Über den Wolken, und doch ganz erdverbunden

Der Computertechnik sei Dank: Konzentriert steuern Olaf Iffländer (li.) und Wolfgang Göbel das Flugzeug über den Hamburger Flughafen
12Bilder
  • Der Computertechnik sei Dank: Konzentriert steuern Olaf Iffländer (li.) und Wolfgang Göbel das Flugzeug über den Hamburger Flughafen
  • hochgeladen von Oliver Sander
Panorama
Ein Weltstar zum Anfassen: Schauspieler und Schriftsteller Hardy Krüger mit Ehefrau Anita (re.) bei Krügers Lesung 2010 in Salzhausen

Zum Tode von Weltstar Hardy Krüger
WOCHENBLATT-Redakteur erinnert sich an unvergessliches Treffen mit Hardy Krüger

ce. Salzhausen. "Glückspilz" könnte auf seinem Grabstein stehen, hat Kino-Ikone ("Hatari!", "Einer kam durch", "Der Flug des Phoenix") und Schriftsteller Hardy Krüger, der unter anderem als Jugendlicher den Zweiten Weltkrieg überlebte, einmal einem Journalisten anvertraut. Jetzt starb Krüger mit 93 Jahren in seiner Wahlheimat Kalifornien, wo er mit Ehefrau Anita lebte. Als "Glückspilz" sah sich auch WOCHENBLATT-Redakteur Christoph Ehlermann, der Hardy Krüger interviewen durfte, als dieser 2010...

Panorama
Fan und Musiker-Legende backstage: Kai Holm (li.) traf Meat Loaf im Jahr 2003

Tod einer Rocklegende
Stader erinnert sich an seine persönliche Begegnung mit Meat Loaf

jd. Stade. jd. Stade. Eine Rocklegende ist tot: In der vergangenen Woche starb der US-amerikanische Musiker Meat Loaf (deutsch: "Hackbraten") im Alter von 74 Jahren. Er wird von Rockfans auf der ganzen Welt betrauert - auch in Stade. Dort trauert ein ganz besonderer "Edelfan" um ihn: Kai Holm. Der Stader, den viele Leser aus der WOCHENBLATT-Berichterstattung als SPD-Fraktionschef im Stader Rat und als Gesamtbetriebsratsvorsitzender der Elbe Kliniken kennen, ist aus tiefstem Herzen ein...

Service

24.1.2022 - Inzidenz lag zeitweise über 600
Landkreis Stade: Wieder deutlich mehr Corona-Patienten in den Elbe Kliniken

jd. Stade. Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Stade ist zu Wochenbeginn wieder in den 500er-Bereich gerutscht. Zuvor war sie am Wochenende erstmals über die Marke von 600 geklettert. Mit 514 weist der der Landkreis Stade am Montag, 24. Januar, den niedrigste Inzidenzwert aller Landkreise in der Region auf. Allerdings ist der verhältnismäßig geringe Wert mit Vorsicht zu betrachten. Aufgrund des sogenannten Meldeverzugs – Fallzahlen gehen dann erst mit einem zeitlichen Verzug von zwei, drei...

Panorama
Viele Pflegekräfte arbeiten am Rande ihrer Kräfte. Ab Mitte März gilt eine Impfpflicht - zunächst in Gesundheits- und Pflegeberufen

Dramatischeren Pflegenotstand suggerieren
Fake-Annoncen gegen die Impfpflicht

(bim). Bundesweit werden aktuell Anzeigenblätter mit Stellengesuchen von Pflegekräften überschüttet, die ungeimpft sind und ab Mitte März - dann soll die Impfpflicht für Gesundheits- und Pflegepersonal gelten - angeblich nach neuen "Wirkungskreisen" und "Herausforderungen" suchen. So auch das WOCHENBLATT. Allerdings handelt es sich dabei offenbar um eine Kampagne von Impfgegnern. "Keine seriöse Krankenschwester würde eine solche Stellenanzeige schalten", erklärte eine medizinische Fachkraft dem...

Panorama
3 Bilder

Corona-Zahlen im Landkreis Harburg am 24. Januar
Nur noch vier Kommunen mit einer Inzidenz unter 1.000

(lm). Der Landkreis Harburg vermeldet für den heutigen Montag, 24. Januar, 474 neue Corona-Fälle. 3.379 Fälle wurden in den vergangenen sieben Tagen registriert (+315 im Vergleich zum Vortag). Die Inzidenz im Landkreis Harburg ist am heutigen Montag von 1.196,8 auf 1.319,8 gestiegen.  In nur noch vier Kommunen liegt die Sieben-Tage-Inzidenz aktuell unter 1.000. Das sind Hanstedt, Hollenstedt, Rosengarten und Salzhausen. Die landesweite Hospitalisierungsinzidenz ist von 6,5 auf 6,6 gestiegen. In...

