"Das ist reine Geldschneiderei"

Reinhard Kappelhoff steht auf dem Friedhof in Seppensen. 
Vor Kurzem hat er hier seine Mutter zu Grabe getragen
  • Reinhard Kappelhoff steht auf dem Friedhof in Seppensen.
    Vor Kurzem hat er hier seine Mutter zu Grabe getragen
  • hochgeladen von Oliver Sander

Buchholz: Reinhard Kappelhoff ärgert sich über hohe Friedhofsgebühren / "Auf verträgliches Maß reduzieren"

os. Seppensen. "Das hat mich sehr mitgenommen. Ich musste mehr als 1.600 Euro bezahlen, von diesen Kosten halte ich aber nur ein Viertel für gerechtfertigt." Reinhard Kappelhoff aus Seppensen ärgert sich über die seiner Meinung nach überhöhten Friedhofsgebühren. Der Politiker der Unabhängigen Wählergemeinschaft Holm-Seppensen (UWG) fordert, dass der Stadtrat die Gebühren auf eine "verträgliches Maß reduziert".
Der Rat hatte die Gebühren zuletzt zum 1. Januar 2014 massiv erhöht. Die Folgen spürte Reinhard Kappelhoff vor Kurzem: Nachdem seine Mutter verstorben war, musste er 950 Euro für die Sargbestattung bezahlen. Bei seinem Vater, der 2007 verstorben war, kostete die Bestattung noch 598,20 Euro. "Ich halte die Kosten für deutlich zu hoch, weil bis auf Grab ausheben, sichern und wieder zuschütten nichts passiert", kritisiert Kappelhoff. Weitere Aktivitäten, z.B. das Ausbringen von Mutterboden auf dem Grab, habe er selbst organisieren und zahlen müssen. Für die Verlängerung der Nutzungszeit der Grabstätte auf dem städtischen Friedhof in Seppensen um elf Jahre muss Kappelhoff für das Doppelgrab 704 Euro berappen: 32 Euro pro Jahr werden je Grab fällig. In der alten Friedhofsatzung, die vor dem 1. Januar 2014 gültig war, kostete die Verlängerung für die Nutzung der Grabstätte lediglich 5,10 Euro pro Grab und Jahr. "Ich halte die jetzigen Gebühren für eine Unverschämtheit. Das ist reine Geldschneiderei."
Kappelhoff fordert, dass sich der Stadtrat noch einmal des Themas Friedhofsgebühren annimmt. "Offenbar hat bei der Entscheidung vor fünf Jahren niemand richtig hingeschaut", sagt er. Es sei wichtig, dass die Gebühren auf ein "verträgliches Maß" reduziert würden. Ob sich der Stadtrat darauf einlässt, ist fraglich: Die Gebühren wurden vor fünf Jahren so deutlich angehoben, weil die Stadtverwaltung zu hohe Kosten anmahnte. In drei Jahren seien Verluste in Höhe von 580.000 Euro aufgelaufen, argumentierte Grünamtschef Thomas Söller damals.

Autor:

Oliver Sander aus Buchholz

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