Große Hilfe für die kleine Dalaa (12)

Das Schickal der Menschen in Syrien berührt den Kosmopoliten Christo Kachar tief
4Bilder
  • Das Schickal der Menschen in Syrien berührt den Kosmopoliten Christo Kachar tief
  • hochgeladen von Oliver Sander

Christo Kachar (76) transportierte Rollstuhl für gelähmtes Mädchen nach Syrien / "Man kann mit wenig Geld so viel erreichen"

os. Buchholz. Christo Kachar (76) bekommt feuchte Augen, wenn er an das Schicksal der kleinen Dalaa (12) denkt. „Sie hat schon so sehr gelitten in ihrem Leben“, sagt der ehemalige Professor der Sportwissenschaften. Um Dalaas Leben zu verbessern, hat der Kosmopolit, der in Griechenland geboren wurde, zehn Jahre in Syrien lebte und mittlerweile in Buchholz heimisch geworden ist, eine aufwendige Hilfsaktion auf sich genommen.
Im Alleingang organisierte Kachar einen Rollstuhl für das Mädchen und überbrachte es höchstpersönlich an die bedürftige Familie in der Hauptstadt Damaskus. „Ich stehe auf der Sonnenseite des Lebens. Es war eine tolle Erfahrung, wieviel Freude ich einem anderen Menschen machen kann“, sagt Kachar.
Der Kontakt zu Dalaa und ihrer Mutter Bashra kam vor ein paar Wochen zustande, als Kachar schon einmal in Damaskus war. Dort besuchte er seinen Neffen. „Dalaa hockte in einer dunklen Ecke und konnte sich kaum bewegen“, erinnert sich Kachar. Das Mädchen ist seit seiner Geburt gelähmt und auf fremde Hilfe angewiesen. Durch das ständige Liegen begann sich die Wirbelsäule zu verformen.
Zurück in Buchholz, organisierte Kachar über das Internet einen gebrauchten Rollstuhl. „Das hat mich nur 178 Euro gekostet. Das ist doch nichts!“, sagt der Pensionär. Mit dem Flugzeug brachte Kachar den Rollstuhl in die libanesische Hauptstadt Beirut und von dort per Taxi nach Damaskus. Das Gerät wird das Leben von Dalaa erheblich verbessern, da ist sich Kachar sicher. Das Mädchen musste bisher schon viel Leid ertragen: Ihr Vater ist seit vier Jahren spurlos verschwunden. Ob er noch lebt, weiß niemand. Die Mutter bringt Dalaa und ihre Geschwister mit einem kargen Lohn von 50 Dollar pro Monat mehr schlecht als recht durch. Kachar hat sich deshalb entschlossen, ab sofort jeden Monat Geld an Dalaas Mutter zu überweisen.
Die Lage im Kriegsland Syrien wird immer dramatischer, hat Christo Kachar festgestellt. Er wurde Zeuge eines Raketenangriffs unweit seines Hotels in Damaskus. „Das Problem ist, dass niemand weiß, wer diese Raketen abfeuert“, sagt Kachar. „Es gibt so viele Gruppierungen, die von dem Krieg profitieren. Das macht die Situation unüberschaubar.“ Vor allem die normale Bevölkerung leidet: Die Lebensmittel werden immer teurer, weil die Geldentwertung so schnell voranschreitet. Vor wenigen Monaten tauschte Kachar noch zum Kurs 1:6 um, jetzt liegt er schon bei 1:36. Dass jetzt Milizen vermehrt Menschen entführen, wie zuletzt im Nordosten des Landes, mache die Lage noch prekärer.
Christo Kachar wirbt dafür, dass andere seinem Beispiel folgen und der Bevölkerung in Syrien helfen: „Ich kann es nicht verstehen, dass Menschen bei uns Geld horten und es nicht sinnvoll ausgeben!“

Autor:

Oliver Sander aus Buchholz

Panorama
Coronatests sind noch immer wichtig
  2 Bilder

Wurden Corona-Testzentren viel zu früh geschlossen?

