Buchholzer Liste: Radfahrkonzept geht nicht weit genug

Dieses Schild soll nach dem Wunsch der Buchholzer Liste häufig in Buchholz angebracht werden
  • Dieses Schild soll nach dem Wunsch der Buchholzer Liste häufig in Buchholz angebracht werden
  • Foto: oh
  • hochgeladen von Oliver Sander

Ratsfraktion stellt Antragskatalog: Radfahrer sollen auf die Straße geführt werden

os. Buchholz. Die Bemühungen der Buchholzer Stadtverwaltung, den Radverkehr in der Nordheidestadt mit einem "Masterplan" zu stärken, bleiben für die Buchholzer Liste (BuLi) hinter den Erwartungen zurück. Die Ratsfraktion hat jetzt per Antrag einen Maßnahmenkatalog eingereicht, der schnell abgearbeitet werden könne, erklärt BuLi-Ratsherr Karsten Müller.
Hintergrund: Die Verwaltung hat gerade ein neues Radwegekonzept vorgelegt. Auf 75 Seiten wird der Ist-Zustand u.a. beim Zustand der Radwege und bei der Beschilderung erfasst und mit einem Soll-Zustand verglichen. Jedes einzelne Projekt wird mit einer verschiedenen Dringlichkeitsstufe versehen. So sieht es die Verwaltung als "sehr dringlich" an, die Beschilderung für Radfahrer an der Canteleu-Brücke und am Tunnel an der Lindenstraße zu ändern.
Für die Buchholzer Liste ist es wichtiger, Radfahrer auf die Straße zu bringen. In einem Grundsatzurteil habe das Bundesverfassungsgericht bereits im Jahr 2010 festgestellt, dass das Fahren auf der Fahrbahn für den Radverkehr den Normalfall darstelle, erklärt Karsten Müller. Es sei interessant, dass fast gleichzeitig mit der Veröffentlichung des Buchholzer "Masterplans Radverkehr" die Hamburger Innenbehörde die Benutzungspflicht der Radwege aufgehoben hat. Während Hamburg das Radfahren selbst auf vierspurigen Straßen erlaube, streite man sich in Buchholz darum, ob Radfahrer alternativ zum Schutzstreifen auf der Bremer Straße auch den Fußweg nutzen dürfen, kritisiert Müller. Die Verwaltung soll Straßen benennen, die mit dem Hinweis "Radfahren auf der Fahrbahn erlaubt. Radwegebenutzungspflicht entfällt" beschildert werden können.
Die Buchholzer Liste fordert die Verwaltung zudem auf, Vorschläge zu erarbeiten, wie und wo die bestehende Fahrradinfrastruktur durch Schutz- und Radfahrstreifen erweitert werden kann. Als geeignete Straßen sieht Müller u.a. die Bendestorfer Straße Richtung Sportzentrum, die Steinbecker Straße und den Seppenser Mühlenweg an.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.