Kasimir und Ella als Vorbild: Lastenräder für Buchholz

Teilnehmer der Lastenrad-Initiative um den Initiator Peter Eckhoff (2. v. re.)
  • Teilnehmer der Lastenrad-Initiative um den Initiator Peter Eckhoff (2. v. re.)
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Initiative will bis Frühjahr 2019 kostenloses Ausleihsystem etablieren / Fördermittel vom Bund?

os. Buchholz. Es gibt schon Kasimir in Köln, Ella in Erfurt oder Helfi in Herne - Lastenräder-Initiativen sind derzeit schwer im Kommen. Deutschlandweit gibt es 78 Projekte, die ein gemeinsames Ziel haben: die Förderung einer ökologisch nachhaltigen und sozial gerechten Mobilitätsentwicklung im Sinne des Umweltschutzes und die Reduzierung von Autoverkehr in den Innenstädten. 16 weitere sind in Planung, eine jetzt auch in der Region: In Buchholz schickt sich jetzt der Verein "Buchholz fährt Rad" an, die erste Lastenrad-Initiative weit und breit zu gründen. Möglichst im Frühjahr 2019 sollen die Lastenräder zur Verfügung stehen, deren Ausleihe als Gemeingut für alle, die sich für das Projekt registriert haben, kostenlos sein soll.
Dass bis zur Umsetzung noch eine große Wegstrecke zurückzulegen ist, verdeutlichte Mit-Initiator Peter Eckhoff am vergangenen Montag bei der Vorstellung in Buchholz. Rund 20 interessierte Bürger kamen zu dem Vortrag in der Rathauskantine. So ist der Plan: Der Verein "Buchholz fährt Rad" kauft drei bis fünf Lasten-Fahrräder, die wahlweise zum Transport von schweren Gütern, von Kindern oder für private Zwecke genutzt werden können. Die Räder sollen in Einzelhandelsgeschäften im Buchholzer Stadtgebiet stationiert werden und dort zur Ausleihe bereitstehen. Alle Interessierten, die sich zuvor online registrieren lassen, sollen die Räder kostenfrei ausleihen können - tageweise und längstens für drei Tage. "Damit wollen wir erreichen, dass die Lastenräder von möglichst vielen Bürgern genutzt werden", erklärte Peter Eckhoff.
Die Finanzierung der Fahrräder und die Akquise potenzieller Standorte sind die Hauptaufgaben des Vereins in den kommenden Wochen. Derzeit gibt es die Möglichkeit, Anträge beim Bund zur Förderung von Klimaschutzprojekten zu stellen. Auch bei der Stadt Buchholz wolle man Fördermittel einwerben, kündigte Eckhoff an. Die Pflege und Wartung der Fahrräder soll über Einzelspenden sowie Mitgliedsbeiträge des Vereins "Buchholz fährt Rad" finanziert werden. Eckhoff rechnet mit einem Anschaffungspreis von 3.000 bis 5.000 Euro pro Fahrrad.
Eckhoff und andere Vereinsmitglieder informierten sich in den vergangenen Wochen bei anderen Lastenrad-Initaitiven, u.a. in Oldenburg und Aurich. Dort seien die Projekte so positiv aufgenommen worden, dass es eine Warteliste für Einzelhandelsgeschäfte gebe, die gerne als Lastenrad-Station fungieren wollen, berichtete Eckhoff. In Aurich werde ein Teil der Kosten über freiwillige Spenden der Nutzer getragen, im Schnitt rund drei Euro pro Ausleihe.
• Wer Interesse hat, Station für die Lastenräder zu sein, kann sich bereits jetzt melden unter info@lastenrad-buchholz.de. Weitere Infos unter www.lastenrad-buchholz.de (in Aufbau) sowie www.dein-lastenrad.de.

Autor:

Oliver Sander aus Buchholz

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