Experten warnen vor neuer Corona-Gefahr durch Urlaubsrückkehrer / Kritik aus der Politik (jab/thl). Sind die Corona-Testzentren der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN), die z. B. an den Krankenhäusern Winsen und Buchholz sowie in Stade neben dem Gebäude der Kassenärztlichen Vereinigung standen, zu früh geschlossen worden? Zwar gab es bisher noch keinen großen Ansturm auf die Arztpraxen, in denen die Tests jetzt durchgeführt werden sollen. Doch das kann sich schnell ändern: Die...

Politik
Üppig zeigt sich das Jakobskreuzkraut auf der Ökokontofläche bei Ramelsloh und Ohlendorf

Giftige Pflanze in Seevetal
Das Jakobskreuzkraut sorgt für Aufregung in Ramelsloh

ts. Ramelsloh. Das Jakobskreuzkraut breitet sich auf der sogenannten Ökokontofläche am Rübenberg und Hinter den Höllen in der Ortschaft Ramelsloh aus. Die giftige, hier heimische Pflanze kann die Gesundheit von Pferden und anderen Weidetieren bedrohen. Nach dem Verzehr können bereits geringe Mengen bei den Tieren zu Leberschäden führen. Bürger haben deshalb die Seevetaler Gemeindeverwaltung in einer E-Mail aufgefordert, das Jakobskreuzkraut auf der nachhaltig bewirtschafteten Fläche...

Service
Auch die Kosten für die Nutzung der Friedhofskapelle, hier am alten Friedhof in Buchholz, ist in der Satzung festgeschrieben

Bestattungskosten oft sehr unterschiedlich
So teuer ist das Sterben in Deutschland

WOCHENBLATT fragt bei den Verwaltungen nach den Bestattungskosten / Erhebung: In Köln ist's am teuersten (os). Köln ist in Deutschland die teuerste Großstadt zum Sterben. Das ist das Ergebnis einer Erhebung, die der Online-Bestatter Mymoria jüngst unter Berufung auf die Verbraucherinitiative „Bestattungskultur Aeternistas“ herausgab. Demnach werden in der Domstadt für Beisetzung, Trauerhalle und ein Erdreihengrab rund 2.600 Euro fällig, für ein Urnengrab 2.400 Euro. Im Durchschnitt liegen die...

Sport
Thilo Bade (re. im Spiel gegen Göttingen) hilft schon als Schlagmann im Erstligateam der Wild Farmers aus
  3 Bilder

Baseball in Dohren
Wild Farmers starten in ihre Jubiläums-Saison

30 Jahre Baseball in Dohren: Eine normale Saison wird es für Die Wild Farmers nicht geben – nur 150 Zuschauer pro Spiel sind zugelassen (cc). Nachdem das Baseballteam der Wild Farmers aus Dohren in drei Jahrzehnten schon viele Ausrufezeichen gesetzt hat, steht für alle Beteiligten nun fest, dass sowohl die erste Herrenmannschaft (1. Bundesliga), als auch die 2. Herren (2. Liga) in eine verkürzte Saison 2020 starten werden. Mit Heimsiegen des Erstligisten am Samstag, 8. August, 12 Uhr, gegen...

Politik
Auf dem Gelände der Stadtwerke an der Maurerstraße soll in einer Halle ein Feuerwehrfahrzeug stationiert werden

Sechsmonatige Probephase geplant
Feuerwehrstandort bei den Buchholzer Stadtwerken?

os. Buchholz. Steht bald ein Löschfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Holm in der Waschhalle der Buchholzer Stadtwerke, um von der Maurerstraße zu Einsätzen z. B. ein Steinbeck auszurücken? Das sehen zumindest die Pläne der Stadtverwaltung und der Feuerwehrspitze vor, die Buchholz' Stadtjustiziarin Hilke Henningsmeyer jüngst im Bauausschuss vorstellte. Demnach soll es einen sechsmonatigen Probebetrieb geben und hinterher über weitere Schritte entschieden werden. Hintergrund der Maßnahme ist...

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen