nf. Buchholz. Sie sind Experten für Gesundheit, helfen anderen Menschen dabei, Krankheiten zu überwinden und wieder fit zu werden. Aber was tun Ärzte und Therapeuten der Krankenhäuser Buchholz und Winsen eigentlich für sich selbst, um gesund zu bleiben und Körper und Seele zu pflegen? gesund & fit hat sich umgehört.

Dr. Konrad Luckner (58), Chefarzt der Abteilung für Neurologie in Buchholz: „Ich esse gesund und koche selbst. Auf dem Wochenmarkt kaufe ich Gemüse und Obst aus ökologischer Erzeugung, direkt beim Bauern. Fleisch gibt es bei mir nur einmal in der Woche, und dann aus artgerechter Haltung. Zum einen, weil es besser schmeckt. Zum anderen auch, weil ich bei dieser Art der Ernährung sicher bin, Zusatzstoffe wie Antibiotika zu meiden und gleichzeitig alle Vitamine und essenziellen Nährstoffe zu bekommen. Das Kochen ist für mich eine angenehme Art der Entspannung. Am Wochenende bereite ich gemeinsam mit meiner Frau auch für Freunde Essen zu, zum Beispiel Gemüsecurry."

Rudolf Preuß (44), Leiter der Abteilung für Physiotherapie in Winsen und Träger des 5. Dans: „Seit 28 Jahren trainiere ich nahezu täglich Karate, mache zusätzlich noch etwas Lauf- und Gewichtstraining. Auch einen Kampfsport wie Karate kann man sehr körpergerecht und physiologisch betreiben, und zwar in jedem Lebensalter. Karate schult Beweglichkeit und Ausdauer. Weil ich mich dabei intensiv auf meinen Körper und bei vielen Übungen auch auf meinen Partner konzentrieren muss, gewinne ich Abstand von der Arbeit und baue Stress ab. Bei dieser Art des Sports, der von gegenseitigem Respekt getragen wird, entstehen schnell Freundschaften, die der Seele gut tun."

Monika Corsten (50), Diplompsychologin und Psychoonkologin in der Onkologie in Buchholz: „Wenn möglich, fahre ich mit dem Rad zur Arbeit und mache auch Besorgungen mit dem Rad. Zusätzlich gehe ich einmal in der Woche schwimmen. Mit Yoga schule ich meine Beweglichkeit, bekomme den Kopf frei von der Arbeit und werde ruhiger und gelassener. Auch meine Familie wirkt für mich ausgleichend und erdet mich.“

Dr. Friedemann Schulz (55), Chefarzt der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe in Buchholz: „Um gesund zu bleiben, achte ich auf mein Gewicht, lasse öfter mal das Abendessen ausfallen und treibe viel Sport. Ich reite, fahre Ski, meine beiden Kurzhaarcollies halten mich auf Trab, und einmal in der Woche gehe ich zum Fußball. Wenn ich zwei Stunden mit meiner Altherrenmannschaft in der Halle spiele, fordert das meine Leistungskraft maximal heraus.“

Dr. Uwe Imgart (53), Ltd. Arzt der Strahlentherapie in Buchholz: „Seit vielen Jahren bin ich Mitglied in der St. Paulus Kantorei in Buchholz. Das Chorsingen vermittelt großartige Erlebnisse in der Gemeinschaft mit anderen Menschen aller Altersgruppen, viel Besinnung und spirituelle Bereicherung. Zusätzlich studiere ich fremdsprachige Volkslieder in der Singgruppe der „Klingenden Brücke“ ein. Das fordert Geist, Sprache und Konzentration und spendet Lebensfreude. Um auch körperlich beweglich zu bleiben, lege ich viele Wege mit dem Fahrrad zurück.“

Oliver Dörner (50), Oberarzt der Inneren Abteilung in Winsen: „Mein kleiner Garten fordert mich immer wieder zu körperlicher Aktivität heraus: Bäume wollen gestutzt, Sträucher beschnitten und Beete vom Unkraut befreit werden. Allerdings bin ich mir bewusst, dass das nicht genügt, um fit zu bleiben. Deshalb steht mehr Sport bei meinen guten Vorsätzen an erster Stelle.“

Dr. Michael Scheruhn (51), Chefarzt der Abteilung für Viszeralchirurgie in Buchholz, stellv. ärztlicher Direktor: „ Bei der Bewegung setzte ich auf Abwechslung. Ich jogge regelmäßig einmal die Woche, im Sommer spiele ich Tennis und werde demnächst mit dem Training für den Hamburg Triathlon beginnen. Um den zu bestehen, mache ich gegenwärtig noch viel zu wenig und bin ein wenig unzufrieden mit mir. Zum Thema Ernährung: Mit meiner Familie esse ich bewusst regional, das heißt, wir kaufen unser Fleisch beim kleinen Landschlachter, Obst und Gemüse bei Erzeugern vor Ort und immer nur das, was gerade Saison hat.“

Dr. Bettina Panzer, (43), Oberärztin der Inneren Abteilung in Buchholz: „Zweimal in der Woche besuche ich ein Fitness-Studio, mache dort Spinning und Gymnastik. Außerdem achte ich darauf, pro Tag mindestens eine halbe Stunde draußen spazieren zu gehen. Auf dem Speiseplan steht bei mir mediterrane Kost mit wenig Fleisch. Ich koche gern selbst. Gesunder Schlaf ist mir wichtig. Das bedeutet ein kühles Schlafzimmer mit maximal 18 Grad und ohne Heizungsluft. Ein Erlebnis für die Seele ist für mich ein schönes Klassik-Konzert."

Dr. Bernd Hinkenjann (49), Chefarzt der Abteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie in Buchholz: “Ich treibe zwei bis dreimal pro Woche Sport, z.B. spiele ich Tennis und jogge. Außerdem fahre ich oft mit dem Fahrrad. Vergangenen Sommer habe ich mit meiner Familie den Alpe-Adria-Radweg von Salzburg bis nach Italien erradelt. Außerdem unternehmen wir mehrmals im Jahr lange, teilweise mehrtägige Fahrradtouren. Zusätzlich versuche ich, auch an Kleinigkeiten zu denken, und nehme oft die Treppe statt des Aufzugs oder der Rolltreppe.“

Johannes Klemm (49), Chefarzt der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe in Winsen: „ Ich versuche, möglichst viel zu laufen. Meinen Arbeitsweg, ca. zwei Kilometer, lege ich meistens zu Fuß oder mit dem Rad zurück. Einmal die Woche spiele ich Tennis, jogge ein- bis zweimal die Woche und verbringe jedes Jahr zwei Wochen in den Bergen, wo ich täglich sechs bis acht Stunden wandere.
Mindestens einmal in der Woche spiele ich Trompete, gerne auch in der Gruppe. Die komplexen Fingerbewegungen und Anforderungen an die Koordination helfen, das Gehirn plastisch zu erhalten, außerdem wirkt die Beschäftigung mit Musik tief entspannend und ausgleichend. Was die Ernährung angeht, so ess ich gern und nur dann, wenn ich wirklich Hunger habe.“

Autor:

Christine Bollhorn aus Buchholz

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