"Ich träume davon, wieder auf der Bühne zu stehen"
ZDF zeigt den Alltag des bekannten DJ Jörg Boie in der Corona-Zeit

Auch DJ Jörg Boie machte bei der Aktion "Alarmstufe Rot!" mit, die zeigen sollte, wie schlecht es der Veranstaltungstechnik 
und den Künstlern geht
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  • Auch DJ Jörg Boie machte bei der Aktion "Alarmstufe Rot!" mit, die zeigen sollte, wie schlecht es der Veranstaltungstechnik
    und den Künstlern geht
  • Foto: DJ Jörg Boie
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Eigentlich hätte DJ Jörg Boie momentan einen gut gefüllten Terminkalender, doch die Seiten für 2021 sind leer. Der renommierte DJ sorgt bei Veranstaltungen mit seiner Musik für beste Partylaune. Doch seit die verschärften Corona-Hygieneregeln gelten und der Lockdown keine Massenveranstaltungen zulässt, läuft bei Jörg Boie musikalisch nichts.

Stattdessen musste sich der Veranstaltungsexperte Gedanken machen, wie er die entstandene finanzielle Lücke mit anderen Tätigkeiten ausgleicht. "Die Veranstaltungsbranche ist personalmäßig die zweitstärkste nach dem verarbeitenden Gewerbe und vor dem Bauhauptgewerbe in Deutschland. Diese liegt momentan komplett am Boden. Künstler, Musikkneipen und Veranstaltungstechniker sind auf null gestellt", sagt Jörg Boie. Seit 1996 ist er mit seiner Firma New Sound Boie (Event- und Veranstaltungstechnik) in ganz Norddeutschland unterwegs.
Besonders in der Region kennt man ihn von Veranstaltungen wie Tanz in den Mai, Faslam Hoopte, Schützenfest Dibbersen, dem Heideblütenfest in Schneverdingen und Musikevents auf dem Hof Oelkers in Wenzendorf.
"Das ZDF kam auf mich zu und fragte an, ob es über mich berichten dürfte. Das Redaktionsteam hat auf Google nach einem Veranstaltungsexperten gesucht und ist dabei auf meine Firma New Sound gestoßen", berichtet Jörg Boie. Es fanden zehn Drehtage statt, bei denen das jetzige Tun von ihm gezeigt wird. Unter anderem wurde im Speicher am Kaufhauskanal in Harburg, in dem Jörg Boie technischer Leiter ist, an seinem Wohnsitz in Schneverdingen und in der Natur gedreht.
Gezeigt wird der Beitrag "Die Sorgen überstehen" im ZDF am Sonntag, 21. Februar, um 8.33 Uhr innerhalb der Serie "Sonntags - TV fürs Leben".
Zu sehen ist der Beitrag in der ZDF-Mediathek:

https://www.zdf.de/dokumentation/dokumentation-sonstige/das-geld-wird-knapp-die-zeit-wird-eng-100.html?fbclid=IwAR0TssUTGMd7s2xGIj4dhetRR3QKMDIW9dHNJo7fCRXqN-AaEtaXuRCgvA4

"Es soll an einem Beispiel vermittelt werden, wie eine Branche in der Pandemie wirtschaftlich am Boden liegt", sagt Jörg Boie. Es gibt zwar Fördermittel, doch reichen diese bei Weitem nicht aus, um die Existenz zu sichern. Er arbeitet momentan für eine Buchholzer Firma und installiert Lichtwerbung, Bauschilder, Werbebanner und vieles mehr. "Schließlich muss ich Geld verdienen, um den Lebensunterhalt zu sichern", so Boie. Doch nicht nur der wirtschaftliche Aspekt ist für ihn wichtig: "Die Psyche leidet auch in der Pandemie-Zeit. Wenn man es gewohnt ist, fast täglich mit vielen Menschen zu kommunizieren, fehlt einem diese Tätigkeit. Ich möchte wieder auf die Bühne und Menschen unterhalten. Davon träume ich sogar", sagt Jörg Boie.

Autor:

Axel-Holger Haase aus Buchholz

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