Planspiel Börse
Zwölftklässler des AEG spekulieren mit Aktien

Die Zwölftklässler Mark-Eric Mittelbach (v.li.) und Thanh Doan Vu, Privatkundenberaterin der Sparkasse Nadina Memisvic und 
Politiklehrer des AEG Jörg Kieslich
  • Die Zwölftklässler Mark-Eric Mittelbach (v.li.) und Thanh Doan Vu, Privatkundenberaterin der Sparkasse Nadina Memisvic und
    Politiklehrer des AEG Jörg Kieslich
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sv. Buchholz. Mit dem Planspiel Börse bringt die Sparkasse schon seit 1983 bundesweit Schülern das Handeln am Aktienmarkt näher. In kleinen Teams müssen die Schüler über zehn Wochen mit ihrem Startkapitel von 50.000 Euro am Aktienmarkt handeln. Sieger werden in der Depotgesamtwertung und in der Nachhaltigkeitswertung gekürt.
Spielbeginn war dieses Jahr am 30. September, mit dabei sind stolze 22 Teams der Jahrgänge zehn bis 13 des Albert-Einstein-Gymnasiums in Buchholz. Das Interesse der Schüler ist in den vergangenen Jahren gestiegen, erzählt Jörg Kieslich, Politiklehrer. Dieses Jahr ist das AEG wieder sehr erfolgreich: Unter den Top Ten in der Depot-Gesamtwertung befinden sich vier Teams des Buchholzer Gymnasiums.
Jörg Kieslich hat die Schüler während des Planspiels weitestgehend sich selbst überlassen. Das Planspiel wurde nicht aktiv in den Unterricht mit eingebunden, stattdessen mussten die Schüler sich selbst über die Börse und ihre möglichen Strategien informieren. Das habe auch in den letzten Jahren gut funktioniert, erklärt er. Anstatt den Schülern alles vorzukauen, möchte er ihnen im Rahmen des Planspiels die Freiheit lassen, sich mit ihrer Recherche selbst eine Meinung zu bilden. Es würde oft unterschätzt, wozu Schüler bereits fähig sind.
Das Team um Mark-Eric Mittelbach und Thanh Doan Vu ist der Beweis, dass diese Strategie aufgeht. Zur Spielmitte am Mittwoch, 11. November, lag ihr Team in der Zwischenbewertung auf Platz 1 bei der Sparkasse Harburg-Buxtehude und auf Platz 2 im Landesverband Niedersachsen.
Der wichtigste Faktor ist Glück, sind sich die Zwölftklässler einig. Große Ereignisse wie die US-Wahl oder die Verkündung eines Impfstoffes gegen das Coronavirus hatten einen direkten Einfluss auf den Aktienkurs. Der momentane Shutdown in Deutschland dagegen sei bei den großen Unternehmen an der Börse kaum bemerkt worden. In welche Aktien sie investieren, haben die beiden durch intensive Recherche der Aktienvergangenheit und durch das Verfolgen der Nachrichten entschieden. Dabei zählten Energieförderungsunternehmen wie Shell, aber auch der Softwareentwickler Microsoft zu ihren Favoriten.
Jörg Kieslich ist zufrieden, dass die Ansicht der Schüler mittlerweile verloren geht, dass es bei der Börse nur ums Zocken geht und darum, schnell Geld zu machen. Stattdessen setzen die meisten Schüler nun auf Sicherheit beim Investieren. Auch Mark-Eric Mittelbach und Thanh Doan Vu zeigen sich erst zögerlich auf die Frage hin, ob sie später einmal selbst Aktien kaufen wollen. Das Planspiel ginge nur über wenige Monate, sagen sie, und für eine richtige Investition müsse man die Nachrichten und den Aktienmarkt deutlich länger beobachten. Zudem würden sie statt in Aktien in die sichereren Aktienfonds investieren.
Am Mittwoch, 9. Dezember, ist der letzte Handelstag des Planspiels, dann werden auf lokaler, regionaler und überregionaler Ebene die Sieger geehrt.

Sparkasse Harburg-Buxtehude lädt Schulen zum "Planspiel Börse" ein
Börsenchampions ermittelt
Autor:

Svenja Adamski aus Buchholz

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