Grundstein für Hospiz-Neubau in Buchholz gelegt
Heimstatt für Menschen auf dem letzten Lebensweg

Sie legten den Grundstein: (v. li.) Architektin Andrea Geister-Herbolzheimer, Peter Johannsen (Geschäftsführer Hospiz), Norbert Böttcher (Krankenhaus Buchholz), stv. Landrätin Anette Randt, Pflegedienstleiterin Birte Rantze, Pastor Andreas Kern, Sieglinde Winterstein (Vorsitzende Betreibergesellschaft) mit Enkelin Lotta und Hans Dittmer (Bürgerstiftung)
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  • Sie legten den Grundstein: (v. li.) Architektin Andrea Geister-Herbolzheimer, Peter Johannsen (Geschäftsführer Hospiz), Norbert Böttcher (Krankenhaus Buchholz), stv. Landrätin Anette Randt, Pflegedienstleiterin Birte Rantze, Pastor Andreas Kern, Sieglinde Winterstein (Vorsitzende Betreibergesellschaft) mit Enkelin Lotta und Hans Dittmer (Bürgerstiftung)
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os. Buchholz. "Manchmal muss man Dinge tun, die man nicht tun wollte. Man kann das beweinen oder sich um die Gestaltung der Zukunft kümmern. Wir haben uns für Letzteres entschieden." Das sagte Sieglinde Winterstein, Vorsitzende der Betreibergesellschaft, am Freitag bei der Grundsteinlegung für den Neubau des Hospizes Nordheide in Buchholz. Rund 50 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft kamen auf die Baustelle am Fuße des Krankenhauses.
Wie berichtet, soll bis Ende 2020 ein Neubau mit 14 Zimmern entstehen, in dem Menschen auf ihrem letzten Lebensweg kompetent und einfühlsam begleitet werden. Vorgesehen sind zudem zwei Zimmer für Besucher, ein Gemeinschaftsraum, ein "Raum der Stille" zum Zurückziehen sowie ein Büroraum für den Oekumenischen Hospizdienst. Der Neubau soll rd. 6,5 Millionen Euro kosten.
Peter Johannsen, Geschäftsführer des Hospizes Nordheide, erinnerte an die Anfänge der Planung. Vor zwei Jahen saß er mit Krankenhaus-Geschäftsführer Norbert Böttcher zusammen, um über Veränderungen im alten Hospiz zu reden. "Wir wollten eigentlich ein Zimmer auflösen und in ein Büro umwandeln sowie ein bis zwei neue Zimmer schaffen", sagte Johannsen. Böttcher wiederum eröffnete Johannsen seine Pläne für eine Erweiterung des Krankenhauses, die die Räumlichkeiten des Hospizes umfasste. "Die beiden Planungen harmonierten überhaupt nicht, sodass wir letztlich mit einer Neubauplanung konfrontiert waren", erklärte Johannsen schmunzelnd. Aus einem Architektenwettbewerb mit vier Entwürfen ging Andrea Geister-Herbolzheimer (Architektin im Wasserturm) aus Oldenburg als Siegerin hervor. Sie konstruierte ein Gebäude mit einem Holzrahmen und einer Nutzfläche von rd. 1.550 Quadratmeter. Die ebenerdigen Einzelzimmer sind mit Bad sowie Terrasse oder Balkon ausgestattet. Die Mitarbeiter des Hospizes hätten die Planungen durch ihre Anregungen sinnvoll ergänzt, lobte die Architektin.
Den Großteil der Finanzierung des Neubaus stemmt das Hospiz aus Darlehen der Sparkasse Harburg-Buxtehude (3,4 Millionen Euro) und der Bürgerstiftung Hospiz Nordheide (2,1 Mio.). 50.000 Euro gibt die Diakonie, 950.000 Euro werden aus Eigenmitteln übernommen. Rund die Hälfte dieser Summe müsse man durch Spenden noch generieren, betonte Johannsen.
Pastor Andreas Kern betonte in seinem Grußwort, dass man mit dem Hospiz eine Heimstatt für Menschen schaffe, in der sie und ihre Angehörigen auf ihrem letzten Lebensweg Trost und Hilfe erfahren. Kern erinnerte an die Weihnachtsgeschichte aus dem Lukas-Evangelium, in der Maria und Josef keine Unterkunft für Jesu Geburt fanden. "Draußen allein zurechtzukommen, wünschen wir einem Menschen genauso wenig wie dieses am Ende seines Lebens tun zu müssen", sagte Kern.
Buchholz' Erster Stadtrat Dirk Hirsch betonte, dass die im Hospiz von Haupt- und Ehrenamtlichen geleistete Arbeit nicht hoch genug eingeschätzt werden könne. Der Neubau im Herzen sei ein großer Gewinn für die Stadt Buchholz.

Autor:

Oliver Sander aus Buchholz

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