Personalkosten
Das kostet der Tarifabschluss im öffentlichen Dienst die Städte Buchholz, Buxtehude, Stade und Winsen

Das Rathaus der Stadt Buchholz. Rund 350 Mitarbeiter beschäftigt die Stadtverwaltung.
  • Das Rathaus der Stadt Buchholz. Rund 350 Mitarbeiter beschäftigt die Stadtverwaltung.
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(ts). Die Corona-Krise hat die Kommunen schwer getroffen und den finanziellen Spielraum eingeschränkt. Die zusätzliche finanzielle Belastung durch die Tarifeinigung im öffentlichen Dienst sehen die Städte in den Landkreisen Harburg und Stade dennoch gelassen. Die steigenden Kosten für das Personal seien bereits in den Haushaltsplanentwürfen eingeplant und deshalb keine Kürzungen öffentlicher Leistungen oder Steuererhöhungen wegen des Tarifabschlusses nötig, heißt es unisono aus den Stadtverwaltungen in Buchholz, Buxtehude, Stade und Winsen.
Der finanzielle Spielraum der Städte sinkt mit den steigenden Personalausgaben dennoch. Wie sehr, zeigt eine WOCHENBLATT-Umfrage bei den vier Stadtverwaltungen in den Landkreisen Harburg und Stade.
Der Tarifabschluss im öffentlichen Dienst kostet die Stadt Buchholz nach Angaben der Verwaltung im Jahr 2021 zusätzlich rund 250.000 Euro. Im Jahr 2022 werden es rund 327.000 Euro zusätzlich sein.
In der Stadt Buxtehude führt die von den Tarifparteien vereinbarte Einmalzahlung, gestaffelt nach Entgeltgruppen zwischen 300 Euro und 600 Euro bei Vollzeitkräften, laut Stadtverwaltung in diesem Jahr zu zusätzlichen Personalosten in Höhe von rund 190.000 Euro. Im Jahr 2021 liegen die Mehrkosten bei etwa 420.000 Euro. Angaben für das Jahr 2022 machte die Stadt Buxtehude nicht.
In der Stadt Stade führen die in diesem Jahr zur Auszahlung kommenden Einmalzahlungen zu einer Mehrbelastung der Stadtkasse von rund 200.000 Euro. Die zusätzliche Belastung für die Stadt im Jahr 2021 beträgt nach Angaben der Verwaltung rund 260.000 Euro.
In der Stadt Winsen betragen nach Angaben der Verwaltung die Mehrkosten im Jahr 2021 rund 88.000 Euro. Im Jahr 2022 kommen noch einmal rund 140.000 Euro dazu.
Der Tarifabschluss wird die Kommunen in Deutschland mit 4,9 Milliarden Euro über die gesamte Laufzeit belasten. Davon entfallen auf die Entgeltsteigerung rund 3,5 Milliarden Euro und auf die Corona-Prämie 800.000 Millionen Euro. Für die Zeit bis zum 1. April 2021 haben die Tarifparteien einmalige Corona-Sonderzahlungen von 300 bis 600 Euro vereinbart. Auszubildende bekommen 225 Euro. Ab dem 1. April 2021 steigen die Entgelte im öffentlichen Dienst um 1,4 Prozent (mindestens um 50 Euro), und ab dem 1. April 2022 um weitere 1,8 Prozent.

Autor:

Thomas Sulzyc aus Seevetal

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