"CDU darf sich nicht wegducken"

"Die CDU braucht wieder Ansprechpartner für die Bürger": Christian Horend (li.) und Jan Bauer
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  • hochgeladen von Oliver Sander

Christdemokraten wollen in der kommenden Ratsperiode offensiver auftreten / "Wir müssen wieder Ansprechpartner sein"

os. Buchholz. „Wir müssen uns offensiver einbringen und brauchen eine bessere Außendarstellung. Es kann nicht sein, dass sich die CDU wegduckt!“ Das sagen Christian Horend, Vorsitzender des Buchholzer CDU-Ortsverbandes, und Geschäftsführer Jan Bauer vor der kommenden Ratsperiode, die am gestrigen Dienstag mit der konstituierenden Ratssitzung begann. Bauer und Horend sind zwei von sechs neuen Mitgliedern in der zwölfköpfigen CDU-Ratsfraktion.
Man wolle in den kommenden Jahren zu wichtigen Entscheidungen kommen und diese nicht vertagen, erklärt Bauer. Dabei sei klar, dass Kommunalpolitik kein Sprint, sondern ein Marathon sei. „Wir werden einen langem Atem benötigen, um Buchholz‘ Zukunft konstruktiv zu gestalten“, sagt Horend.
Ihre Schwerpunkte will die CDU, die im neuen Rat eine Gruppe mit der FDP gebildet hat (das WOCHENBLATT berichtete), in der Infrastruktur sowie in der Ausweisung neuer Gewerbe- und Wohnflächen setzen. „Wir müssen uns ernsthafte Gedanken machen, wie es mit dem Ostring weitergeht“, betont Horend. Noch einmal fünf Jahre ohne Entscheidung zur umstrittenen Umgehungsstraße dürfe es nicht geben. Zudem wolle man den Bau des Mühlentunnels konstruktiv begleiten: „Die Stadt muss in den Gesprächen mit der Deutschen Bahn offensiver sein“, sagt Horend. „Wir haben nicht den Eindruck, dass das letzte Ass in Sachen Haftung und Finanzierung schon gespielt wurde.“
Bei der Ansiedlung neuen Gewerbes setzt Bauer auf die
Zusammenarbeit mit externen Fachleuten.
„Da müssen Profis ran, z.B. von der WLH“, so Bauer. Bei der Ausweisung neuer Wohnflächen müsse man darauf achten, dass die vorhandene Infrastruktur das verkrafte: „Wir müssen vor allem kleinere Flächen für die Wohnraumentwicklung im Blick haben“, sagt Bauer. Wichtig sei, dass man im Rathaus künftig wieder mehr eigene Entscheidungen trifft und nicht so stark wie in der Vergangenheit auf externe Gutachter setzt.
Wenn es nach Bauer und Horend geht, zeigen sich die Christdemokraten künftig häufiger in der Öffentlichkeit, z.B. auf dem Weihnachtsmarkt. „Die CDU braucht wieder ein Gesicht und Ansprechpartner für die Bürger“, betont Horend. Sein Fazit: „Wir sind hochmotiviert, im Dialog mit den anderen Parteien die Zukunft von Buchholz zu gestalten.“

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