"Bedenkliche Vermüllung"
NABU prangert zunehmende illegale Entsorgung von Altlasten in Natur an

Umweltsünden wie diese 2020 in der Natur zwischen Pattensen und Thieshope entdeckte Mini-Müllhalde sind im Landkreis Harburg immer wieder zu finden
  • Umweltsünden wie diese 2020 in der Natur zwischen Pattensen und Thieshope entdeckte Mini-Müllhalde sind im Landkreis Harburg immer wieder zu finden
  • Foto: Rose
  • hochgeladen von Christoph Ehlermann

ce. Landkreis. Immer wieder berichtet das WOCHENBLATT über Müllsünder, die ihre Altlasten von leeren Flaschen bis zu ausgedientem Wohnmobiliar rücksichtlos in der Natur "entsorgen". Mit Sorge verfolgt auch der Naturschutzbund Niedersachsen (NABU) eine deutlich zunehmende Vermüllung der Landschaft. "Es fällt auf, dass gerade in den vergangenen Wochen die illegale Beseitigung von Abfällen offenbar deutlich zugenommen hat. Dabei drängt sich der Verdacht auf, dass viele Mitmenschen seit dem Beginn des Lockdowns die mitgenommenen Verpackungen von Speisen und Getränken einfach in der Landschaft entsorgen", erklärt Rüdiger Wohlers vom NABU. "Viele Gräben, Straßenränder, Feldgehölze, Äcker und sogar Gärten werden durch Dosen, Flaschen, Gläser, Pizzapappen und Schaumstoffbehälter 'geziert'."
Diese Entwicklung - so der empörte Wohlers weiter - sei "bedenklich und kann nicht hingenommen werden. Es ist ein Rückfall in unselige Zeiten wie vor 30 oder 40 Jahren, als Abfall oft sorglos in die Natur geworfen wurde". Auffallend sei, dass an vielen Straßen Verpackungsreste, mitunter in großem Umfang, von Fast-Food-Imbissen zu finden seien. "Da machen sich wohl manche einen üblen Spaß daraus, die Fliehkräfte zu nutzen und am Autobahnkreuz oder der Ausfahrtkurve das Fenster zu öffnen, um den Müll einfach aus dem Fenster zu werfen", macht der Naturschützer seinem Unmut Luft. "Wer so etwas beobachtet, sollte sich das Kennzeichen notieren und Anzeige erstatten. Illegale Abfallentsorgung ist kein Kavaliersdelikt und kann nicht geduldet werden.“
Der Müll belaste die Landschaft und stelle oft eine Gefahr für Wildtiere dar. "Kleinsäuger können sich in Bechern und Plastikgefäßen verfangen, Vögel in Kunststoff-Netzteilen hängenbleiben und andere Tiere sich an von Getränkedosen abgerissenen Metallringen verletzen", mahnt der NABU-Experte.

Autor:

Christoph Ehlermann aus Salzhausen

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