Lockdown
Sind Kitas nicht systemrelevant genug? - Schulen schließen, Kitas bleiben offen

Versuchen den Kindern zuliebe, Normalität im Kindergarten Kunterbunt zu leben: Ute Loser (v.li.), Marina Will, Andrea Schacht, Gisela Johst und Marina Menzel
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Während die Schulen nun wieder geschlossen sind, arbeiten die Erzieher seit dem ersten Lockdown durch. Die Hygieneregeln setzen sie um, so gut es eben geht, doch Abstand ist in den Kitas nur schwer einzuhalten.
"Wir gehören zur Hochrisikogruppe", erzählt Andrea Schacht, Leiterin des Kindergartens Kunterbunt, in Hinblick auf die Erkältungszeit. "Zwar haben die Kinder sich schon daran gewöhnt, sich regelmäßig die Hände zu waschen, doch ihr Bedarf nach körperlicher Nähe ist unmöglich zu ignorieren." Das sagt auch Erzieherin Kim Lint Golinski aus Stelle: "Ich kann doch kein weinendes Kind auf Abstand halten!"
Die Erzieherinnen aus Buchholz und Stelle lieben die Arbeit mit den Kindern, für sie ist ihr Job eine Berufung. Doch wirkliche Unterstützung erfahren sie in diesen Zeiten nur von den Eltern der Kinder. So spielen normalerweise 25 Kinder in Kim Lint Golinskis Gruppe. Nun sind es nur noch neun. Von den 20 Kindern pro Gruppe im Kindergarten Kunterbunt werden momentan nur zwei in der einen und gar keine in der anderen Gruppe betreut.
"Die Eltern versuchen ihr Bestes, die Kinder selbst zuhause zu betreuen - sie sind super kooperativ", lobt die Kindergarten-Leiterin Andrea Schacht. "Doch auch sie sind verunsichert. Nach Ankündigung des zweiten Lockdowns bekamen wir viele Anrufe, wie denn nun die weitere Verfahrensweise ist. Gerade auch deshalb, weil alle Einrichtungen die Verordnungen unterschiedlich umsetzen."
Eine wirkliche Notbetreuung wie im ersten Lockdown wurde nämlich nicht angekündigt, aber auch die Regelung, dass Eltern mit Kindern unter zwölf Jahren zur Betreuung zuhause bleiben dürfen, bleibt nun aus. Kim Lint Golinski hat da noch Glück: Sie betreut ihre fünfjährige Tochter selbst in der Kindertagesstätte. Andere Erzieher müssen ihre Kinder weiter in die Kindertagesstätten geben.
Was die Erzieherinnen aus Buchholz und Stelle sich daher von der Politik gewünscht hätten, ist eine klare Kommunikation im Vorfeld. Dass sie systemrelevant sind, wissen die Erzieherinnen - ohne sie könnten all die Ärzte, Pfleger und Lebensmittel-Verkäufer mit Kindern nicht arbeiten. Nur bei den Politikern scheint ihre Wichtigkeit noch nicht so ganz angekommen zu sein.

Versuchen den Kindern zuliebe, Normalität im Kindergarten Kunterbunt zu leben: Ute Loser (v.li.), Marina Will, Andrea Schacht, Gisela Johst und Marina Menzel
Kim Lint Golinski aus Stelle wünscht sich mehr Verständnis von der Politik
Autor:

Svenja Adamski aus Buchholz

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