Große WOCHENBLATT-Umfrage
Eine Impfpflicht für alle?

Eine generelle Impfpflicht wird derzeit bundesweit heiß diskutiert
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Sind Sie für eine generelle Impflicht für alle Personen?

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Hamburg und Niedersachsen setzen unter anderem in Bars, Clubs und Restaurants auf die 2G-Regel und damit Ungeimpfte vor die Tür. Schleswig-Holstein "pendelt" noch zwischen 3G bei kleineren Innen-Veranstaltungen und 2G bei größeren Indoor-Events.
Im Nachbarland Österreich hat sich die Lage auf den Intensivstationen so zugespitzt, dass in Salzburg ein sogenanntes Triage-Team eingesetzt wurde. Das aus Ärzten und einer Juristin bestehende Team muss die fast schon unmenschliche Entscheidung treffen, welche Patienten vor Ort noch intensivmedizinisch behandelt werden können.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier: "Wir wissen doch, was zu tun ist"
  • Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier: "Wir wissen doch, was zu tun ist"
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"Wer jetzt immer noch zögert, sich impfen zu lassen, den will ich heute ganz direkt fragen: Was muss eigentlich noch geschehen, um Sie zu überzeugen?" Derart energisch appellierte jetzt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (65, SPD) bei einer Diskussionsrunde in Berlin vor dem Hintergrund stetig steigender Corona-Fallzahlen und einer drohenden vierten Welle an alle bislang Ungeimpften, sich vor dem Virus schützen zu lassen.
Steinmeier wies darauf hin, dass derzeit vor allem nicht geimpfte Personen an Corona erkrankten und auf den Intensivstationen lägen. "Wir wissen doch, was zu tun ist, um diese Pandemie endlich hinter uns zu lassen", mahnte Steinmeier.
Der Deutsche Städte- und Gemeindebund betont, die Impf-Kampagne müsse "konsequent fortgesetzt" werden. Nur wenn es gelänge, "noch viel mehr Menschen von der Impfung zu überzeugen", könne man Corona in den Griff bekommen.
Dr. Stephan Schaede (57), Regionalbischof im Sprengel Lüneburg, der auch die Kirchenkreise Winsen und Hittfeld umfasst, fordert eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen, die für oder mit besonders gefährdeten Menschen arbeiten. Dazu gehörten neben dem Personal in Kliniken und Pflegeheimen unter anderem auch Beschäftigte in Kindertagesstätten, "wo ungeimpfte Mitarbeiterinnen die ungeimpften Kinder infizieren, die dann wiederum das Wohl ihrer sie einhütenden Großeltern gefährden“. Noch bis vor Kurzem sei er vom nahen Ende der Pandemie ausgegangen. Stattdessen zeigten sich nun "Zuspitzungen und Verschärfungen“.
"Eine Impfpflicht ist für mich der falsche Ansatz", erklärt die SPD-Bundestagsabgeordnete Svenja Stadler aus Seevetal. "Ich denke, dass man der Skepsis beim Impfen mit umfangreicher Aufklärung begegnen sollte. Dazu zählt auch mehr Transparenz über tatsächliche Nebenwirkungen. Hier könnte Deutschland wesentlich mehr tun, die Niederlande sind beispielsweise wesentlich aktiver", so Stadler. Zu ihrem persönlichen Impfstatus wollte sie sich nicht äußern, da dies eine "private Angelegenheit" sei.
• CDU-Bundestagsabgeordneter Michael Grosse-Brömer sagt zum Thema: "Eine generelle Impfpflicht sehe ich kritisch, denn es besteht die Gefahr, dass mit einer Impfpflicht das Gegenteil erreicht wird. Es ist weiterhin wichtig und richtig, durch Informations- und Beratungskampagnen die Impfbereitschaft zu erhöhen. Eine spezielle Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen, z.B. aus dem Gesundheitssektor, halte ich für sinnvoll." Er selbst sei doppelt geimpft und warte auf seine Auffrischungsimpfung.
• Oliver Grundmann, CDU-Bundestagsabgeordneter aus Stade: "Eine allgemeine Impfpflicht lehne ich ab, allerdings begrüße ich eine Impfpflicht für einige kontaktintensive Berufsgruppen wie Pflege- oder Lehrpersonal. Da Nichtgeimpfte sich selbst und Dritte bewusst gefährden, halte ich für diese Gruppe auch einen Lockdown oder ein zeitlich befristetes Tätigkeitsverbot für angemessen. Ich möchte alle Impfgegner und Skeptiker darin erinnern, dass sie mit ihrer Haltung auch dazu beitragen, dass dringende Operationen etwa von krebskranken Menschen aufgeschoben werden müssen. Das ist ein zutiefst asoziales Verhalten. Der Staat muss hier klare Signale setzen." Er selbst sei doppelt geimpft.

- Kommentar: Gar nicht vorbildlich, Frau Stadler!

„Ein Beispiel zu geben ist nicht nur eine Möglichkeit, andere zu beeinflussen, es ist die einzige!“, sagte einst Albert Schweizer. Und das gilt. In allen Bereichen des menschlichen Miteinanders. Vor allem aber in Krisenzeiten wie jetzt in der Pandemie. Impfen ist wichtig. Impfen rettet Leben. Impfen ist der einzige Weg, die Pandemie zu beenden. Wie Bundespräsident Steinmeier sagte: "Wir wissen doch, was zu tun ist, um diese Pandemie endlich hinter uns zu lassen."
Und darum ist es gut, richtig und wichtig, wenn Politiker nicht nur für die Impfung werben, sondern sich auch öffentlich persönlich zur Impfung bekennen. Auch und besonders im Hinblick auf die vielen Ängstlichen, Vorsichtigen, Zögerlichen, die bis heute ungeimpft sind.
Da enttäuscht und verwundert die Verweigerung der SPD-Bundestagsabgeordneten Svenja Stadler, ihren Impfstatus zu nennen. Es sei eine "private Angelegenheit". Das mag geltendes Recht sein - schadet in diesem Fall aber mehr, als dass es nützt. Sowohl ihr persönlich als auch der Sache.
Ja, es braucht sicherlich noch mehr Aufklärung, noch mehr Transparenz, um Zögerliche zu überzeugen, aber vor allem braucht es Vorbilder, die mit gutem Beispiel vorangehen. Wie z. B. Politiker oder Prominente, die sich impfen lassen, sich dazu bekennen und anderen dadurch die Angst vor der Impfung nehmen.
Die Auskunftsverweigerung zu ihrem Impfstatus schadet auch Frau Stadlers Integrität. Es bleibt Raum für Spekulationen. Ist Frau Stadler womöglich nicht geimpft? Und falls das so ist, warum nicht?
Frau Stadler ist nicht irgendeine Bürgerin. Frau Stadler ist eine in den Bundestag gewählte Volksvertreterin. Und gehört einer der regierenden Parteien an. Und von der Regierung erwarte ich als Bürgerin Führung. Von jedem einzelnen Mitglied, auch von Frau Stadler. Und zwar Führung auf direktem Weg aus der Pandemie heraus. So schnell und so sicher wie möglich.  Christine Bollhorn

Ministerpräsidentenkonferenz: 3G am Arbeitsplatz und im ÖPNV

Landkreis Harburg: Hier können Sie sich impfen lassen

Impfbürokratie sorgt für Verdruss

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Autor:

Christoph Ehlermann aus Salzhausen

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