Sanierungsarbeiten
Tigerbrücke über die Buchholzer Bahngleise weiterhin gesperrt

"Betonkrebs" nennt der Fachmann die durch eindringendes Wasser freiliegende Stahlverstärkung im Brückenboden
  • "Betonkrebs" nennt der Fachmann die durch eindringendes Wasser freiliegende Stahlverstärkung im Brückenboden
  • Foto: Helms
  • hochgeladen von Tamara Westphal

lm. Buchholz. Bereits seit Ende September wird an der blauen Brücke, im Volksmund auch Tigerbrücke genannt, gearbeitet. Ein Jahr sollen die Sanierungsarbeiten an der Brücke dauern, die die Nord- und die Südseite des Buchholzer Bahnhofs verbindet.
Was hat sich in der Zwischenzeit auf der Baustelle getan, die seit Baubeginn durch eine weiße Folie blickdicht von der Außenwelt abgeschirmt ist? „Wir haben im Sandstrahlverfahren den Rost von den Trägern geholt“, erklärt Cristian Golea. Der Bauingenieur verantwortet für die Stadt Buchholz die Sanierung des fast 40 Jahre alten Bauwerks.
Der Boden der Brücke ist abgetragen, teilweise liegt der nackte Beton darunter frei. In der Mitte finden sich in regelmäßigen Abständen Löcher im Boden. „Die haben wir mit 3.000 Bar Wasserdruck gebohrt“, erläutert Fritz Knoop, dessen Firma Knoop und Hofschroer die Brücke saniert. In den Löchern sind Teile der Stahlmatten freigelegt, die entscheidend für die Tragfähigkeit des Brückenbodens sind. „So können wir prüfen, wie es um die Armierung, das Verstärkungsgerüst innerhalb des Betons, steht.“ Schadhafte Matten werden, ebenso wie beschädigte Betonteile, ausgetauscht. „Der Stahl hat sich ganz gut gehalten“, urteilt Knoop. Für den Beton gilt das nur bedingt. Thermik, Erschütterungen durch den Zugverkehr, die Nutzung und vor allem Wasser und Streumittel haben dem Baustoff zugesetzt.
Über die ganze Länge des Gerüsts ist unter der Brücke ein Holzboden ausgelegt, keine zwei Meter darüber verläuft der Brückenboden. Ziemlich genau in der Brückenmitte ist ein großes Stück Beton aus der Decke geplatzt und hat die Stahlarmierung freigelegt. Die Ursache dafür sind Risse im Brückenboden, über die Wasser in die Konstruktion eindringt. „Wir werden diese mit speziellen Fugenbändern abdichten, um das zukünftig zu verhindern“, erläutert Knoop.
Wenn die Arbeiten an den beiden Eingangsbereichen der Brücke beendet sind, ist der Mittelteil an der Reihe. In knapp zehn Monaten sollen die Arbeiten an der Brücke fertiggestellt sein. Dann soll die Brücke auch einen neuen Namen und einen neuen Anstrich erhalten: Nach Abschluss der Arbeiten erstrahlt die Brücke in Blau und Weiß, den Nationalfarben Finnlands, in dem die Buchholzer Partnerstadt Järvenpää liegt. Sie ist auch neuer Namensgeber der blauen Brücke: Järvenpää.

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Autor:

Lennart Möller aus Rosengarten

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