Von kleinsten Anfängen bis zur Weltmarke

Die "Pommesgabel" als Heavy-Metal-Gruß gehört dazu: Holger Hünber (Mi.) mit Oliver Arndt (li.) und Hans-Jürgen Lorenschat vom BFC
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"BFC meets Friends": Wacken Open Air-Mitgründer Holger Hübner berichtet über Entwicklung des Heavy-Metal-Festivals

os. Buchholz. Es begann im Jahr 1990 mit einem kleinen Fest für wenige hundert eingefleischte Heavy-Metal-Fans, heute versammeln sich rund 100.000 Fans harter Musik einmal pro Jahr im kleinen Dorf Wacken (1.850 Einwohner) in Schleswig-Holstein. Über die Entwicklung des „Wacken Open Air“ (W.O.A.) zur Weltmarke berichtete Mitgründer Holger Hübner jetzt bei „BFC meets Friends“. Mit dieser Veranstaltung bedankt sich der Buchholzer Fußballclub regelmäßig bei seinen Sponsoren.
Die Idee für das „Wacken Open Air“ kam „nach ein paar lustigen Getränken in der Dorfkneipe“, erinnerte sich Holger Hübner. Gemeinsam mit seinem Kompagnon Thomas Jensen packte er an und setzte die Idee in die Tat um. Die erste Auflage fand in einem normalen Veranstaltungszelt statt, der Eintritt betrug zwölf D-Mark. „Wir haben klein und fein angefangen und uns dann immer weiter entwickelt“, so Hübner. Das ist glatt untertrieben: Mittlerweile bauen die Veranstalter für das Festival in Wacken de facto eine Kleinstadt auf - mit Strom- und Wasserversorgung, Glasfaseranschluss, XXL-Bühnen für die angesagtesten Bands der Heavy-Metal-Szene und Platz für Tausende Campingwagen und -zelte. Fast 50 Kilometer (!) Zäune sind notwendig, um das 240 Hektar große Festivalgelände zu umzäunen. In den vergangenen zwölf Jahren war das Festival ausverkauft.
„Das Ganze geht nur, wenn man ein funktionierendes Team hat“, erklärte Holger Hübner. Während des Festivals werde die Veranstaltungsfirma ICS für rund einen Monat zum größten Arbeitgeber in Schleswig-Holstein, verdeutlichte der Veranstaltungs-Profi. Rund 4.500 Mitarbeiter bauen zwei Wochen lang auf, betreuen die Besucher während des dreitägigen Festivals und bauen rund eine Woche wieder ab. Wichtig für den Erfolg sei zudem, dass man die Dorfbevölkerung in Wacken mitnehme. Das funktioniert: Die Bürger fühlen sich als ein Teil des Festivals, zudem haben sie freien Eintritt beim W.O.A.
Weil ein Festival pro Jahr wirtschaftlich nicht ausreicht, setzten Holger Hübner und Thomas Jensen weitere Veranstaltungsideen um. Mittlerweile gibt es u.a. Heavy-Metal-Festivals auf Kreuzfahrtschiffen („Full Metal Cruise“) und in den Bergen („Full Metal Mountain“). Daneben betreibt ICS ein eigenes Ticketsystem und betreut Musikstars wie Santiano und Fury in the Slaugtherhouse. „Manchmal steigt man selbst nicht mehr so richtig durch“, sagte Holger Hübner schmunzelnd. Die Vorbereitungen für das W.O.A. in diesem Jahr laufen bereits auf Hochtouren: Anfang August werden wieder 100.000 Heavy-Metal-Fans in Wacken erwartet, bis zu 30 Prozent aus dem Ausland. Zum 13. Mal in Folge ist das Festival ausverkauft.
Nach Hübners Vortrag erinnerte Hans-Jürgen Lorenschat, 2. Vorsitzender des BFC, an das vergangene ereignisreiche Jahr. Mit dem Bau des neuen Vereinsheims und des Kunstrasenplatzes, der zusammen mit dem TSV Buchholz 08 gerade errichtet wird, seien dem Klub Meilensteine gelungen. Zudem sei das Benefizspiel von BFC und Buchholz 08 gegen den Hamburger SV zu Gunsten der Familie des verstorbenen HSV-Managers Timo Kraus ein voller Erfolg gewesen.
Schließlich enthüllte Lorenschat gemeinsam mit der Künstlerin Maren Löwe deren Werk, das das neue Vereinsheim zeigt und künftig im Eingangsbereich zu sehen sein wird.

Autor:

Oliver Sander aus Buchholz

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