Finanzamt Buchholz
Leiter Wolfhard Krentz geht, Arne Homfeldt kommt

Der scheidende Finanzamtschef Wolfhard Krentz (re.) mit seinem Nachfolger Dr. Arne Homfeldt
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Panorama
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Corona-Zahlen am 26. Januar im Landkreis Harburg
Inzidenzwert sinkt den dritten Tag in Folge

(lm). Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Harburg ist am heutigen Mittwoch, 26. Januar, erneut leicht gesunken. Am Vortag lag der Wert bei 1.274,5, heute bei 1.263,6. Am Mittwoch der Vorwoche zuvor belief sich der Inzidenzwert auf 976,9.  374 neue Corona-Fälle wurden heute vermeldet, 3.235 waren es in den vergangenen sieben Tagen. Die landesweiten Werte der Hospitalisierungsinzidenz (6,9 auf 7,3) und der Intensivbettenbelegung (4,9 auf 5,2 Prozent) sind dagegen angestiegen.  Seit Ausbruch der...

Wirtschaft
Die Beluga XL soll die Beluga ST ersetzen
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Die Beluga-Reihe
Airbus gründet kommerzielle Airline für XXL-Fracht

(sv). Sie ist zu einem gewohnten Anblick am Himmel über Stade geworden: Die Beluga im Anflug auf Finkenwerder. Vor fast 30 Jahren absolvierte die Airbus-Beluga-Reihe ihren Erstflug mit XXL-Frachten, nun sollen die bisher eingesetzten Beluga ST bis 2023 durch sechs größere Beluga XL ersetzt werden, die statt einem gleich zwei A350-Flügel transportieren können. Am Boden sollen die ausgemusterten ST-Flugzeuge jedoch nicht bleiben: Angesichts des wachsenden Nischenmarkts hat Airbus jetzt einen...

Panorama
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Corona-Warnapp
Was tun bei einer Begegnung mit erhöhtem Risiko?

(sv). Die Corona-Zahlen befinden sich seit Anfang des Jahres in einer steilen Aufwärtskurve. Durch die sich schnell verbreitende Corona-Variante Omikron schlägt vieler Orts nun die Corona-Warnapp häufiger aus und meldet Begegnungen mit niedrigem oder hohem Risiko. Aber was bedeuten die Risikowarnungen und was ist in einem solchen Fall zu tun? Das RKI erklärt die Meldungen folgendermaßen: Begegnung mit niedrigem Risiko"Zeigt die Corona-Warnapp ein 'niedri­ges Risiko' an und listet gleich­zeitig...

Politik
So sieht das Grobkonzept für das Eingangsgebäude für Gastronomie undden Eingangs-/Kassenbereich aus   Foto: Polyplan GmbH und Planungsbüro Kreikenbaum + Heinemann, Bremen

Baubeginn im August
Im August beginnt der Bau des Naturbades in Winsen

thl. Winsen. Im Mai 2024 soll das Naturbad im Eckermannpark fertig sein und kurz danach eröffnet werden. Diesen Fahrplan gab jetzt Angelina Gastvogel von der Stadtverwaltung in der Sitzung des des Ausschusses für Kultur, Freizeit, Tourismus und Partnerschaften vor, die am Dienstagabend im Marstall stattfand. Gastvogel stellte dabei die Entwurfsplanung für das Bad vor, die nahezu komplett abgeschlossen ist. "Der Förderantrag beim Bund ist fristgerecht eingereicht worden, jetzt sind wir im...

Panorama
Viele Pflegekräfte arbeiten am Rande ihrer Kräfte. Ab Mitte März gilt eine Impfpflicht - zunächst in Gesundheits- und Pflegeberufen

Dramatischeren Pflegenotstand suggerieren
Fake-Annoncen gegen die Impfpflicht

(bim). Bundesweit werden aktuell Anzeigenblätter mit Stellengesuchen von Pflegekräften überschüttet, die ungeimpft sind und ab Mitte März - dann soll die Impfpflicht für Gesundheits- und Pflegepersonal gelten - angeblich nach neuen "Wirkungskreisen" und "Herausforderungen" suchen. So auch das WOCHENBLATT. Allerdings handelt es sich dabei offenbar um eine Kampagne von Impfgegnern. "Keine seriöse Krankenschwester würde eine solche Stellenanzeige schalten", erklärte eine medizinische Fachkraft dem...

Service

Zeitnahe Benachrichtigung nicht mehr möglich
Corona: Gesundheitsamt im Kreis Stade kommt nicht mehr hinterher

jd. Stade.  Die Corona-Fallzahlen im Landkreis Stade steigen weiter – und das Gesundheitsamt kommt nicht mehr hinterher. Eine zeitnahe Kontaktnachverfolgung bzw. Benachrichtigung von Personen, die positiv getestet wurden, ist seit dieser Woche nicht mehr möglich. „Wir schieben derzeit rund 1.000 Betroffene vor uns her, die wir nicht mehr – wie bisher üblich – binnen 24 Stunden angerufen haben“, sagt Landrat Kai Seefried. Die Masse der Infizierten sei einfach zu groß, um alle Fälle innerhalb...

Wirtschaft
Beim umstrittenen Thema Surfpark hielten sich die Stimmen von Befürwortern und Gegnern die Waage

Online-Voting im WOCHENBLATT
Leser-Umfrage zum Surfpark Stade: Fast ein Patt

jd. Stade. Dieses Bauprojekt bietet offenbar reichlich Diskussionsstoff: Beim geplanten Surfpark in Stade gehen die Meinungen auseinander. Das WOCHENBLATT wollte ein Stimmungsbild bei den Leserinnen und Lesern einfangen und richtete daher ein Online-Voting aus. Das brachte folgendes Ergebnis: 49 Prozent sprechen sich für einen Surfpark aus, 46 Prozent positionieren sich ganz klar dagegen. Der Aussage, dass der Surfpark nur gebaut werden soll, wenn bestimmte ökologische Kriterien eingehalten...