Blaulicht
Auch über die Drehleiter löschte die Feuerwehr die brennende Wohnung
2 Bilder

Zwei Katzen sterben bei Wohnungsbrand in Winsen

thl. Winsen. Aus noch ungeklärter Ursache kam es am Montagvormittag gegen 11.15 Uhr zu einem Wohnungsbrand im zweiten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses in der Straße Garthof in Winsen. Ölheizung fängt während Wartungsarbeiten Feuer Als mehrere Feuerwehren der Stadt Winsen anrückten, stand die Wohnung mit dem ausgebauten Dachgeschoss in Vollbrand. Die Bewohner hatten sich unverletzt ins Freie gerettet. Zwei Katzen wurden von der Feuerwehr aus der Wohnung geholt. Für die Tiere kam aber leider...

Wirtschaft
Der geplante Surfpark soll nicht nur von ambitionierten Sportlern genutzt werden. Er soll auch ein attraktives Freizeitangebot für alle Altersgruppen sein
Aktion

Nachhaltig oder umweltschädlich?
Ein umstrittenes Projekt: Der geplante Surfpark in Stade - Stimmen sie online ab!

+++ HINWEIS: Die Abstimmung ist seit Sonntag, 18 Uhr, beendet. +++ Nehmen Sie am Online-Voting teil. Das WOCHENBLATT möchte Ihre Meinung erfahren, liebe Leserinnen und Leser. Wie denken Sie über das Thema? jd. Stade. Er gehört zu den ungewöhnlichsten Bauprojekten, die im Landkreis Stade jemals geplant bzw. umgesetzt wurden: der Surfpark, der im Süden Stades auf einem bisherigen Maisacker der landwirtschaftlichen Genossenschaft Raisa (vormals Stader Saatzucht) entstehen soll. Wie berichtet,...

Service
Steuerexperten können helfen, Geld zu sparen

Zahlreiche steuerliche Änderungen
Das sollte man wissen - Steuern: Das ändert sich 2022

Länger Corona-Bonus, weiterhin Homeoffice-Pauschale, mehr betriebliche Altersvorsorge, höhere Grenze für steuerfreie Sachbezüge: Für das Jahr 2022 stehen etliche steuerliche Änderungen an. Die Experten der Lohnsteuerhilfe zeigen, wo Arbeitnehmer sowie Rentner künftig besser Steuern sparen können. 1. Alleinerziehende Mütter und Väter Der höhere Entlastungsbetrag gilt unbefristet Alleinerziehende werden bei der Lohn- und Einkommensteuer entlastet: mit einem besonderen Freibetrag, dem sogenannten...

Helmut Faber weiht seinen Flugsimulator in der Original Gulfstream-Maschine ein / WOCHENBLATT ist beim „Jungfernflug“ von Hamburg nach Nizza dabei

os. Buchholz. Wo auch immer Helmut Faber (47) mit seinem Gulfstream-Flugzeug auftaucht, ist er der Hingucker. Wie berichtet, hat der findige Unternehmer aus Buchholz in den USA eine ausgemusterte Original-Maschine gekauft, in der früher u.a. Hollywood-Stars gereist sind, und nach Deutschland überführen lassen. Der Rumpf des insgesamt 24 Meter langen Flugzeugs ist - ohne Flügel, Motoren und Leitwerk - auf einem Lkw-Trailer montiert und kommt u.a. auf Messen und Festen zum Einsatz.
Jetzt wartet Helmut Faber mit einer spektakulären Neuerung auf: Er hat einen Flugsimulator in die Gulfstream eingebaut, mit dem man - dank eines hochmodernen Computersystems - in Echtzeit von A nach B „fliegen“ kann. Wie fühlt sich das an?
WOCHENBLATT-Redakteur Oliver Sander nahm am „Jungfernflug“ von Hamburg nach Nizza teil - gemeinsam mit seinen Töchtern Alina (14) und Sinja (12), Sven Meyer und Olaf Iffländer von der Commerzbank und Steuerberater Wolfgang Göbel.
Stilecht im Piloten-Outfit begrüßt Helmut Faber seine Gäste. „Sie werden den ‚Flug‘ genießen, das wird ein Hammer“, sagt er mit einem breiten Lächeln. Er soll recht behalten. Faber ist geradezu enthusiastisch. Jeder merkt: Er hat richtig Spaß an seinem neuesten Projekt.
Als Begrüßungstrunk gibt es einen Sekt. Ausnahmsweise. „Für den Ausschank von alkoholischen Getränken bräuchte ich eine Konzession“, sagt Faber. Wenn ein Kunde den Flugsimulator bucht, bleibt es bei Softdrinks oder Mineralwasser. Bis zu zwölf Gäste finden in der Gulfstream Platz.
Jetzt wird es spannend. Wolfgang Göbel und Olaf Iffländer sind ausgeguckt, das Flugzeug zu starten. Helmut Faber erklärt die Armaturen, alles original, alles aus dem Baujahr 1976. Als Wolfgang Göbel die Motoren „startet“, vibriert die Gulfstream tatsächlich. Denkt man zumindest. Wieder Computertechnik. „Ich habe mir die Hände blutig gearbeitet“, sagt Helmut Faber. Mehrere Kilometer Kabel hat er verlegt, damit die Illusion perfekt ist.
Faber erklärt den beiden Freizeitpiloten noch kurz, wie sie zur Startbahn in Hamburg kommen und kümmert sich dann um den „Sicherheitscheck“ für die übrigen Gäste. Man kennt das: Maske bei Druckverlust zu sich ziehen, überstülpen und festzurren. Sicherheitsweste bei einer Notwasserung erst nach dem Ausstieg aufpusten. „Sonst hängen Sie an der Kabinendecke und ertrinken“, sagt Faber.
Er kehrt ins Cockpit zurück. „Wo sind Sie denn?“, fragt er schmunzelnd. Unsere beiden Piloten sind leicht vom rechten Weg abgekommen. Faber steuert gegen, kurze Zeit später ist Flug N821 „Ready for Takeoff“. Ab geht die wilde Fahrt: Voller Schub, wir nutzen die ganze Breite der Startbahn, abheben. Schrilles Warnsignal. Wir sind zu tief. Ich erkenne Bäume und Wiesen auf den Computerbildschirmen. Ein echter Flug wäre jetzt wohl vorbei. Zum Glück verzeiht ein Simulator. Faber greift ein, zieht den Vogel routiniert hoch. Er ist früher selbst Pilot gewesen, steuerte Boeing-Jumbos um die halbe Welt.
Kurze Zeit später erreichen wir unsere Reiseflughöhe von 15.000 Fuß, Faber aktiviert den Autopiloten. Zeit zum Plausch, Zeit zum Essen. Rumpsteak mit Pilzen in Pfeffer-Cognac-Sauce und Kartoffelgratin, die Mädchen entscheiden sich für gebratene Hähnchenbrustfilets mit getrockneten Tomaten und Oliven. „Das hat ein Sternekoch heute alles frisch zubereitet“, sagt Faber stolz. Er hat aus seiner aktiven Pilotenzeit immer noch ein Netzwerk, arbeitet eng mit dem tatsächlichen Caterer der Airlines in Hamburg zusammen. „Das ist total lecker“, sagt Sven Meyer. Recht hat er.
„So, jetzt müssen wir langsam“, sagt Faber. Der Flughafen von Nizza ist nur noch 20 Minuten entfernt. „Draußen“ ist es mittlerweile dunkel - also auf dem Bildschirm, nicht außerhalb der Gulfstream. Rein ins enge Cockpit, Meyer und ich dürfen landen. Der Banker ist die Ruhe selbst, hat alles im Griff. Höhe: passt. Geschwindigkeit: passt. Vorgegebene Route: passt.
Dann übernehme ich das Steuer. Höhe: passt nicht. Gleicht eher einer Achterbahnfahrt im Heide-Park. Geschwindigkeit: passt, liegt aber an der elektronischen Unterstützung. Vorgegebene Route: passt gar nicht. Bei einem echten Flug hätten die Passagiere jetzt die Spucktüten rausgeholt.
Die Signalleuchten des Flughafens sind nun deutlich zu sehen. 2.000 Fuß Höhe, 1.500, 1.000. Faber gibt Anweisungen, wir versemmeln die Landung trotzdem. Die Landebahn ist links, wir sind rechts. Im Mittelmeer. Kurze Zeit später öffnet Helmut Faber die Tür, wir betreten - zum Glück - den festen Boden von Buchholz.
Fazit: Der Flugsimulator ist klasse. Er entführt in eine andere Welt - man wähnt sich, dank Technik und Geräuschen, tatsächlich auf einem Flug und nicht auf dem Boden in Buchholz. Helmut Faber bietet den Flug inklusive Essen für 99 Euro pro Person an. Zum gleichen Preis gibt es eine Stunde im Flugsimulator ohne Essen. • Infos und Buchung unter Tel. 04181-8590 oder www.luftschiffvermietung.de (Unterpunkt „Fliegen in Buchholz“).

Autor:

Oliver Sander aus Buchholz

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen