hält sich der digitale Fortschritt derzeit noch in Grenzen, "aber wir sind da sehr aufgeschlossen", so Rempe. Sinnvoll sei z.B. die Einrichtung eines Portals auf dem die Bürger bestimmte Dienstleistungen komplett online erledigen könnten und sich damit den Behördengang sparen.
Online-Portale sind für Oliver Leisse vermutlich schon Schnee von gestern. Mit seinem Institut für Trendforschung und innovative Strategien erstellt er Zukunftsanalysen, entwickelt zukunftsfähige Konzepte für Unternehmen und informiert über Entwicklungen und Trends.
"Die Zukunft ist schon da", so Leisse zu Beginn seines Vortrags. In den vergangenen 18 Monaten sei eine Welle der Veränderung über die Welt geschwappt. "Und auch Ihr Business wird sich verändern", sagte Leisse. So gebe es Prognosen, dass in den kommenden zehn bis zwanzig Jahren 50 Prozent aller Jobs von Robotern erledigt würden. Als Beispiel nannte er das Unternehmen Foxconn, einen der weltweit größten Hersteller von Elektronik- und Computerteilen, das angekündigt habe, alle Produktionsmitarbeiter - über eine Million Menschen - durch Industrieroboter ersetzen zu wollen. 60.000 Stellen wurden so bereits eingespart.
Am Beispiel der "Smart Cars" - selbstfahrende Elektro-Autos - machte Leisse deutlich, welch weitreichende Auswirkungen technologische Veränderungen haben. "In der Zukunft fahren wir nicht mehr selber, wir werden gefahren", so Leisse. Autonome Fahrzeuge werden die Menschen von A nach B bringen, einen Passagier absetzen und den nächsten gleich wieder mitnehmen. "Auf diese Weise wird nur noch ein Zehntel der Fahrzeuge gebraucht", so Leisse. Taxi-, Lkw- und Busfahrer verlieren ihre Jobs. Die Bauweise der Autos verändert sich, die Fahrzeuge werden leichter, Stoßstangen und Stahl werden obsolet, weil die Fahrzeuge so programmiert sind, dass sie nicht kollidieren. Weil die Menschen nicht mehr selber fahren, werden die Autos auch von innen völlig anders konzipiert und genutzt. "Man kann im Auto schlafen, arbeiten, zusammen sitzen und sich unterhalten", malte Leissen die mobile Zukunft an die Wand. Durch den Gebrauch von leisen Elektro-Fahrzeugen würden derzeit laute und viel befahrene Straßen zu ruhigen Alleen - mit Auswirkungen auf die Immobilienpreise. Alles nur Zukunftsmusik? Mitnichten: In Dubai geht in Kürze sogar das erste autonome Flug-Taxi in die Luft.
Am ISI-Zentrum erhob sich immerhin schon eine Mini-Drohne per Tablet gesteuert von Landrat Rainer Rempe gen Himmel. Hätte man das jemandem vor 15 Jahren erzählt: Vermutlich hätte man ungläubiges Kopfschütteln geerntet.

Autor:

Katja Bendig aus Seevetal

Panorama
  3 Bilder

Eklat zwischen dem Künstler Erwin Hilbert und dem Vorstand der St.-Petri-Kirche
Kunstausstellung in Buxtehuder Kirche vorzeitig beendet

sla. Buxtehude. Nach etlichen Vorfällen, über die das WOCHENBLATT berichtete, hat der Kirchenvorstand der St.-Petri-Kirchengemeinde die Kunstausstellung "Jesus und andere Gestalten" sowie die weitere Zusammenarbeit mit dem Künstler Erwin Hilbert vorzeitig beendet. Der Entschluss wurde durch Pastor Michael Glawion nach dem Druck der Wochenendausgabe bekanntgegeben. Die genauen Hintergründe, die zu dieser Entscheidung führten, werden in der nächsten WOCHENBLATT-Ausgabe am Mittwoch ausführlich...

Politik
Üppig zeigt sich das Jakobskreuzkraut auf der Ökokontofläche bei Ramelsloh und Ohlendorf

Giftige Pflanze in Seevetal
Das Jakobskreuzkraut sorgt für Aufregung in Ramelsloh

ts. Ramelsloh. Das Jakobskreuzkraut breitet sich auf der sogenannten Ökokontofläche am Rübenberg und Hinter den Höllen in der Ortschaft Ramelsloh aus. Die giftige, hier heimische Pflanze kann die Gesundheit von Pferden und anderen Weidetieren bedrohen. Nach dem Verzehr können bereits geringe Mengen bei den Tieren zu Leberschäden führen. Bürger haben deshalb die Seevetaler Gemeindeverwaltung in einer E-Mail aufgefordert, das Jakobskreuzkraut auf der nachhaltig bewirtschafteten Fläche...

Panorama
Die DLRG rät, nur an bewachten Badestellen ins Wasser zu gehen

Viele Tote an ungesicherten Badestellen
24 Menschen sind bisher in Niedersachsen ertrunken

(bim). Eine Zwischenbilanz der bisherigen Ertrinkungszahlen veröffentlichte jetzt der DLRG-Bundesverband. Demnach sind in Niedersachsen 24 Menschen ertrunken und damit fünf weniger als im Vorjahr. Im Ländervergleich erreicht Niedersachsen dennoch den dritthöchsten Wert (in Nordrhein-Westfalen sind es 26, in Bayern 35). Bundesweit wurden 192 Ertrunkene registriert. Die meisten Unfälle ereignen sich nach wie vor im Binnenland - besondere Gefahr besteht an ungesicherten Badestellen, wie...

Panorama
Bei Drochtersen soll die A 20 die Elbe unterqueren. Der Tunnelbau könnte - wenn alles gut läuft - 2025 beginnen

Fertigstellung der A 20 weiter für 2030 angepeilt
Neuer Elbtunnel: Baubeginn soll 2025 sein

Ab 2030 sollen die ersten Autos durch den neuen Elbtunnel bei Drochtersen rollen.(jd).  Der Termin 2030 wurde in den Vorjahren immer wieder von Planern und Politikern genannt. Jetzt bestätigte der schleswig-holsteinische Verkehrsminister Bernd Buchholz noch einmal indirekt die Zeitplanung: Er rechne damit, dass die A 20 in seinem Bundesland ab 2030 in ihrer kompletten Länge befahren werden kann, erklärte der Minister. Er dürfte dabei auch an die Elbquerung gedacht haben. Denn ohne den Tunnel...

Politik
Auf dem Gelände der Stadtwerke an der Maurerstraße soll in einer Halle ein Feuerwehrfahrzeug stationiert werden

Sechsmonatige Probephase geplant
Feuerwehrstandort bei den Buchholzer Stadtwerken?

os. Buchholz. Steht bald ein Löschfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Holm in der Waschhalle der Buchholzer Stadtwerke, um von der Maurerstraße zu Einsätzen z. B. ein Steinbeck auszurücken? Das sehen zumindest die Pläne der Stadtverwaltung und der Feuerwehrspitze vor, die Buchholz' Stadtjustiziarin Hilke Henningsmeyer jüngst im Bauausschuss vorstellte. Demnach soll es einen sechsmonatigen Probebetrieb geben und hinterher über weitere Schritte entschieden werden. Hintergrund der Maßnahme ist...

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen