"Die Stadtgesellschaft hält hervorragend zusammen"
Abschluss der Serie "Buchholz - plus und minus": So schätzt Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse die Lage ein

Seit Juni 2014 Bürgermeister in Buchholz: Jan-Hendrik Röhse
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os. Buchholz. "Buchholz - plus und minus": So lautete der Name der kleinen politischen WOCHENBLATT-Serie, in deren Rahmen die Fraktionsvorsitzenden im Stadtrat Statements zu Themen abgeben konnten, die ihnen für die Nordheidestadt wichtig erscheinen. Für positive Aspekte wurde ein Plus-Zeichen vergeben, bewerteten die Fraktionschefs etwas negativ, gab es ein Minus. Lag die Einschätzung dazwischen, war auch ein Plusminus möglich. Buchholz' Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse (CDU) hat sich die WOCHENBLATT-Serie genau angeschaut. Zum Abschluss der Serie schätzt er die Lage von Buchholz ein.

PLUS:
"Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Buchholz sind in vielfältiger und großartiger Weise ehrenamtlich engagiert, was sich gerade in den vergangenen, schwierigen Monaten der Pandemie gezeigt hat. Eine Stadtgesellschaft, die zusammenhält und solidarisch ist, ist das Wichtigste von allem, und verdient an dieser Stelle ein doppeltes Plus!
Wichtige Zukunftsprojekte, wie zum Beispiel das Stadtentwicklungskonzept Buchholz 2025plus, das in diesen Tagen mit dem Entwurf des Rahmenplans in die Öffentlichkeitsbeteiligung geht, sind vom Rat der Stadt nach der Sommerpause mit großer Mehrheit auf den Weg gebracht worden. Dies gilt auch für den Feuerwehrbedarfsplan und den Bau neuer Feuerwehrgerätehäuser. Aber auch das Buchholzer Klimaforum, dessen Arbeit unmittelbar nach der Auftaktveranstaltung im März leider unterbrochen werden musste, nimmt nach der Klimawerkstatt Anfang Oktober konkret Gestalt an. Auch die EMPORE, unser allseits geschätztes Kulturzentrum, tastet sich mit ersten Veranstaltungen unter besonderen Bedingungen wieder an den für unsere Stadt so wichtigen Kulturbetrieb heran.
Trotz Krise kommt die Entwicklung des TIP Innovationspark Nordheide gut voran. Das Interesse von Unternehmen an einer Ansiedlung in diesem Gebiet ist groß, und die Zusammenarbeit zwischen der Stadt und der WLH hervorragend. Darüber hinaus gibt es eine stetige Nachfrage nach Gewerbeflächen von auswärtigen oder lokalen Unternehmen, die sich in Buchholz ansiedeln oder hier am Standort erweitern wollen, und die z.B. wegen des Flächenbedarfs nicht ins TIP passen. Buchholz ist somit weiterhin ein attraktiver Standort für Unternehmen – und nicht nur das: Per 30. Juni hatte Buchholz exakt 39.927 Einwohner. Auch als Wohnort besitzt unsere Stadt unvermindert Anziehungskraft."

PLUS-MINUS:
"Die wachsende Einwohnerzahl führt unter anderem zu einer verstärkten Nachfrage nach Betreuungsplätzen im Kindergarten- und Krippenbereich. Die neuen Einrichtungen Ole Wisch, die erweitere 'Kinderwelt', sowie die erst vor wenigen Tagen mit insgesamt fünf Gruppen eröffnete Kita in Dibbersen haben zwar viele neue Kinder aufnehmen können bzw. werden in den nächsten Wochen viele Kinder aufnehmen, dennoch gibt es für beide Bereiche nach wie vor eine Warteliste. Deshalb baut die Stadt Buchholz auch in den kommenden Jahren die Kapazitäten konsequent aus, was für die Kinder und deren Eltern gut und wichtig ist. Die stetig steigenden Betriebs- und Betreuungskosten bringen jedoch auch gleichzeitig – nicht zuletzt durch die Gebührenfreiheit im Elementarbereich – eine erhebliche finanzielle Herausforderung für den städtischen Haushalt mit sich.
Mit dem Bau eines Geh- und Radweges entlang der Soltauer Straße wird die Lücke zwischen der Ernststraße und dem Einkaufszentrum geschlossen. Für Fußgänger und Radfahrer bedeutet dieser Lückenschluss auf der östlichen Fahrtbahnseite einen erheblichen Gewinn an Verkehrssicherheit und Komfort. Allerdings bedeutet der Bau des Gehweges eine erhebliche Beeinträchtigung des Verkehrs während der Bauphase auf der ohnehin schon stark belasteten Kreisstraße. Hier bitte ich alle Verkehrsteilnehmer in den kommenden Monaten um besondere Umsicht und etwas Geduld. Auch die bisher auf dem unbefestigten Fahrbahnrand vorhandenen Parkmöglichkeiten entfallen künftig.
Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die städtischen Finanzen sind erheblich und mittelfristig noch gar nicht abzusehen. Allein für den kommenden Haushalt 2021 rechnen wir mit einem Einbruch des Gewerbesteueraufkommens um rund sechs Millionen Euro. Die Steuerschätzung im November wird uns auch im Bereich des Einkommenssteueraufkommens mit einem erheblichen Fehlbetrag konfrontieren. Allein durch Einsparungen lassen sich diese Fehlbeträge nicht kompensieren. Da die Stadt aber trotz der fehlenden Einnahmen weiterhin in wichtige Infrastrukturmaßnahmen wie zum Beispiel neue Kitas, Feuerwehrgerätehäuser, aber auch in die digitale Ausstattung unserer Schulen (so erhält z.B. die Mühlenschule in Holm-Seppensen in Kürze dank Buchholz Digital einen Glasfaser-nschluss) investieren kann und muss, wird die Kreditaufnahme weiter ansteigen. Hier geht es uns nicht anders als den Nachbargemeinden, den Ländern und dem Bund. Ich bin aber sehr optimistisch, dass die Konjunktur im kommenden Jahr wieder anzieht und sich dann auch das Steueraufkommen langsam wieder auf das Vorkrisenniveau einpendeln wird."

Autor:

Oliver Sander aus Buchholz

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