Panorama
Auch während der Rastzeit vollführen die Kraniche ihre imposanten Tänze mit lauten trompetenartigen Rufen
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Vogelbestand im Aufwind
70 Kranich-Paare im Landkreis Stade gezählt

sv/nw. Landkreis Stade. In den 1990er Jahren war der Kranich nur ein sehr seltener Gast im Landkreis Stade. 1996 konnte lediglich ein Brutpaar nachgewiesen werden – inzwischen haben 70 Kranichpaare ihr Revier im Landkreis. Dr. Uwe Andreas, Leiter des Naturschutzamtes: „Dieser große Erfolg ist der Renaturierung und Wiedervernässung in den Naturschutzgebieten Feerner Moor und Hohes Moor sowie in den Kehdinger Mooren zu verdanken.“ Die Zahl der Kraniche nimmt zuWährend der Zugzeit der Kraniche...

os. Buchholz. Mit seiner Forderung, dass die Steuererklärung auf einem Bierdeckel erledigt werden müsse, sorgte der ehemalige CDU-Fraktionsvorsitzende Friedrich Merz im Jahr 2003 für Aufsehen. Bislang ist man davon weit entfernt, und das wird auch so bleiben, prognostiziert Wolfhard Krentz (64). "Die Steuererklärung auf dem Bierdeckel ist eine Illusion. Steuerrecht umfasst ja nicht nur die Steuererhebung, sondern viele andere Aspekte wie individuelle Förderung, Vermietung, Verpachtung oder Unternehmensbeteiligungen", betont der scheidende Leiter des Finanzamts Buchholz. Trotz der elektronischen Hilfe etwa durch das Elster-System sei die Steuererklärung in Teilen kompliziert, räumt Krentz ein: "Ich rattere meine Steuererklärung auch nicht einfach runter, da brauche ich schon einige Zeit." Nach mehr als 16 Jahren in Buchholz und insgesamt 34,5 Jahren im öffentlichen Dienst geht Krentz Ende Januar in den Ruhestand. Sein Nachfolger wird Dr. Arne Homfeldt (51), derzeit Vorsteher des Finanzamts Rotenburg.
Wolfhard Krentz, geboren in Detmold, startete nach einem Studium der Rechtswissenschaften seine Laufbahn in seinem Heimat-Bundesland Nordrhein-Westfalen. Nach Stationen in Siegburg und Bonn wechselte Krentz nach Niedersachsen ins Finanzamt für Fahndung und Strafsachen in Lüneburg. Weitere Arbeitsorte waren die Finanzämter in Uelzen, Lüneburg und Winsen, wo Krentz von Juli 2001 bis November 2004 Vorsteher war. Von der Kreisstadt wechselte er zum 1. Dezember 2004 in gleicher Funktion nach Buchholz - und blieb. Zuletzt führte Krentz hier rund 250 Mitarbeiter.
Eine Besonderheit habe der Einzugsbereich des Finanzamtes Buchholz, der im Landkreis Harburg östlich der Seeve beginnt, gehabt. "Hier gibt es besonders viele Wohlhabende", berichtet Krentz. Das schlägt sich auch in den Einnahmen der Institution nieder: Diese erhöhten sich von 409 Millionen Euro im Jahr 2009 auf 694 Millionen Euro im Jahr 2019. Im vergangenen Jahr gab es durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie erstmals einen Rückgang der Steuereinnahmen, dieser seit mit 31 Millionen Euro aber vergleichsweise moderat ausgefallen. Grund sei, dass es im Landkreis Harburg viele kleinere Firmen gibt, die trotz der Pandemie weiter arbeiten und produzieren konnten. Die Zahl der "normalen" Arbeitnehmer sei im Zeitraum von 2010 bis 2019 nur leicht von 34.000 auf 35.000 gestiegen, dagegen habe die Anzahl der Selbstständigen stark von 19.000 auf 24.000 und von Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH) und Aktiengesellschaften besonders stark von 2.100 auf 2.850 zugenommen.
Die spannendste Zeit in seiner Laufbahn seien die Monate nach dem Ankauf von Steuer-CDs gewesen, erinnert sich Krentz: "Wir haben in unserem Zuständigkeitsbereich viele Selbstanzeigen gehabt, das hat sich richtig gelohnt. Das war eine aufregende Zeit."
Im Ruhestand will sich Wolfhard Krentz auf seinem Grundstück im Landkreis Lüneburg "austoben". Zudem freut er sich darauf, sich intensiver um sein Steckenpferd, die Malerei in den Niederlanden, kümmern zu können. Und schließlich hat er begonnen, Französisch zu lernen.
Krentz' Nachfolger, Dr. Arne Homfeldt, ist in Buchholz kein Unbekannter: Bereits von 2001 bis 2004 und dann noch einmal von 2008 bis 2010 arbeitete Homfeldt in Buchholz. Er übernehme ein gut bestelltes Feld, betont Homfeldt, der im Landkreis Rotenburg lebt. Wie sein Vorgänger wird er großen Wert auf die Fortbildung der Mitarbeiter legen - und auf die Akquise des Nachwuchses. Viele glaubten immer noch, dass man beim Finanzamt gut rechnen können muss und Akten wälzt. Richtig ist: Ein gutes Zahlenverständnis hilft, doch das Rechnen übernehmen größtenteils spezielle Computerprogramme. Und auch die Akten gibt es vorwiegend digital.

Autor:

Oliver Sander aus Buchholz

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