Biotopverbund oder Versuchsreihe?
BUND setzt auf heimische Bäume im TIP Buchholz

bim. Buchholz. Die Fläche des Technologie- und Innovationsparks TIP in Buchholz sei ein Beispiel dafür, wie Lebensräume für heimische Tier- und Pflanzenarten verloren gingen, erklärt jetzt Elisabeth Bischoff vom BUND-Regionalverband Elbe-Heide. Sie kritisiert, dass zunächst eine Biotopverbindung für die Entwicklung des TIP-Gewerbegebietes aufgegeben wurde und nun eine Versuchsreihe für klimarobuste Bäume vorgesehen sei.
"Die ehemals freie Landschaft bildete die Biotopverbindung zwischen den Waldlebensräumen Nuppenberg und Stucksberg, großräumig gesehen zwischen dem Stuvenwald und dem Klecker Wald. Dieser natürliche Freiraum wurde entgegen früherer Planungen aufgegeben", berichtet Elisabeth Bischoff. "Um die ökologische Funktion nicht völlig zu verlieren, wurde im Grün-ordnungsplan für das Gebiet die Pflanzung einheimischer Baum- und Pflanzenarten vorgeschrieben. Das soll jetzt, wenn es nach WLH-Geschäftsführer Jens Wrede und Buchholz' Grünamtschef Thomas Söller geht, aufgehoben werden", kritisiert sie.
Der BUND-Regionalverband Elbe Heide habe sich schon vor Wochen für die ursprünglichen Planungen im Grünordnungsplan eingesetzt mit der Bitte, die Entscheidung zur Befreiung nochmals zu überdenken. Darauf habe es bisher keine Antwort gegeben.
Die Naturschützer sind nach wie vor überzeugt, dass es wichtiger sei, Lebensräume für heimische Arten zu erhalten oder zu schaffen, als dass im TIP Versuchsflächen für „klimawandelrobuste Gehölze“ eingerichtet würden. „Wir würden es außerordentlich begrüßen, wenn der angedachte Lehrpfad für Schulprojekte sich die heimische Flora und Fauna zum Thema nimmt, da gibt es sowohl bei Schülern als auch bei der erwachsenen Bevölkerung große Wissenslücken, die es wert sind, gefüllt zu werden,“ sagt Elisabeth Bischoff.

Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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