Demonstration gegen die Agrarindustrie

An der Demonstration, die vor dem Hauptbahnhof in Berlin begann, beteiligten sich auch Landwirte mit ihren Treckern
  • An der Demonstration, die vor dem Hauptbahnhof in Berlin begann, beteiligten sich auch Landwirte mit ihren Treckern
  • Foto: Herbert Maliers
  • hochgeladen von Oliver Sander

Zehntausende fordern Agrarwende von der Regierung

(os). „Der Umbau hin zu einer umwelt-, tier- und klimafreundlichen Landwirtschaft, in der Bauern gut von ihrer Arbeit leben können, darf von der Politik nicht weiter aufgeschoben werden, denn die industrielle Land- und Ernährungswirtschaft verursacht lokal und global Probleme für Bauern, Klima, Tier und Umwelt.“ Das sagte Mit-Organisator Jochen Fritz im Namen der über 100 Organisatoren, die zur Demonstration „Wir haben es satt“ in Berlin aufgerufen hatten. Unter den mehreren Zehntausend Demonstranten waren auch zahlreiche Teilnehmer aus den Landkreisen Harburg und Stade.
Als erster Schritt müsse das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat verboten werden, fordert Alexa Vetter von der Greenpeace-Gruppe Buchholz. Zudem sei der Umbau der Tierhaltung überfällig, damit Schweine wieder Tageslicht sehen und Kühe auf Weiden grasen können. Jens Meyer vom Runden Tisch für Umwelt-, Tier- und Naturschutz Buchholz ergänzt: „Essen ist politisch. Durch unseren Einkauf bestimmen wir mit, in welcher Qualität und mit welchen Auswirkungen für Tiere und Umwelt unsere Nahrungsmittel produziert werden.“
In Gesprächen mit jungen Bauern betonten die Demonstranten, dass sich die Kritik nicht gegen die bäuerliche Landwirtschaft richtet, sondern gegen die Auswirkungen der intensiven Agrarindustrie, z.B. Monokulturen, Insektensterben und Nitratverseuchung.

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