Auch im Lockdown viel unterwegs
WOCHENBLATT-Redaktionsvolontärin begeistert vom Geocachen

Versteckte Petlinge (Röhren), Dosen oder Nanos (winzige Behälter) zu finden, fasziniert Svenja Adamski, Redaktionsvolontärin beim WOCHENBLATT, am Geocachen
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  • Versteckte Petlinge (Röhren), Dosen oder Nanos (winzige Behälter) zu finden, fasziniert Svenja Adamski, Redaktionsvolontärin beim WOCHENBLATT, am Geocachen
  • hochgeladen von Tamara Westphal

(sv). Der Lockdown hat alle wieder fest im Griff. Geschlossene Kinos, Fitnessstudios und Restaurants sperren die meisten in ihren eigenen vier Wänden ein. Spazierengehen scheint die einzig übrig gebliebene Beschäftigung. Doch das bot mir, Svenja Adamski, Redaktionsvolontärin beim WOCHENBLATT, während des ersten Lockdowns im Frühjahr 2020 schon nach wenigen Tagen keine Abwechslung mehr. Deutlich mehr Faszination weckte da ein mir zwar schon bekanntes, aber bis dato noch nie selbst ausprobiertes Hobby: das Geocachen.

Was ist Geocachen?

Beim Geocachen (GPS-Schnitzeljagd) wird eine von anderen versteckte Dose, der sogenannte Cache, anhand von Koordinaten gesucht. Über die Website www.geocaching.com und die dazugehörige App lassen sich alle verfügbaren Geocaches in der Gegend anzeigen und mit dem Smartphone oder einem GPS-Gerät orten. Vor Ort müssen die Geocacher dann aktiv werden. Versteckt sich der Cache unter einem Stein, in einem Baumstumpf oder hinter einem Straßenschild? Sind die Geocacher mit ihrer Suche erfolgreich, können sie im Logbuch des Caches Namen und Datum eintragen und dürfen den "Find" online loggen.
Dabei kommen die Caches in den verschiedensten Größen und Formen daher. Micro-Caches sind kaum größer als ein Daumennagel, die gängigsten Behälter ähneln einem Reagenzglas und bei großen Caches lassen die Besitzer oft ihrer Fantasie freien Lauf, sodass wirklich einmalige Fundstücke entstehen können (kleines Foto).
Doch auch den Schwierigkeitsgrad gilt es bei der Suche zu beachten. Die meisten traditionellen Caches sind wunderbar für Familien mit Kindern zu finden. Bei schwierigeren braucht es hin und wieder Werkzeug wie einen Schraubenschlüssel, eine Magnetangel oder sogar Kletterausrüstung. Wer neben dem Suchen auch gerne knobelt, kann sich an einem Mystery-Cache versuchen. Hier muss zuhause erst ein Rätsel gelöst werden, das die wahren Koordinaten verrät. Für eine kleine Wanderung bieten sich sogenannte Multi-Caches an. Diese führen den Geocacher mit kleinen Aufgaben von Station zu Station bis zum finalen Versteck.
Eine meiner absoluten Lieblingstouren ist zum Beispiel "Durch die Lohbergen", in Holm-Seppensen (Landkreis Harburg). Bis ins Büsenbachtal führte uns die knapp fünf Kilometer lange Runde, die uns trotz, oder gerade wegen des anhaltenden Regens, nachdrücklich begeisterte. Ob ein Cache für Kinder geeignet ist, eine Runde mit dem Fahrrad ermöglicht oder spezielles Werkzeug benötigt, ist immer online auf der Geocaching-Seite beschrieben. Dort finden sich neben Schwierigkeit und Größe oft auch interessante Details zu der Gegend.

Vorsicht - Muggel!

Seit einem Jahr sind mein Freund und ich nun zu zweit unterwegs auf Schatzsuche, immer auf der Jagd nach dem nächsten Cache. Dabei ging es uns zunächst wie neuen Hundebesitzern, die plötzlich nur noch Dalmatinern auf der Straße begegnen. Vorher waren sie uns nie aufgefallen, auf einmal sahen wir sie überall: Menschen, die sich ganz unauffällig auffällig in der Stadt mitten auf dem Gehweg oder im Wald hinter einem Baum herumdrücken. "Muggel" - so nennen die Geocacher unwissende Passanten, in Anlehnung an Harry Potter - würdigen diese scheinbar verwirrt Herumstehenden höchstens mit einem kurzen verwunderten Blick, bevor sie ihrer Wege gehen. Doch ein Eingeweihter lernt schnell, die Suchenden als gleichgesinnte Geocacher zu erkennen.
Ganz wichtig beim Geocachen: Die Position des Caches geheim halten und sich beim Suchen möglichst nicht von "Muggeln" beobachten lassen, damit das Versteck auch weiterhin sicher und für nachfolgende Geocacher zu finden bleibt.

Ausrüstung zum Geocachen

Mit dem Smartphone und einem Rucksack voller kleiner Hilfswerkzeuge ziehen auch wir fast jedes Wochenende los. Mittlerweile müssen wir dafür sogar ins Auto steigen und die umliegende Gegend erkunden, denn in unserem Revier sind wir schon so gut wie durch. Hin und wieder erscheint ein neuer Geocache in unserer Nähe, den es wieder von der Karte zu streichen gilt. Das Schöne daran: Wir lernen mit jedem Mal auch alte Ecken neu kennen.
Für den Einsteiger reichen ein Stift und ein internetfähiges Handy oder wahlweise ein GPS-Gerät vollkommen aus, damit lässt sich jeder einfache traditionelle Cache lösen. Wer sich das Geocachen zum Hobby machen möchte, der kann sich von Multifunktionstaschenmesser bis hin zur Kletterausrüstung rundum ausstatten.
Das steckt momentan in unserem Rucksack: Stifte, Kreuz- und Schlitzschraubenzieher, Zange, Pinzetten, Log-Stempel, Ersatz-Logbuch, Magnetangel und (Schwarzlicht-)Taschenlampen.

• Wer das Geocachen selbst einmal versuchen möchte, findet alle Informationen unter der Adresse www.geocaching.com.

Autor:

Svenja Adamski aus Buchholz

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